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Jul 16 2015


Der Verkehrsminister Alexander Dobrindt plante mit der Bundesregierung eine drastische Erhöhung vom durchschnittlichen Datendurchsatz innerhalb der nächsten drei Jahre. Nun sieht es ganz so aus, als könne der Politiker sein Versprechen nicht einhalten. Es hapert an der grundlegenden Einigung der Technik, die Entscheidung pendelt zwischen VDSL und Glasfaser-Anbindungen.

Bandbreite in Deutschland bisher mager

Minister Dobrindt auf der Cebit noch optimistisch

Im internationalen Vergleich steht Deutschland bei der Surfgeschwindigkeit nicht besonders gut da. Mehr als der 26. Platz und 10,2 Mbit/s werden nicht erreicht. Das ist meilenweit vom Spitzenreiter Südkorea (23,6 Mbit/s) entfernt. Dessen Bandbreite will die Bundesregierung jedoch bis 2018 um das Doppelte auf 50 Mbit/s übertreffen. Mehr noch, die CDU zieht sogar einen Rechtsanspruch für diese Geschwindigkeit in Betracht.

VDSL oder Glasfaser?

Das Förderprogramm der Regierung klingt im Kern gut, allerdings herrscht immer noch Uneinigkeit betreffend der favorisierten Netztechnik. Das Verkehrsministerium unter der Leitung von Dobrindt peilt eine Vectoring-Lösung an, was vor allem der Telekom in die Karten spielen würde. Doch VDSL bringt viele Vorteile mit sich, die Umsetzung ist vergleichsweise kostengünstig und schnell realisierbar. Glasfaser mutet ebenfalls als mögliche Alternative an, aber hier müssten erst entsprechende Netze verlegt werden, was nicht gerade günstig werden würde. Die Vectoring-Technik (per Kupferkabel) ist zwar einsatzbereit, doch zumeist unter der Schirmherrschaft der Telekom.

Förderprogramm nicht zu Ende gedacht

Bei der Konzipierung des Programms der Bundesregierung wurde scheinbar nicht an die Kompatibilität mit den Ansätzen der Länder gedacht. Diese haben nämlich selbst Lösungen ausgearbeitet, für die sie Fördermittel benötigen. Ob die Programme zusammen passen ist unklar, von einer nötigen Abstimmung mit Dobrindt „kann keine Rede sein“, heißt es. Jürgen Grützner, CEO von VATM, kritisiert, dass man auf diesem Wege weder planen noch bauen könne. Und das es Zeit wird, dass jemand die politische Verantwortung übernimmt. Das Ziel, die 50 Mbit/s bis 2018 zu realisieren, sieht er als „kaum noch zu halten“ an. Es steht derzeit in den Sternen, ob und wann eine Einigung gefunden wird.

Weiterführendes

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