Wer bietet VDSL?

VDSL Anbieter Deutschlands im Überblick


Anbieter für VDSL-Internet

August 2021: Hier finden Sie alle Anbieter für VDSL-Internet in der Übersicht. Dazu wichtige Fakten, etwa zur Vertragslaufzeit und besonderen Merkmalen. Des Weiteren besteht direkt die Möglichkeit zur Prüfung der Verfügbarkeit beim Anbieter und die Durchführung eines Tarifvergleiches. Und Sie erhalten wertvolle Infos über aktuelle Testberichte.

In den letzten Jahren hat die Vielfalt der Angebote stark zugenommen. Lange Zeit lag die Zahl der VDSL-Anbieter recht deutlich unter denen für DSL. Heute verhält es sich genau anders herum! Praktisch alle größeren Breitbandanbieter führen mittlerweile schnelle VDSL-Zugänge im Angebot, aber längst nicht mehr jeder bietet langsame DSL-Tarife mit 16 MBit oder weniger.

Im Zuge der fortschreitenden Marktkonsolidierung, ist aber die Vielfalt insgesamt recht überschaubar. Der positive Effekt für Verbraucher: Mehr Übersichtlichkeit und Transparenz. Im Folgenden haben wir für Sie eine Kurzübersicht aller Anbieter mit einigen wichtigen Eckdaten zusammengestellt.


Dt. Telekom

  • Telekom-Telefonanschluss nötig (im Preis bereits enthalten)
  • moderne und zukunftsweisende Angebote, wahlweise mit TV (IPTV)
  • VDSL-Tarife mit 50 MBit bis 250 MBit via (Super-) Vectoring
  • derzeit beste Verfügbarkeit (ca. 80 Prozent)
  • regelmäßig tolle Vorteilsaktionen für Onlinebesteller
  • etwas höhere Preise als Konkurrenz - dafür bestes Netz und Service
  • 2 Jahre Vertragslaufzeit
  • Leserwahl "connect" 2018 (8/18) - Platz 1
Die VDSL-Angebote der Telekom gibt es als Tripleplay-Pakete mit digitalem Fernsehen (MagentaTV) oder als einfache Doppelflat-Variante. Letztere beinhalten keinen TV-Anschluss, sondern nur eine Surf- und Festnetzflat. Die Tarife dazu heißen "Magenta Zuhause".


1und1

  • basiert vor allem auf Bitstream bzw. VDSL-Resale der Dt. Telekom
  • bietet ebenfalls TV-Anschluss per IPTV (relativ teuer)
  • Verfügbarkeit deckt sich mit der Telekom (überwiegend Resale)
  • VDSL bereits ab 29.99 € monatlich + gute Hardware (AVM)
  • Vectoring-Tarife mit bis zu 250 MBit im Angebot
  • auf Wunsch auch mit kurzer Mindestvertragslaufzeit (3 Monate)
  • Leserwahl "connect" 2018 (8/18) - Platz 2
Die VDSL-Tarife von 1&1 zeichnen sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Zudem können Verbraucher hier bei Bedarf von einer reduzierten Mindestvertragslaufzeit profitieren. Auch in punkto Router ist 1und1 seit jeher vorbildlich. Zur Wahl stehen mehrere Modelle aus der deutschen Router-Schmiede „AVM“. Das IPTV-Angebot "1&1 HD TV" ist zu teuer, wenn man ähnliche Features wie bei MagentaTV wünscht ...


Vodafone

  • gute Preise und tolle Sonderaktionen bei Onlinebestellung
  • Tarife mit 50 MBit bis 250 MBit/s (Vectoring & Supervectoring)
  • optional bis 1000 MBit per Kabelanschluss
  • optional auch mit IPTV-Paket namens Giga TV Net (ebenfalls recht teuer)
  • gute Alternativen wenn kein (V)DSL verfügbar (Kabel oder Gigacube)
  • 24 Monate Vertragslaufzeit
  • Leserwahl "connect" 2018 (8/18) - Platz 5
Vodafone ist seit der Übernahme von Kabel-Deutschland der bundesweit größte Anbieter für Kabel-Internet. Aber auch VDSL-Tarife können über den Anbieter gebucht werden. Wie bei der Telekom oder 1&1 optional mit TV-Anschluss. Die Datenrate beträgt bis zu 250 MBit per (V)DSL bzw. 1000 per Kabelanschluss. Interessenten empfehlen wir daher per Test auf der Anbieterseite zu ermitteln, welche Möglichkeiten am Wohnort individuell bestehen.


O2 Telefónica

  • VDSL bereits ab 29.99 € monatlich
  • sehr günstig
  • Anbieter mit eigenem VDSL-Netz (O2 Telefónica) welches durch eine Kooperation mit der Telekom in der Verfügbarkeit ergänzt wird
  • bietet Tarife mit 10, 50, 100 bis 250 MBit per (Super-)Vectoring
  • schnelle Alternativen, falls kein VDSL verfügbar ist per LTE/5G, Kabel oder Glasfaser
  • optional ohne Mindestvertragslaufzeit
  • Streaming-TV Anschluss (via waipu.tv) zubuchbar ab 4.99 € im Monat
  • Leserwahl "connect" 2018 (8/18) - Platz 4
Auch O2 ergänzt die Reichweite des eigenen Netzes durch eine Kooperation mit der Telekom. Die Verfügbarkeit ist somit als gut zu bezeichnen. Wer mit einem der Angebote liebäugelt, sollte direkt beim Anbieter einen Verfügbarkeitscheck durchführen.


congstar

  • Tochter der Dt. Telekom - daher Verfügbarkeit praktisch identisch mit Telekom
  • Tarife auch ohne Vertragslaufzeit erhältlich
  • sehr dürftiges Angebot und nicht mehr zeitgemäß (langsam und teuer)


Weitere VDSL-Anbieter

Neben den oben genannten großen und bekannten Vertretern der Telekommunikationsbranche, gibt es noch einige weitere, meist regional agierende Unternehmen, welche VDSL-Zugänge anbieten. Hier sei zunächst M-net genannt. Das Unternehmen offeriert die schnellere DSL-Variante in weiten Teilen Bayerns auf Basis eigener Glasfasernetze. Bei Netcologne handelt es sich ebenfalls um einen Regionalprovider im Ruhrpott. Besonders in und um Bonn, Köln und Düsseldorf sind VDSL und Glasfaseranschlüsse verfügbar. EWE hingegen agiert im Nordosten des Landes.

Alle drei Unternehmen bevorzugen beim Ausbau übrigens echtes Glasfaser, so dass VDSL nur in noch nicht komplett mit Fiber erschlossenen Gebieten eingesetzt wird. Daher profitieren Kunden hier teils von noch weit höheren Datenraten! Folgend haben wir für Sie noch eine kleine Übersichtstabelle der wichtigsten Anbietereckdaten zusammengestellt.

Anbieter Down | Up MBit VDSL bis FTTH (Glasfaser)
Dt. Telekom 250 | 40 MBit Supervectoring ja
1und1 250 | 40 MBit Supervectoring ja (noch sehr marginal)
Vodafone 250 | 40 MBit Supervectoring ja (noch sehr marginal)
O2 Telefonica 250 | 40 MBit Supervectoring ja (noch sehr marginal)
congstar 100 | 40 MBit VDSL2 nein
M-net 100 | 40 MBit Vectoring ja
netcologne 250 | 40 MBit Supervectoring ja
EWE 100 | 40 MBit Vectoring ja

Hinweise: Die zweite Spalte zeigt an, wie doch die maximale Download- und Uploadrate beim genannten Anbieter ausfällt. Spalte 3 gibt an, ob VDSL-Tarife auf Vectoring- (100 MBit) bzw. Supervectoringbasis (250 MBit) bereitgestellt werden. In der letzten Spalte haben wir verzeichnet, ob der Anbieter auch echte Glasfaseranschlüsse bietet bzw. ausgebaut hat.

Warum gibt es vergleichsweise wenige VDSL-Provider?

Einige Leser werden sich vielleicht schon gefragt haben, warum gibt es relativ wenige VDSL-Anbieter mit nennenswerter Verfügbarkeit? Immerhin agieren hierzulande über 50 Mobilfunkmarken. Die Antwort ist einfach, denn die nötige, finanzielle Grundlage, ein solches Netz zu betreiben und zu pflegen, weisen nur sehr wenige Unternehmen auf - etwa Vodafone oder die Deutsche Telekom. Zwar können Leitungen von der Telekom angemietet werden, aber die möglichen Margen fallen im hartumkämpften Breitbandmarkt dann sehr gering aus. Weitere überregionale Kandidaten stehen unserer Ansicht nach daher aktuell nicht auf der „Warteliste“.

Welcher Anbieter bietet VDSL mit einer FritzBox?

Oft werden wir gefragt, welche der genannten Unternehmen denn zu ihren Tarifen eine neue AVM Fritz!Box dazu bieten. Entweder kostenlos oder vergünstigt? Immerhin gehörten die Router hierzulande zu den beliebtesten überhaupt – nicht ohne Grund. Leider hat die Qualität aber ihren Preis, so dass etliche Anbieter in der Vergangenheit Neukunden mit Sonderangeboten gelockt haben, wie eben einer kostenlosen FritzBox. Doch gibt es solche Tarife noch und wenn ja, lohnt das wirklich? All das zeigt hier unser Ratgeber zu diesem Thema.

Fritz!Box zum VDSL-Anschluss gratis?

Vectoring & Supervectoring: Wer bietet die superschnelle VDSL-Technik?

Hinter Vectoring steht im Wesentlichen eine Verbesserung des ursprünglichen VDSL-Standards. Durch mehrere technische Maßnahmen, kann die Datenrate im besten Fall auf 100 MBit verdoppelt werden. Federführend beim Vectoring-Ausbau ist wiederum die Deutsche Telekom. Da Vodafone und O2, wie im vorherigen Abschnitt schon erwähnt, entsprechende Nutzungsvereinbarungen geschlossen haben, profitieren Nutzer aller Anbieter von den höheren Datenraten. Resale-Anbieter wie 1&1 oder O2 ja ohnehin. Seit 7 Jahren bieten alle Provider Tarife per Vectoring, wenn auch noch nicht in allen Regionen Deutschlands. Auch künftig erwarten wir für die Verbraucher keine Vor- oder Nachteile hinsichtlich der Anbieterwahl. Doch es kommt noch besser. Im August 2018 wurde mit dem Nachfolger „Supervectoring“ ein weiterer Quantensprung erreicht. Mit diesem Verfahren können die VDSL-Anbieter sogar Tarife mit bis zu 250 MBit/s vertreiben.




Markt und Provider im Wandel

Der hiesige VDSL-Markt war bis 2009 leider nur durch einen Monopolisten besetzt - der Deutschen Telekom. Mit anderen Worten: Es gab nur einen Anbieter, über den interessierte Kunden VDSL beziehen konnten. Konkurrenten, wie 1und1, warteten lange auf ein "OK" der Telekom, um deren Leitungen nutzen zu können. Im Sommer 2009 war es schließlich soweit. Die Telekom lenkte ein und verkündete im März 2009 die Bereitschaft, zu einer Öffnung des Marktes. Der Druck von der EU-Kommission und der Bundesnetzagentur auf die Bundesregierung (welche die Telekom bis dahin deckte) wurde anscheinend zu groß.

Streitpunkte sind bis heute immer wieder die Gebühren für die Nutzung des Netzes. Wahrscheinlich ein maßgeblicher Aspekt für die Entscheidung Vodafones im Februar 2011, künftig kein VDSL mehr über Bitstream-Zugänge anzubieten und stattdessen in unternehmenseigene Netze zu investieren - Stichwort: Übernahme von Kabel Deutschland. Eine Entscheidung, welche die Düsseldorfer aber im Mai 2013 wieder revidierten und eine erneute Zusammenarbeit mit der Telekom vereinbarten. Diese gilt gleichsam für die VDSL-Vectoring-Anschlüsse. Auch seitens o2 gibt es entsprechende Vereinbarungen.


Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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