VDSL einrichten & installieren

Alles zur Inbetriebnahme Ihres neuen VDSL-Anschlusses


DSL ade und endlich schnelles Internet per VDSL? Gute Entscheidung! Doch wie schließt man eigentlich so einen VDSL-Zugang richtig an? Gibt es Unterschiede zum alten DSL beim Installieren und was sollte man sonst noch beachten? Unser großer Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, was Sie brauchen und VDSL ideal zum Laufen bringen!

Ratgeber: VDSL richtig anschließen

1.  Zwei Phasen, bis es los geht!

Grob kann man den kompletten Prozess in zwei Phasen unterteilen. a) Am Anfang steht natürlich die Bestellung und Freischaltung des VDSL-Anschlusses durch den Anbieter. Sofern Sie sich also noch nicht für einen Tarif oder Anbieter entschieden und bestellt haben, empfehlen wir zunächst hier den Blick auf unseren Vergleich. Ansonsten geht’s direkt weiter mit dem nächsten Schritt. b) Die Installation aller nötigen Kabel und Endgeräte und deren Konfiguration (WLAN, Telefon etc.) …


2. Vorbereitung der Installation

Nach erfolgter Bestellung erhalten Sie vom Anbieter Ihrer Wahl ein Bestätigungsschreiben. Darin enthalten ist ein verbindlicher Schaltungstermin. Also der Tag, an dem die technische Bereitstellung des Zugangs erfolgt. Erst dann kann man mit der Einrichtung an sich starten – vorher nicht!

In der Regel ist dafür kein Techniker nötig, daher muss man nicht zuhause sein. Die Schaltung erfolgt also ohne das Zutun des Kunden. Nur in seltenen Fällen kann es sein, dass ein Techniker in die Wohnung/Haus muss, darüber wird man aber natürlich extra informiert, samt Terminabsprache.



3. Einrichtung und Konfiguration starten (ca. 15 Min.)

Ab dem genannten Zeitpunkt, welches im Bestätigungsschreiben steht, kann es dann losgehen! Sollten Sie noch einen alten DSL-Router samt Telefon haben, funktioniert dieser nach erfolgter Neuschaltung des Anschlusses natürlich nicht mehr. Auch falls ggf. noch ein Splitter an der alten Anlage war - dieser wird schon seit Jahren nicht mehr benötigt! Er ist in jedem Fall wegzulassen.

3.1 Installation starten

Im ersten Schritt müssen wir den VDSL-Router anbinden. Das passende Kabel hierfür liegt im Regelfall dem Gerät über das Zubehör bei. Es sieht ungefähr so aus, wie auf dem folgenden Bild. Das eine Ende ist ein Telefon-TAE-F Stecker, welches in die Telefondose kommt. Bei der anderen Seite handelt es sich heute um einen RJ45 Stecker, wie man ihn von LAN-Kabeln her kennt.

DSL-Kabel an VDSL-Router anschliessen

DSL-Kabel mit TAE-Stecker links und RJ45 rechts zum Anschluss an VDSL-Router


Alles, was Sie zunächst machen müssen, ist also den Festnetzstecker in die TAE-Dose (manche sagen auch Monopol- oder VDSL-Dose) zu stecken. Die passende F-Buche befindet sich fast immer in der Mitte, sofern noch eine Dose mit 3 Buchsen installiert wurde (die anderen sind N-Codiert). Aber keine Angst – F passt auch nur auf F und N nur auf N. Zudem sind sie meist beschriftet. Das Ganze sieht dann in etwa wie auf dem folgenden Bild aus.

TAE Dose mit N-F-N Codierung


Neuere Häuser/Wohnungen haben oft sogar nur noch eine F-Buchse, da die anderen heute bei modernen IP-Anschlüssen nicht mehr benötigt werden. Dann ist es besonders einfach …

Schemata - so wird VDSL richtig angebunden

Nun nur noch das andere Ende mit dem Router verbinden! Der richtige Port ist mit „DSL“ beschriftet. Bei einigen Modellen, wo diese Beschriftung fehlt, kommt der Stecker stattdessen in LAN1. Im Zweifelsfall einfach kurz einen Blick ins Handbuch der Box werfen. Das folgende Beispiel zeigt exemplarisch den Anschluss an einen handelsüblichen Fritz!Box Router.

Kabel von der VDSL-Dose an den Router anschliessen

Kabel von der TAE-Dose an den VDSL-Router richtig anschließen


3.2 erster Zugriff auf den Router & Internet über LAN

Als nächstes den Router mit Strom versorgen und ca. 1 Minute warten. Dann können wir erstmals darauf zugreifen. Wir empfehlen für einen Test und die Erstkonfiguration die Anbindung eines PCs oder Laptop über LAN. Dazu ein entsprechendes (meist beiliegendes) Kabel mit dem Computer und einem freien LAN-Port am Router verbinden. Bei der Fritzbox sind die möglichen Buchsen gelb markiert. Das sieht dann in etwa so aus:

LAN an VDSL-Router anschliessen


Nun kann auf den Router zugegriffen werden. Dazu müssen wir als erstes den Browser aufrufen. Je nachdem, welchen Anbieter bzw. Router man hat, kommt man wie folgt in das Menü:

  • FRITZ!Box von AVM: fritz.box oder 192.168.178.1
  • Telekom Speedport: speedport.ip oder 192.168.2.1
  • O2 Homespot: o2.box oder 192.168.1.1
  • Vodafon: easy.box oder 192.168.178.1
  • 1&1: fritz.box oder 192.168.178.1

so gehts ins Rouermenü der FritzBox

Die nötigen Daten zum Login für Benutzername und Passwort (da meist passwortgeschützt), finden Sie zudem auf der Rück- oder Unterseite des Routers.


3.3 VDSL Zugangsdaten eingeben

Bevor es nun endlich losgehen und die erste Internetverbindung getestet werden kann, ist unter Umständen noch die Eingabe der VDSL-Zugangsdaten nötig. Bei manchen Anbietern, wie O2, ist alles schon vorkonfiguriert so dass man nicht mehr selbst tätig werden muss. Zumindest, falls das Endgeräte mit vom Anbieter bezogen wird. Der Zugang richtet sich beim ersten Start dann sozusagen selbst ein, was kurz dauern kann.

Verwendet man einen eigenen Router, müssen die Kundendaten aber einmalig eingegeben werden. Folgend zeigen wir dies kurz am Beispiel einer FritzBox.

Die Dt. Telekom, und einige andere Provider verschicken die nötigen Daten in einem separaten Brief vor der Freischaltung. Bei der Telekom enthält dieser eine Zugangsnummer, ein persönliches Kennwort, sowie eine Anschlusskennung. Nun in die Fritzbox wie oben beschrieben einloggen und ins Untermenü "Internet" -> "Zugangsdaten". Bei anderen Routern verhält es sich ähnlich oder die Daten werden beim ersten Start direkt abgefragt.


Telekom VDSL-Zugangsdaten in der FrtizBox eintragen

Telekom VDSL-Zugangsdaten in der Fritz!Box eintragen


Ob die Verbindung steht und mit welchen Parametern, lässt sich bei der FritzBox im Menü "Internet" -> "DSL-Informationen" einsehen. Zum Beispiel schätzt die Box eigenständig die maximal mögliche Down- und Uploaddatenrate der Leitung und zeigt den Verbindungstypus. Hier im Beispielbild VDSL50 mit 10 MBit Upload und VDSL2 nach Profil 17a und Vectoring.

VDSL-Verbindungs-Eckdaten in der FritzBox anzeigen lassen

VDSL-Verbindungs-Eckdaten in der FritzBox anzeigen lassen


3.4 Telefon anschließen

Soll ein Festnetztelefon betrieben werden, ist dies ebenfalls mit zwei Handgriffen angebunden. Einfach den mitgelieferten TAE-Stecker in die am Router vorgesehene Buchse und das Gegenstück (RJ11) ins Telefon. Oder aber RJ11 an der Box mit RJ11 am Telefon – je nach Ausstattung.


Telefon an VDSL-Router anschliessen - hier über RJ11 an Fritzbox

Telefon an VDSL-Router anschliessen - hier über RJ11 an Fritzbox


3.5 WLAN einrichten

Praktisch alle VDSL-Router sind heutzutage schon startfertig vorkonfiguriert was das WIFI angeht. Die nötigen Eckdaten (SSID, Passwort) findet man auf der Rück- bzw. Unterseite. Um sämtliche Endgeräte im Haushalt zu verbinden, braucht es zunächst natürlich die SSID (Name) des WLAN-Netzes, welches vom Router erstellt wurde (z.B. „WLAN-EE45e“ oder „Easybox-80454“).

Die SSID des eigenen WLAN-Routers wählen: Links Liste unter Windows, rechts am Smartphone (Beispiel):

Beispiel-Liste SSIDs lokaler Netze - eigenes auswählen

Verbinden Sie nun das Endgerät Ihrer Wahl mit dieser SSID. Es folgt wie gewohnt die Abfrage des Passworts. Dieses finden Sie ebenfalls auf der Rückseite des Routers. Dort ist auch der Name des Netzwerkes genannt. Danach sollte die Verbindung aufgebaut werden. Sofern die Box fertig mit dem Internet verbunden ist (siehe 3.3), müsste nun auch an diesem Gerät der Internetzugang bestehen. Am besten gleich austesten!

4. Leitungsprobe mit dem Speedtest

Sofern das WLAN richtig eingerichtet ist und funktioniert, ist nun noch ein erster Speedtest sinnvoll. Er hilft, den aktuellen Status quo in Sachen Performance zu ermitteln. Je nachdem, welchen Anschluss bzw. Tarif sie gebucht haben (50, 100 oder 250 MBit), sollten wenigstens 60-80 Prozent der Leistung auch ankommen. Bei Werten deutlich darunter können mehrere Faktoren ursächliche sein, dass der VDSL-Anschluss zu langsam ist. Viele liegen dabei selbst im Einflussbereich des Kunden – nicht immer ist der Anbieter schuld.


5. gegebenenfalls optimieren

Die gängigsten, bremsenden Faktoren sind: falsche, alte LAN-Kabel und Netzwerkkarten und zu alte Computer/Endgeräte. Etwa, da diese nur veraltete WLAN-Standards, wie 802.11n (WIFI4) oder noch älter unterstützen. Welche Möglichkeiten es gibt, solchen Speed-Bremsen auf die Schliche zu kommen und entsprechend zu beheben, zeigen wir hier. Sofern alles keine Besserung bringt, kann dann auch eine Beschwerde beim Provider in Betracht gezogen werden.

Weiterführendes

» Was ist die Höchstgeschwindigkeit bei VDSL?
» maximale Leitungslänge bei VDSL
» VDSL oder doch lieber Glasfaser?
» VDSL Router optimal positionieren
» Ist VDSL noch zeitgemäß?


Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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