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Okt 13 2013


Wie die Unternehmen Lantiq und Keymile bekannt geben, befinden sich bereits eine große Anzahl von Vectoring-Technologien im Feldeinsatz. Die beiden Hersteller haben sich auf Kommunikationslösungen spezialisiert, die nun höchstwahrscheinlich von der Deutschen Telekom benutzt werden. Nachdem die Telekom eigentlich erst 2014 mit Vectoring starten wollte, verdichten sich nun die Spekulationen, dass der Vectoring-Lunch in Deutschland doch eher erfolgen könnte.

 

Während die Stärken von Lantiq in der Breitbandzugang- und Heimnetzwerk-Technologie liegen, ist Keymile als Lieferant von fortschrittlichen Kommunikationszugängen und Übertragungssystemen bekannt. Nach Auskunft der Telekommunikationsunternehmen, wurden umfangreiche Lieferungen von VDSL-Schaltkreisen, die Vectoring beherrschen (sogenannte Linecards), an einen „großen“ Telekommunikationsanbieter geliefert. Um Vectoring für Endkunden anbieten zu können, müssen unter anderem die lokalen DSLAMs aufgerüstet werden. Die Grundlage dafür bilden die Line-Card-Platinen, welche sozusagen das technologische Upgrade beinhalten. Also etwa die nötigen Techniken zur Leitungsbündelung (Bonding), Crosstalking Minimierung etc.

Bringt die Telekom bis Weihnachten marktreife Angebote?

Die Indizien deuten dabei auf die Telekom hin. Der Bonner Konzern hatte sich massiv für die Freigabe von Vectoring eingesetzt und bereits vor der offiziellen Genehmigung bedeutende Investitionen angekündigt. Die Mehrheit der gelieferten Linecards soll bereits installiert sein, was auf erste Angebote, auf der Basis von Vectoring, bis Ende 2013 schließen lässt. Auch dieser Zeitrahmen passt zu den Planungen der Telekom. Die sogenannte „192 Kanal Vectoring“-Lösung ist ein gemeinsames Produkt von Lantiq und Keymile. Es handelt sich dabei laut Hersteller um die Weltpremiere einer Vectoring-Lösung auf Systemebene, die in der Praxis eingesetzt wird.

Triple-Play über Kupfer kein Problem mehr

Konkret wurde ein ausgereifter und kosteneffizienter System-on-Chip (SoC) / ASSP (Application Specific Standard Product, ein integrierter Schaltkreis, der eine spezifische Funktion für einen breiten Markt leistet) Ansatz gewählt. Damit ist Lantiq zurzeit der Marktführer bei VDSL-Vectoring SoCs. Das Vectoring auf Systemlevel ist ein kritischer Knackpunkt zur effektiven Erweiterung der Leistung von Kupfernetzwerken, in einer sehr kostengünstigen Art und Weise. Die Technologie ist unter anderem ideal für Triple-Play Breitbanddienste, die beispielsweise mehrere Streams an HDTV, Internet und Telefonie beinhalten. Bisherigen Datenraten sollen mehr als verdoppelt werden und maximal 100 MBit/s (Up- und Downstream zusammen) erreichen.

 

Weiterführendes

» VDSL Tarife vergleichen
» VDSL Verfügbarkeit prüfen
» VDSL mit 100 MBit!?

Quelle: Lantiq


Vectoring geht in die heiße Phase – fällt bald der Startschuss?: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
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