Wer bietet VDSL?

VDSL Anbieter Deutschlands im Überblick


Anbieter für VDSL-Internet
Dezember 2018: Hier finden Sie alle Anbieter für VDSL-Internet in der Übersicht. Dazu wichtigste Fakten, etwa zur Vertragslaufzeit und besonderen Merkmalen. Des Weiteren besteht direkt die Möglichkeit zur Prüfung der Verfügbarkeit beim Anbieter und die Durchführung eines Tarifvergleiches. Und Sie erhalten wertvolle Infos über aktuelle Testberichte.

In den letzten Jahren hat die Vielfalt der Angebote stark zugenommen. Lange Zeit lag die Zahl der VDSL-Anbieter recht deutlich unter denen für DSL. Dieser Abstand ist, nicht zuletzt durch zahlreiche Übernahmen, mittlerweile deutlich geschrumpft. Praktisch alle größeren Breitbandanbieter führen heute schnelle VDSL-Zugänge im Angebot. Im Zuge der fortschreitenden Marktkonsolidierung, ist Vielfalt mittlerweile insgesamt recht überschaubar. Der positive Effekt für Verbraucher: Mehr Übersichtlichkeit und Transparenz. Im Folgenden haben wir für Sie eine Kurzübersicht aller Anbieter mit einigen wichtigen Eckdaten zusammengestellt.


1.

Telekom

Deutsche Telekom
  • Telekom-Telefonanschluss nötig (im Preis bereits enthalten)
  • moderne und zukunftsweisende Angebote, wahlweise mit TV (IPTV)
  • VDSL-Tarife mit 50 MBit bis 250 MBit via (Super-) Vectoring
  • derzeit beste Verfügbarkeit (ca. 75 Prozent)
  • regelmäßig tolle Vorteilsaktionen für Onlinebesteller
  • etwas höhere Preise als Konkurrenz - dafür bestes Netz und Service
  • 24 Monate Vertragslaufzeit
  • Leserwahl "connect" 2018 (8/18) - Platz 1

Die VDSL-Angebote der Telekom gibt es als Tripleplay-Pakete mit digitalem Fernsehen (MagentaTV) oder als Doppelflat-Variante. Letztere enthalten keinen TV-Anschluss und nur eine Surf- und Festnetzflat. Die Tarife dazu heißen "Magenta Zuhause".



2.


1und1 

1und1
  • basiert vor allem auf Bitstream bzw. VDSL-Resale der Dt. Telekom
  • bietet seit 2018 neuen, eigenen TV-Anschluss per IPTV
  • Verfügbarkeit deckt sich mit der Telekom (überwiegend Resale)
  • VDSL bereits ab 29.99 € monatlich + gute Hardware (AVM)
  • Vectoring-Tarife mit bis zu 250 MBit im Angebot
  • auf Wunsch auch mit kurzer Mindestvertragslaufzeit (3 Monate)
  • Leserwahl "connect" 2018 (8/18) - Platz 2
» Details & Tarife zum Angebot     » Verfügbarkeit     » Tarifvergleich

Die VDSL-Tarife von 1&1, zeichnen sich durch ein gutes Preis/Leistungsverhältnis aus. Zudem können Verbraucher hier bei Bedarf von einer reduzierten Mindestvertragslaufzeit profitieren. Auch in Punkto Router ist 1und1 seit jeher vorbildlich. Zur Wahl stehen mehrere Modelle aus der deutschen Router-Schmiede „AVM“.




3.


Vodafone

Vodafone
  • gute Preise und tolle Sonderaktionen bei Onlinebestellung
  • Anbieter kombiniert eigenes VDSL-Netz und kooperiert mit der Telekom
  • Tarife mit 50 MBit bis 250 MBit/s (Vectoring & Supervectoring)
  • optional bis 1000 MBit per Kabelanschluss
  • optional auch mit IPTV (Vodafone TV)
  • 24 Monate Vertragslaufzeit
  • Leserwahl "connect" 2018 (8/18) - Platz 5
» Details & Tarife zum Angebot     » Verfügbarkeit     » Tarifvergleich

Vodafone ist seit der Übernahme von Kabel-Deutschland der bundesweit größte Anbieter für Kabel-Internet. Aber auch VDSL-Tarife können über den Anbieter gebucht werden. Wie bei der Telekom und 1&1 optional mit TV-Anschluss. Die Datenrate beträgt bis zu 500 MBit per (V)DSL bzw. 1000 per Kabelanschluss. Interessenten empfehlen wir daher per Test auf der Anbieterseite zu ermitteln, welche Möglichkeiten am Wohnort individuell bestehen.



4.


O2


zu www.o2online.de     
  • VDSL bereits ab 29.99 € monatlich
  • sehr günstig
  • Anbieter mit eigenem VDSL-Netz (O2 Telefónica) welches durch eine Kooperation mit der Telekom in der Verfügbarkeit ergänzt wird
  • bietet Tarife mit 25, 50 MBit bis 100 MBit (per Vectoring)
  • Telefonanschluss deckt sogar Mobilfunkgespräche mit ab (Allnet)
  • optional ohne Mindestvertragslaufzeit
  • leider kein IPTV mehr im Angebot (-)
  • Leserwahl "connect" 2018 (8/18) - Platz 4
» Details & Tarife zum Angebot      » Verfügbarkeit      » Tarifvergleich


Auch O2 ergänzt die Reichweite des eigenen Netzes durch eine Kooperation mit der Telekom. Die Verfügbarkeit ist somit als gut zu bezeichnen. Wer mit einem der Angebote liebäugelt, sollte direkt beim Anbieter einen Verfügbarkeitscheck durchführen. Als Besonderheit bei O2 gilt die Festnetzflat. Denn hier sind nicht nur Gespräche innerhalb des Festnetzes frei, sondern auch Anrufe ins dt. Mobilfunknetz.




5.


congstar

    
  • Tochter der Dt. Telekom - daher Verfügbarkeit praktisch identisch mit Telekom
  • Tarife auch ohne Vertragslaufzeit erhältlich
  • sehr dürftiges Angebot
» Details & Tarife zum Angebot     » Verfügbarkeit     » Tarife


Weitere VDSL-Anbieter

Neben den oben genannten, großen und bekannten Vertretern der Telekommunikationsbranche, gibt es noch einige weitere, meist regional agierende Unternehmen, welche VDSL-Zugänge anbieten. Hier sei zunächst M-net genannt. Das Unternehmen offeriert die schnellere DSL-Variante in weiten Teilen Bayerns auf Basis eigener Glasfasernetze. Bei Netcologne handelt es sich ebenfalls um einen Regionalprovider im Ruhrpott. Besonders in und um Bonn, Köln und Düsseldorf sind VDSL und Glasfaseranschlüsse verfügbar. EWE hingegen agiert im Nordosten des Landes. Alle drei Unternehmen bevorzugen beim Ausbau übrigens echtes Glasfaser, so dass VDSL nur in noch nicht komplett mit Fiber erschlossenen Gebieten eingesetzt wird. Daher profitieren Kunden hier teils von noch weit höheren Datenraten! Folgend haben wir für Sie noch eine kleine Übersichtstabelle der wichtigsten Anbietereckdaten zusammengestellt.

Anbieter Down | Up MBit VDSL bis FTTH Verfügbarkeit Ausrichtung
Dt. Telekom 250 | 40 MBit Supervectoring ja ca. 30 Mio. HH bundesweit
1und1 250 | 40 MBit Supervectoring ja ca. 30 Mio. HH bundesweit
Vodafone 100 | 40 MBit Supervectoring nein ca. 30 Mio. HH bundesweit
O2 Telefonica 100 | 40 MBit Vectoring nein ca. 30 Mio. HH bundesweit
congstar 100 | 40 MBit VDSL2 nein ca. 30 Mio. HH bundesweit
M-net 100 | 40 MBit Vectoring ja ca. 60 Tsd. HH regional
netcologne 250 | 40 MBit Vectoring ja ca. 260 Tsd. HH regional
EWE 100 | 40 MBit Vectoring ja ? regional

Hinweise: Die zweite Spalte zeigt an, wie doch die maximale Download und Uploadrate beim genannten Anbieter ausfällt. Spalte 3 gibt an, ob VDSL-Tarife auf Vectoring bzw. Supervectoringbasis bereitgestellt werden. Ergänzend finden Sie in Spalte 4 die Angabe, ob und wann Supervectoring (bis 250) zur Verfügung gestellt wird.

Warum gibt es vergleichsweise wenige VDSL-Provider?

Einige Leser werden sich vielleicht schon gefragt haben, warum gibt es relativ wenige VDSL-Anbieter mit nennenswerter Verfügbarkeit? Immerhin agieren hierzulande über 50 Mobilfunkmarken. Die Antwort ist einfach, denn die nötige finanzielle Grundlage ein solches zu betreiben und zu pflegen, weisen nur sehr wenige Unternehmen auf - etwa Vodafone oder die Deutsche Telekom. Zwar können Leitungen von der Telekom angemietet werden, die Margen fallen im hartumkämpften Breitbandmarkt aber dann sehr gering aus. Weitere überregionale Kandidaten stehen unserer Ansicht nach daher aktuell nicht auf der „Warteliste“.




Vectoring & Supervectoring: Wer bietet die superschnelle VDSL-Technik?

Hinter Vectoring steht im Wesentlichen eine Verbesserung des ursprünglichen VDSL-Standards. Durch mehrere technische Maßnahmen, kann die Datenrate im besten Fall auf 100 MBit verdoppelt werden. Federführend beim Vectoring-Ausbau ist wiederum die Deutsche Telekom. Da Vodafone und O2, wie im vorherigen Abschnitt schon erwähnt, entsprechende Nutzungsvereinbarungen geschlossen haben, profitieren Nutzer aller Anbieter von den höheren Datenraten. Resale-Anbieter, wie 1&1 oder O2 ja ohnehin. Seit 4 Jahren bieten alle Provider Tarife per Vectoring, wenn auch noch nicht in allen Regionen Deutschlands. Auch künftig erwarten wir für die Verbraucher keine Vor- oder Nachteile hinsichtlich der Anbieterwahl. Doch es kommt noch besser. Im August 2018 wurde mit dem  Nachfolger „Supervectoring“ ein weiterer Quantensprung erreicht. Mit diesem Verfahren können die VDSL-Anbieter sogar Tarife mit bis zu 250 MBit/s vertreiben.


Markt und Provider im Wandel

Der hiesige VDSL-Markt war bis 2009 leider nur durch einen Monopolisten besetzt - der Deutschen Telekom. Mit anderen Worten: Es gab nur einen Anbieter, über den interessierte Kunden VDSL beziehen konnten. Konkurrenten, wie 1und1, warteten lange auf ein "OK" der Telekom, um deren Leitungen nutzen zu können. Im Sommer 2009 war es schließlich soweit. Die Telekom lenkte ein und verkündete im März 2009 die Bereitschaft, zu einer Öffnung des Marktes. Der Druck von der EU-Kommission und der Bundesnetzagentur auf die Bundesregierung (welche die Telekom bis dahin deckte), wurde anscheinend zu groß. Streitpunkte sind bis heute immer wieder die Gebühren für die Nutzung des Netzes. Wahrscheinlich ein Grund dafür war wohl die Entscheidung von Vodafone im Februar 2011, künftig kein VDSL mehr über Bitstream-Zugänge anzubieten und stattdessen in unternehmenseigene Netze zu investieren. Eine Entscheidung, welche die Düsseldorfer im Mai 2013 wieder revidierten und eine erneute Zusammenarbeit mit der Telekom vereinbarten. Diese gilt gleichsam für die VDSL-Vectoring-Anschlüsse. Auch seitens o2 gibt es entsprechende Vereinbarungen.

Drosselung: Welche Anbieter wollen weiter "echte Flatrates" bieten?

Es war ein Paukenschlag, als die Telekom Mitte 2013 ankündigte, ab 2016 auch bei VDSL eine Datendrosselung einführen zu wollen. Zwischenzeitlich ist der Konzern bekanntlich von seinem Vorhaben wieder abgerückt. Es gibt sie aber dennoch, auch bei VDSL-Anbietern! Gemeint ist die sogenannte Datendrosselung. Wer dem ausweichen möchte, sollte vorsorglich nach anderen Anbietern Ausschau halten. Welche das sind, erfahren Sie hier.



Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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