VDSL: Der ideale Breitbandanschluss?

Ratgeber zum Thema Highspeed per VDSL-Anschluss


VDSL-Anschlüsse: Schnell und zeitgemäß surfen
Bei sogenannten VDSL-Anschlüssen handelt es sich um Internetzugänge, welche auf einer fortschrittliche Breitbandtechnologie basieren und dem herkömmlichen DSL weit überlegen sind. Im Folgenden wollen wir kurz aufzeigen, worin die Vorteile liegen und welche Möglichkeiten sich schon heute durch die Technik ergeben. VDSL ist übrigens die Abkürzung für "Very High Speed Digital Subscriber Line". Der Name verrät schon: VDSL-basierte Anschlüsse sind schnell, sehr schnell!

Was bietet mir ein VDSL-Anschluss?

Noch vor 4 Jahren, war die Performance aller VDSL-Anschlüsse auf maximal 50 MBit/s beschränkt. Im Jahr 2014 wurden dann erstmals Varianten mit 100 MBit angeboten. Technische Basis hierfür bildet das Vectoring-Verfahren. Die hohen Übertragungsraten reduzieren nicht nur die Ladezeiten erheblich und steigern den Surfkomfort. Letztlich ermöglicht der Leistungssprung zahlreiche Applikationen, die mit langsameren Breitbandanschlüssen (z.B. DSL mit nur 16 MBit) nicht oder nur schlecht realisierbar waren. So bieten beispielsweise einige Anbieter ein digitales TV-Paket per Breitbandanschluss (IPTV). Dank VDSL sogar in bestechender HDTV oder sogar UltraHD-Bildqualität. Doch die Entwicklung steht nicht still: So stiegt die Datenrate, dank des Supervectoring-Verfahrens, im Sommer 2018 auf satte 250 MBit/s. Damit rangieren entsprechend umgerüstete Zugänge immerhin auf dem Level von Mittelklasse-Glasfaserzugängen.



Als weitere nützliche Anwendung für leistungsstarke Internetzugänge, seien beispielsweise die effektive Nutzung von Cloud- und Streamingdiensten, Geschäftsanschlüssen, Onlinegaming und Onlinevideotheken genannt. Schlussendlich verlangen besonders im Privatkundenbereich stetig steigende Datenmassen für digitale Bilder (z.B. Fotoentwicklung via Internet beauftragen), Musiksammlungen und Homevideos (Stichwort HD-Camcorder) nach neuen Wegen. Ein VDSL-Anschluss kann die nötigen Datenübertragungsraten problemlos bewältigen. Besonders empfehlenswert sind die High-End-Zugänge übrigens für Familien und WG´s. Denn hier teilen sich viele Bewohner einen Anschluss. Bei Gleichzeitiger Nutzung kann es da mit einem langsamen Tarif schnell eng werden...


Kosten und Anbieter für die schnellen Anschlüsse im Überblick

Die Kosten hängen im Wesentlichen von der Art des Anschlusses ab. Ein Hauptkriterium nimmt dabei die erreichbare Datenübertragungsrate ein. Also ob die Geschwindigkeit 50, 100 oder 250 MBit/s beträgt oder auf Wunsch gleich ein TV-Anschluss (IPTV) mit enthalten ist. Eine unabhängige Tarifübersicht finden Sie hier: » VDSL Tarife vergleichen

Telekom-Receiver für Internetfernsehen (IPTV)

Telekom HD-Festplattenrekorder für IPTV - dank VDSL auch mit hochauflösendem Digital-TV


Gibt es Nachteile bei VDSL-Zugängen?

Mittlerweile gibt es in Deutschland VDSL bei allen größeren Anbietern. Zum Beispiel von der Deutschen Telekom, welche von den Lesern der Zeitschrift "connect" zum Besten Festnetzanbieter (Heft 8/2018) gekürt wurde. Lange Zeit gab es das schnelle Turbo-Internet sogar ausschließlich von der Telekom. Was bleibt, ist bis heute die relativ geringe Verfügbarkeit der VDSL-Anschlüsse. Noch sind die schnellen Internetzugänge nicht flächendeckend ausgebaut. Erst rund 75 Prozent der Bundesbürger. » hier mehr erfahren und prüfen


Darüber hinaus laufen seit einiger Zeit schon die Arbeiten am Netz der nächsten Generation. Statt, wie bei VDSL nur teilweise Glasfaserleitungen zu verwenden, erfolgt die komplette Vernetzung bis zum Endkunden über dieses Medium. Glasfaser-Flatrates mit bis zu 1000 MBit, sind aber bisher nur in ganz wenigen Orten verfügbar. Mehr dazu lesen Sie hier.

VDSL im Trend der technischen Entwicklung

VDSL- und Glasfaser-Internet repräsentieren die Breitbandtechniken von Morgen. Dass dies mehr als eine These ist, zeigen seit Jahren neue Studien zur Entwicklung des stationären Datenverkehrs weltweit. Damit einher geht ein stetig steigender Bedarf an hohen Übertragungsraten. Der Netzwerkausrüster Cisco ging in einer Studie aus dem Jahr 2017 von einer Verdreifachung des IP-basierten Datenverkehr weltweit aus. Gemessen von 1,2 Zetabyte aus dem Jahr 2016, bis hin zu 3,3 Zetabyte in 2021. Interessant an der Studie waren aber auch die Prognosen für die Entwicklung der durchschnittlich genutzten Datenübertragungsrate von 27,5 auf 53 MBit/s. Der Löwenanteil des Netzverkehrs wird in wenigen Jahren übrigens auf Videostreaming entfallen. Hier liegt das Wachstum geschätzt bei Faktor 15! Netflix und Co. lassen grüßen. Die Breitbandnetze müssen dem Trend entsprechend  stetig verbessert werden, auch in Deutschland. Etwa durch den Ausbau leistungsfähige Glasfasernetze und dem Einsatz neuer Brückentechniken, wie VDSL-Vectoring.


Die Digitale Agenda der Bundesregierung sah zudem vor, dass spätestens bis zum Jahr 2018 jeder Deutsche Haushalt Zugang zu einem Internetanschluss mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde haben soll. Ein Vorhaben was nicht ganz erreicht wurde. Das neuste Ziel der EU lautet 100 MBit für alle bis 2025. Konventionelle DSL-Anschlüsse bieten allerdings nur Übertragungsraten von maximal 16 MBit/s. Eine Alternative ist daher mittelfristig unabdingbar. VDSL ist, neben LTE und Kabel, eine davon. Denn mit einem VDSL- Anschluss, sind Werte von bis zu 250 MBit/s (via Vectoring) möglich. Glasfaser (FTTH) bringt es sogar aktuell auf 1000 MBit in der Spitze.

» Preise für VDSL Anschlüsse vergleichen
» Kabel als superschnelle Alternative
» Glasfaser-Internet: Deutschlands schnellste Internetanschlüsse


Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
© vdsl-tarifvergleich.de

Diese Internetseite verwendet Cookies. Alles zum Datenschutz