« News Übersicht
07. 09. 2022

Internet ohne Festnetz | Was gibt es 2022 für Tarife?

von:

Redaktion vdsl-tarifvergleich.de

Sie suchen einen schnellen, günstigen Internetanschluss ohne Ballast wie Telefonflat, Virensuite und anderen unnötigen Schickschnack? Oder wo man komplett aufs Festnetz verzichten kann? Solche Tarife gibt es tatsächlich, allerdings sehr wenige. Wir zeigen, wer solche „Single-Flats“ im Angebot hat und was diese kosten. Zudem zeigen wir Perspektiven auch, wie man vollkommen ohne Festnetztechniken preiswert ins Internet kommt.

 

Surfen ohne Festnetzanschluss

Ohne Festnetz – zwei Sachen können gemeint sein

Im Prinzip kann „ohne Festnetz“ zwei verschiedene Bedeutungen haben. 1) Wenn man einen Surf-Tarif ohne Telefon, also Festnetz sucht. Oder aber 2) einen funkbasierten Internetanschluss, komplett ohne kabelbasierte Breitbandtechnik. Wir behandeln folgend beide Fälle nacheinander…

1. Internetzugänge ohne Telefon

Solo-Flats | Surfen ohne Ballast

Nein, mit dem Beziehungsstatus hat eine Solo-Flat natürlich nichts zu tun! Gemeint sind Internet-Tarife, bei denen man nur für die reine Datenflat bezahlt und keinen Telefonanschluss samt Festnetzflat mit inbegriffen ist. Manche sprechen auch von „nur Internet“ oder „Internet only“ Tarifen. Leider handelt es sich auch 2022 bei gut 90 Prozent aller Angebote am Markt um Doppelflats, wo Internet und Telefon fest gebündelt vertrieben werden. Auch wenn man persönlich diese Kombi nicht möchte oder benötigt. Immerhin ist die Festnetzkomponente nämlich keinesfalls kostenlos, auch wenn das die Werbung gerne suggeriert.

Wozu reine Internet-Tarife?

Immer mehr Menschen verzichten aus naheliegenden Gründen auf einen Festnetzanschluss daheim – für viele ein Relikt aus alter Zeit. Wer kein Fax oder sonstige Dienste braucht (Notruf- oder Kassensysteme), kann getrost auf den Strippenanschluss verzichten. Nicht nur wegen möglicher Preisvorteile, auf die wir noch zu sprechen kommen. Gerade Haushalte mit Bewohnern unter 30 Jahren telefonieren heute fast ausschließlich per Smartphone. Schließlich decken die meisten Handytarife heute, dank Allnetflat, sämtliche Gespräche innerhalb Deutschlands und sogar EU-weit ab. Beim Festnetztelefon hat man nicht nur eine zusätzliche Rufnummer, sondern auch mehr Kosten. Vor allem Telefonate von zuhause aufs Handy, lassen sich die Provider noch teuer bezahlten. Um die 20-30 Cent fallen hier pro Minute an. Ein 30 Minuten-Gespräch, entspricht dann schon einer günstigen Handy-Allnetflat. Wozu also Geld verbrennen?

Kostenersparnis

Vergleicht man diverse Tarife mit und ohne Festnetzflat, kommt man im Schnitt auf einen Sparbetrag von 5 Euro monatlich. Fünf Euro, die man jedem Monat als Aufpreis für Doppelflat-Tarife, im Vergleich zu Angeboten nur mit Internetflat, bezahlt. Wer den Anschluss ohnehin nicht nutzen will, zahlt also im Jahr 60 Euro für nichts! Naheliegend ist daher die Buchung von Tarifen ohne Telefon!

Anbieter und Möglichkeiten

Tarife vergleichen

Leider haben die Anbieter die Doppelflat Bündel-Tarife als zuverlässige Einnahme entdeckt, so dass nur sehr wenig Unternehmen in Deutschland überhaupt noch reine Surf-Pakete bieten. Im Einzelnen haben wir fünf größere Provider recherchiert – einer davon ist ein Kabel-Anbieter. Namentlich handelt es sich bei den 5 Anbietern um Vodafone, PYUR (regional), M-Net (regional) und Netcologne (regional) und Maingau (regional). Als einziger bundesweiter Provider kommt demnach Vodafone infrage. Die anderen bieten die Leistung nur lokal in einigen Städten/Bundesländern.

 

Vodafone: Lange Zeit führte Vodafone leider keine „Internet-Only“ Tarife. Mittlerweile gibt es immerhin zwei Tarife per VDSL. Einmal „RED Internet 100 DSL“ sowie (neu seit 2021) „RED Internet 250 DSL“. Der Anschluss stellt also wahlweise VDSL mit maximal 100 MBit/s bzw. 250 MBit/s bereit. Los gehts bereits ab 34.99 € monatlich. Zum Vergleich: Die Doppelflat mit Telefonie kostet 39.99 €. Für den besonders schnellen 250´er Tarif berechnet Vodafone 44.99 €. Bestellung hier unter www.vodafone.de/nurinternet.

 

RED 100 Tarif ohne Telefon

 

PYUR: Die Privatkundenmarke von TeleColumbus bietet das unserer Meinung nach überzeugendste Angebot. PYUR führt gerade einmal vier verschiedene Tarife, welche zudem völlig ohne Festnetz auskommen. Optional können sich Kunden gegen Aufpreis eine Festnetzflat hinzubuchen, müssen dies aber selbstverständlich nicht. Dementsprechend günstig sind auch die Offerten. Die 200 MBit Flat gibt es schon für 33 Euro monatlich. Der schnellste Tarif bietet sogar satte 1000 MBit. Noch gibts die Anschlüsse aber längst nicht bundesweit. Verfügbarkeitscheck und mehr Infos hier unter www.pyur.com.

 

M-Net: Der Regionalprovider in Bayern hat sechs reine Surf-Tarife in der Angebotspalette. 25 bis 1000 MBit können so unter der Adresse www.m-net.de gebucht werden. Auch findet sich dort ein Verfügbarkeitscheck. 50 MBit starten ab 29.90 Euro.

 

Netcologne: Auch hier handelt es sich, wie der Name schon andeutet, um einen Regionalprovider. Im Großraum Köln/Bonn und Aachen, bietet Netcologne (www.netcologne.de) Internet-Flats ohne Telefon ab 29.95 € im Monat, auch auf Basis von VDSL.

 

Maingau: Der letzte Regionalanbieter mit Internet-Tarifen ohne Festnetz den wir vorstellen wollen ist die „Maingau“. Das Einzugsgebiet liegt in der Rhein-Main-Region. Im Angebot sind drei VDSL-Tarife mit 50, 100 oder 250 MBit/s – je zunächst ohne Sprachflat. Bei Bedarf kann diese aber für 4 € später jederzeit nachgebucht werden. 100 MBit/s kosten 39.95 € im Monat. Zudem locken bei Bestellung hier unter www.maingau.de/dsl viele lohnende Neukundenrabatte.

 

 

AnbieterVodafoneM-net   Netcologne PYUR  
AnschlusstechnikVDSLVDSL/FTTHVDSL/FTTHKabel
Datenrate (VDSL)100 - 250 MBit/s50-250 MBit/s (FTTH mehr)50-250 MBit/s (FTTH mehr)bis 1000 MBit (Kabel)
Tarife ohne Telefonflatjajajaja
Laufzeit24 Monate24 Monate1 - 24 Monate3 Monate
Kosten34,99 € / 44.95 (nur 2 Tarife)ab 29,90 €ab 29,95 €ab 22 €
Besonderheitenoptional mit TVoptional mit TVoptional mit TVpreiswert
Unsere Wertung5 von 54 von 54 von 55 von 5
zum Anbieter» zum Angebot» zu M-Net» zu Netcologne» zu PYUR

Unser Fazit zu den telefonlosen Tarifen

Wer ohnehin nur mit dem Smartphone telefoniert, kann auch den guten alten Festnetzanschluss daheim verzichten. Das spart im Schnitt 60 Euro jährlich. Einzig die etwas dürftige Auswahl an Anbietern, macht es Interessenten nicht gerade leicht. Eigentlich finden wir es unverständlich, warum Provider heute jedem eine Festnetzflat geradezu aufbürden, telefonieren viele doch längst ohne Festnetz nur mit dem Smartphone!

2. Internetzugänge ohne festnetzbasierte Techniken via Funk

Man kann sich heute tatsächlich nicht nur des Telefonanschlusses entledigen, sondern gleich auch komplett vom Festnetz verabschieden. Also jedwede kabelbasierte Breitbandtechniken, die entweder über Kupfer- oder Glasfasernetze funktionieren. Konkret (V)DSL-, Kabel- oder Glasfaseranschlüsse. Stattdessen wird die Datenübertragung per Funk realisiert. Moderne LTE- oder sogar 5G-Netze stemmen locker 100-1000 MBit/s – je nach lokalem Ausbaustand – und sind fast überall verfügbar. Daher auch in Gegenden, welche noch nicht über VDSL oder Glasfaser versorgt wurden. Der Kunde muss nur eine SIM, mit entsprechendem Tarif, in einen LTE- bzw. 5G-Router legen und es kann losgehen!

 

Heim-Tarife auf Mobilfunkbasis gibt es ab ca. 30 € monatlich. Sie werden aktuell angeboten von Vodafone (Gigacube), Congstar (Homespot), O2 (My Home LTE) oder der Dt. Telekom über die Speedbox-Pakete. Alle Angebote, ausgenommen O2, bieten übrigens keine Telefoniemöglichkeit. Man kann aber durchaus per VOIP telefonieren oder skypen…

 

Internet über Funk ohne Festnetz

Highspeed-Surfen auch ohne Festnetz über Funk

Weiterführendes

» VDSL Tarife vergleichen
» VDSL Alternativen
» Was ist der Unterschied zwischen DSL und VDSL?

Hier klicken zum bewerten
[Total: 43 Durchschnitt: 3]


Günstige VDSL-Tarife > 50 MBit/s

Jetzt mit VDSL schneller surfen und Geld sparen. 100 MBit/s schon ab 29.99 €
monaltich sichern. Hier idealen Tarif finden!



Was meinen Sie zu diesem Thema?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

+ 35 = 45

Hinweis:

Es werden vor der Freischaltung sämtliche Kommentare von uns moderiert. Wir behalten uns vor, solche nicht freizuschalten, welche nicht direkt zum Thema passen. Zudem natürlich alle, die beleidigen/verleumden oder lediglich zu Werbezwecken getätigt werden.

3 Kommentare: Das meinen die Anderen...

Markus Göttler

Nicht schlecht, aber man sollte bei dem Vergleich auch unbedingt auf die Verfügbarkeit eingehen denn Pyur zum beispiel ist nich übeall verfügbar, nur an bestimmten Standorten. Genauso verhält es sich mit NetCologne und M-Net, es ist irreführend bei M-Net zu behaupten 18 – 600MBit, denn Gälasfaser ist nicht überall verfügbar und über VDSL werden keine 600MBit erreicht. Es muss viel genauer sein, welcher Anbieter mit welcher Technik wo verfügbar ist. Denn sonst ist es sinnlos. Ich z.b. suche eine reine Internet Flat am besten über das Kabelnetz, derzeit habe ich einen Anschluss von Vodafone mit 1000MBit und bin volkommen zufrieden, kann meine Leitung komplett auslasten. Da es mir aber zu Teuer ist möchte ich am liebsten einen 100MBit Tarif im Kabelnetz, allerdings sind alle Tarife viel zu Teuer und würde ich bei Vodafone wechseln würde ich 15 Euro weniger bezahlen von 50 Euro monatlich. Das ist ein Witz. Jetzt werde ich zu Eazy wechseln die bieten Kabel Internet mit 2 Tarifen an zu kleinem Geld.
Bitte in Zukunft bessere Beiträge verfassen die genauer auf Verfügbarkeit und Technik eingeht.

Redaktion vdsl-tarifvergleich.de

Hallo Herr Göttler,
ja Sie haben natürlich Recht. Ich hatte versucht das immer mit dem Zusatz (regional) zu kennzeichnen. Im Prinzip ging es erstmal darum überhaupt die paar wenigen Möglichkeiten aufzuzeigen. Das drei der genannten Anbieter nur regional verfügbar sind, werde ich noch etwas stärker kennzeichnen. Eine ausführliche Darstellung wäre aber sicher für die Übersichtlichkeit nachträglich. Für jeden Anbieter zu sagen wo er mit welcher Technik möglich ist, dass würde sicher Bücher füllen. Im Prinzip kann jeder mit einem Klick beim Anbieter testen obs geht denke ich…
Viele Grüsse

Werner Angerer

Das haben die Gesellschaften alles schön geplant.
Es geht nicht um dem Bürger einen fairen Preis zu bieten, sondern um abkassieren.
Schade.