Router

VDSL Router - welcher, wozu, woher?


Zur Nutzung eines DSL-Anschlusses benötigt man einen Router bzw. DSL-Modem. Bei VDSL verhält es sich ebenso. Die Aufgabe des VDSL-Routers liegt vereinfacht gesagt darin, die anfallenden Datenpakete ins Internet zu senden bzw. zu empfangen und an den (oder die) angeschlossenen Endgeräte (z.B. Computer) weiterzuleiten. Das können zum Beispiel PCs, Laptops, WLAN-Radios, Fernseher oder Smartphones sein. Zudem fungieren die meisten Modelle heute gleichzeitig als moderne Telefonanlage für alle Festnetztelefone im Haus. Jedes Gerät enthält selbstverständlich intern auch ein VDSL-Modem, welches die Datensignale "versteht". Die folgenden Zeilen sollen Ihnen helfen, den idealen Router, zu möglichst günstigen Konditionen zu finden.

:: VDSL Router nach Anbieter



Telekom Speedport-Router für VDSL:
Speedport Smart von der Telekom
Beim Router, welcher aktuell zu den VDSL-Tarifen der Telekom angeboten wird, handelt es sich um den "Speedport Smart 3". Ein top-modernes Allroundgerät für die Breitbandtechnologien DSL, DSL2+, VDSL, Vectoring und das neuere Supervectoring VDSL. Der "Smart"-Router wartet mit dem schnellen "ac"-WLAN-Standard auf (WIFI 5), welcher Datenraten im kabellosen Netzwerk von bis zu 2500 MBit brutto erlaubt. Über die integrierte Telefonanlage, wird Festnetz-Telefonie mit zahlreichen Komfortfunktionen unterstützt. Der Telekom-Router kann wie gewohnt in Verbindung mit einem DSL- oder VDSL-Tarif der Telekom (MagentaZuhause) gemietet oder gekauft werden.

Darüber hinaus bietet der Provider übrigens noch einen Premium-Router namens Speedport Pro. Dieser beherrscht alle wichtigen Standards und ist sogar Hybrid-fähig (Was ist das?). Das WLAN-Modul (WIFI 5) leistet bis zu 9600 MBit/s. Seit 2020 wird noch eine Plus-Version des Speedport Pro angeboten, welche bis auf das WLAN-Modul baugleich ist. Der Speedport Por+ beherrscht dann das noch neuere WIFI 6 für abermals mehr Leistung und Stabilität. Allerdings beträgt die Mietgebühr für das normale Pro-Modell bereits knapp 7 € im Monat. Beim Pro+ fallen sogar 9.95 € an! Ganz billig sind die Pro´s also leider nicht und auch der Direktkauf fällt mit fast 400 € nicht billiger aus. In jedem Fall empfehlen wird die Onlinebestellung, da auf diesem Bestellweg oft Extra-Rabatte auf die Grundgebühr gewährt werden. » die tagesaktuellen Preise und Angebote hier beim Anbieter

Speedport Pro von der Telekom

Vodafone: "Easybox 805 & FritzBox": Verbraucher die sich bei Vodafone für einen DSL oder VDSL-Anschluss entscheiden (Tarife), haben momentan die Wahl zwischen drei verschiedenen Leihgeräten. Zunächst einmal wäre hier, die 1.99 € pro Monat teure EasyBox 805 zu nennen. Ein relativ einfacher VDSL-Router, aber auf der Höhe der Zeit ist. Das Modell beherrscht VDSL inkl. Supervectoring und bietet zudem das leistungsstarke WIFI6. Über diesen Standard, kann im Haushalt ein kabelloses Netz mit einer Datenrate von bis zu 1500 MBit etabliert werden. Alternativ können 4 x Gigabit LAN Ports angesteuert werden. Auch der neue Verschlüsselungsstandard WPA3 hat hier Einzug gefunden.

Easybox 805 xDSL


Wie schon bei den Wettbewerber 1und1 und O2, haben auch Vodafone-Neukunden die Wahl sich alternativ für eine kostenpflichtige FritzBox von AVM zu entscheiden. Dieses bietet unter anderem mehr Einstellmöglichkeiten und teils auch bessere WLAN-Performance. Aktuell handelt es sich dabei um das High-End-Modell Fritz!Box 7590 (+ 5.99 € Miete je Monat) und die FritzBox 7530 (+ 2.99 €). » hier geht´s zu Vodafone


"O2 FritzBox 7590“:
FritzBox 7590
Endlich! O2 setzt bei seinen Routern seit einiger Zeit teilweise wieder auf Qualitätsware von AVM. Optional können sich Neukunden jetzt für eine Top moderne Fritz!Box 7590 entscheiden. Je nach Tarif ab rund 6 Euro Zuzahlung monatlich! Im Fachhandel kostet der Router knapp 200 Euro. Die 7590 lässt praktisch keine Wünsche offen. Das Top-Modell unterstützt selbstverständlich auch den schnellen VDSL-Supervectoring Standard bis 250 MBit. Wer das Gerät zuhause hat, kann WLAN über WIFI 5 (802.11ac) betreiben und dank MIMO 4x4 bis zu 2533 MBit erzielen. Auf der Rückseite befinden sich 4 x Gigabit-Ports (+ 1 WAN Anschluss", 2 x Telefonanschlüsse und 2 x USB-Ports. Doch das ist natürlich längst nicht alles, was den Router auszeichnet. Alle technischen Eckdaten zur 7590 können Sie hier nachlesen.

Alternativ bietet O2 seit 2020 aber noch eine andere, günstigere Alternative – die „Homebox 2". Diese gibt es aber nur in Verbindung mit Tarifen bis 100 MBit/s, da die Box noch kein Super-Vectoring kann. Immerhin lässt sich ein Gigabit-WLAN aufbauen, da er kompatibel zu WLAN 802.11ac (WIFI5) ist. Die Rückseite bietet sogar 4 x Gigabit-LAN-Ports. Das Design des O2-Routers ist herausragend und gewann bereits Preise. Dafür genießt der Router nicht den besten Ruf, da er wohl des Öfteren Probleme bereitet.

Spar-Tipp: O2 bietet oft für Onlinebesteller attraktive Rabatte zu den VDSL-Angeboten (mit Mindestvertragslaufzeit) in den ersten Monaten. Viele Kunden klagen zudem über Mängel an der Homebox 2, so dass wir die Fritzbox empfehlen! » hier geht es zu O2


Homeserver: Die VDSL-Router von 1und1: Auch 1und1 bietet natürlich passende VDSL-Router zu den Highspeed-Tarifen. Und zwar gleich in vier verschiedene Varianten, wovon wir hier die zwei besten vorstellen (Rest hier). Das Premiummodell trägt bei 1und1 den stylischen Namen "1&1 Homeserver Speed+". Achtung: Der kleine aber feine Unterschied liegt im Wörtchen "Speed"! Dahinter verbirgt sich der neuste High-End-Router der Fritz!Box-Geräteserie - die FritzBox 7590. Das Gerät bietet WIFI 5 und bis zu 4 Gigabit-Ethernetports und unterstützt natürlich alle Standards bis VDSL-Supervectoring (VDSL250).

Homeserver Speed+ von 1und1 alias FritzBox 7590

Homeserver Speed+ | Bild: 1und1.de


Der „1&1 Homeserver+“ (ohne "Speed") wird hingegen durch die FritzBox 7530ax repräsentiert. Obwohl günstiger, beherrscht der Router sogar das bessere WIFI 6 und ebenfalls VDSL250. Das Gerät lässt in Sachen Technik und Bedienungskomfort keine Wünsche offen. Wir würden daher sogar eher den Homeserver+ bevorzugen, zumal dieser "nur" 6.99 € statt 9.99 € monatlich Mietgebühr kostet. Letzteres ist völlig überteuert, zumal die 7590 im Handel kaum noch 200 € kostet. » hier geht es zu 1und1





Alternative VDSL-Router – welche gibt es sonst noch?

Wer nicht auf eines der vom Wahlanbieter offerierten Modelle setzen möchte, kann dank der Router-Wahlfreiheit natürlich auch andere, eigene Geräte verwenden. Es gibt etliche Alternativen und die Hardwarehersteller haben auch langsam aber sicher den Trend erkannt. Innovationsführend ist aber wie so oft die Firma AVM. Das aktuellen Top-Modelle wird durch die Fritzbox 7590 repräsentiert, welche ja von fast allen VDSL-Anbietern optional offeriert wird.

Die Redaktion von vdsl-tarifvergleich.de nimmt regelmäßig neue Router genauer unter die Lupe. In unserer Komplettübersicht finden Sie alle relevanten Geräte im Überblick. Jeweils mit Besonderheiten und allen spezifischen Eckdaten in einer tabellarischen Zusammenfassung.
» zur kompletten Router-Übersicht

Ebenfalls von AVM, nur deutlich günstiger, ist die FRITZ!Box 7530 bzw. 7530ax für 130-150 Euo. Beide beherrschen ebenfalls VDSL bis 250 MBit. Das mit "ax" gekennzeichnete Modell bietet das neuste WIFI 6 statt "nur" WIFI 5. Aber auch andere Hersteller wie ASUS, TP-Link oder Netgear bieten interessante Router für VDSL-Kunden an.

Es gibt zudem noch reine WIFI-Router ohne integriertes VDSL-Modul. Damit erweitert man auf Wunsch auch ältere Router um stärkeres, moderneres WLAN. Vor allem die TP-Link und Netgear-Boxen bestechen durch ihr futuristisches Design und Ultraschnelles WLAN - teils über 8 oder mehr Antennen. Wie folgend der Netgear AXE11000 (RAXE500) und der Archer AX6000.

Netgear AXE11000 WiFi Router (RAXE500)

RAXE500 | Bild: Netgear


Archer AX 6000 Router

Archer AX 6000 Router


Neue Standards und Trends: Was sollten moderne Router mitbringen?

Hinsichtlich der technischen Ausstattung gibt es recht große Unterschiede zwischen den meisten Modellen aller Hersteller. Während der eine gänzlich auf leistungsfähige Gigabit-LAN-Ports verzichtet oder nur einen einzelnen verbaut, bieten andere Router gleich vier Stück. Wer also auf Basis seines VDSL-Anschlusses ein leistungsfähiges und modernes Heimnetz errichten möchte, sollte möglichst nicht am Falschen Ende sparen.

Doch was ist „modern“ und sollte nach Möglichkeit nicht fehlen? In erster Linie sollten mindestens zwei Gigabit-Ports vorhanden sein, damit das interne Netzwerk (falls geplant) möglichst flott arbeitet. Für Wireless-LAN achten Sie bitte darauf, dass der Router minimal den WLAN-ax-Standard (WIFI5) unterstützt. Dieser bietet eine Kapazität von bis zu 1733 MBit, wobei 200-400 MBit/s netto eher praxisnahen Zahlen entsprechen. Für VDSL-Breitbandzugänge mit einer Leistung von 100 MBit/s oder mehr sozusagen Pflichtprogramm! Das alte 802.11n (WIFI4) ist hingegen schon veraltet und sollte nicht mehr eingesetzt werden.

Geschwindigkeit von WIFI5 zu WIFI6 im Vergleich

Abermals besser und zeitgemäßer ist der noch leistungsfähigere WLAN-Standard namens „802.11ax“, oft auch WLAN ax oder Wifi 6 genannt. Der WIFI5-Nachfolger wird heute von den meisten neueren Routern über 150 € unterstützt (zeigen). Je nach Anzahl der verwendeten Antennen und der Bündelung von 2,4 sowie 5 GHz, können teils bis zu 4800 MBit/s brutto (um die 400-800 MBit netto je Stream) über´s heimische WLAN transferiert werden. Genug Leistung also auch für zukünftige Ansprüche und Entwicklungen.

Was ebenfalls nicht schaden kann, ist der Support des allerneusten (seit 2021) Frequenzbereiches zwischen 5,9 und 7,1 GHz, genannt WIFI 6E. Auf diesem Band kommt es seltener zu Störungen, da dort bislang tendenziell weniger Geräte funken und auch einige physikalische Störeinflüsse nicht auftreten. Mehr dazu hier. Empfehlenswert ist seit 2018 natürlich noch der Support von Supervectoring) und IP-Telefonie. Denn analoge Telefonanschlüsse gibt es praktisch nicht mehr. Egal bei welchem Anbieter - man telefoniert, technisch gesehen, nur noch per Voice over IP. Übrigens: Auch ein extra Splitter wie früher ist dadurch nicht mehr nötig.

Zusammenfassung – der ideale Router weist u.a. folgende Eckdaten auf:


  • mindestens 2 Gigabit-Port LAN-Anschlüsse,
  • WLAN mit Standard „ax“ (WIFI5) oder besser noch „ax“ (WIFI6),
  • idealer Weise WLAN auf Funkkanal 5,9-7,1 per WIFI 6E,
  • Support für IP-Telefonanschlüsse,
  • möglichst 1-2 USB 3.0 Ports für externe Datenspeicher (Stichwort NAS),
  • Unterstützung des neusten Verschlüsselungsstandards WPA3,
  • Vectoring- bzw. Supervectoring-Support (siehe nächster Abschnitt),
  • DECT-Support: Wenn man Schnurlostelefone betreiben will,
  • IPTV fähig, falls geplant (z.B. Magenta TV)

VDSL-Vectoring fähige Router

Die Deutsche Telekom baut seit 2014 verstärkt VDSL-Zugänge aus bzw. um, welche das sogenannte Vectoring (G.993.5) unterstützen. Damit steigt nicht nur die maximal mögliche Datenrate bei VDSL von 50 auf 100 MBit. Auch die Reichweite wird verbessert. Router mit entsprechenden Modemchips, sind zum Beispiel die Fritzbox 7490, 7580 und 7590. Welche Geräte schon Vectoring beherrschen, zeigt diese Liste. Noch neuer ist das abermals optimierte Supervectoring-Verfahren, welches seit Sommer 2018 Datenraten von bis zu 250 MBit bietet. Fast alle neueren Router seit 2019 unterstützen auch diesen Standard, siehe hier.


die Top 10 VDSL-Router

Zum Schluss wollen wir noch einmal tabellarisch kurz die aktuell 10 besten Geräte vorstellen, die man im Fachhandel oder bei den VDSL-Anbietern erhält.


Hersteller & Name VDSL bis Supervect. WLAN-Standard angeboten bei
Easybox 805 250 MBit/s ja WIFI 6 Vodafone
Speedport Pro 250 MBit/s ja WIFI 5 Dt. Telekom
Speedport Pro Plus 250 MBit/s ja WIFI 6 Dt. Telekom
AVM Fritz!Box 7590 250 MBit/s ja WIFI 5 Handel + diverse
AVM Fritz!Box 7430ax 250 MBit/s ja WIFI 6 Handel + diverse
Speedport Smart 4 250 MBit/s ja WIFI 6 Dt. Telekom
Asus Rapture GT-AX11000 250 MBit/s ja WIFI 6 Handel
Speedport Smart 3 250 MBit/s ja WIFI 5 Dt. Telekom
Asus DSL-AC68VG 250 MBit/s ja WIFI 5 Handel
AVM Fritz!Box 7583 250 MBit/s ja WIFI 5 Handel

Router bestellen: Tipp

Wenn Sie noch kein DSL oder VDSL nutzen, brauchen Sie bei der Bestellung nur anklicken, dass Sie diese Hardware dazu haben möchten. Passende Geräte gibt es meist für ein paar Euro monatlich zu mieten oder als Kaufversion. Nicht selten, je nach Aktion, sogar gratis ...




Weiterführendes:

» VDSL Anbieter in der Übersicht
» alle VDSL-Geräte im Überblich und mit allen Eckdaten
» Infos zur Speedport Hardware
» VDSL Dose: Abindung und Verkabelung
» VDSL installieren und einrichten - so gehts!


Router-Bilder: Vodafone 805: Vodafone Presse; 1und1: 1&1 Presse

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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