Router

VDSL Router - welcher, wozu, woher?


Zur Nutzung eines DSL-Anschlusses benötigt man einen Router bzw. DSL-Modem. Bei VDSL verhält es sich ebenso. Die Aufgabe des VDSL-Routers liegt vereinfacht gesagt darin, die anfallenden Datenpakete ins Internet zu senden bzw. zu empfangen und an den (oder die) angeschlossenen Endgeräte (z.B. Computer) weiterzuleiten. Das können zum Beispiel PCs, Laptops, WLAN-Radios oder Smartphones sein. Zudem fungieren die meisten Modelle heute gleichzeitig als moderne Telefonanlage für alle Festnetztelefone im Haus. Jedes Gerät enthält selbstverständlich intern auch ein VDSL-Modem, welches die Datensignale "versteht". Die folgenden Zeilen sollen Ihnen helfen, den idealen Router, zu möglichst günstigen Konditionen zu finden.

:: VDSL Router nach Anbieter



Telekom Speedport-Router für VDSL:
Speedport Smart von der Telekom
Beim Router, welcher aktuell zu den VDSL-Tarifen der Telekom angeboten wird, handelt es sich um den Speedport smart (Testbericht). Ein top-modernes Allroundgerät für die Breitbandtechnologien DSL, DSL2+ und VDSL. Der "Smart"-Router wartet mit dem neusten "ac"-WLAN-Standard auf, welcher Datenraten im kabellosen Netzwerk von bis zu 2100 MBit brutto erlaubt. Über die integrierte Telefonanlage, wird Festnetz- und Internettelefonie (VOIP) mit zahlreichen Komfortfunktionen unterstützt. Der Telekom-Router kann wie gewohnt in Verbindung mit einem DSL- oder VDSL-Tarif gemietet oder gekauft werden. Wir empfehlen die Onlinebestellung, da auf diesem Bestellweg oft Extra-Rabatte auf die Hardware gewährt werden. » die tagesaktuellen Preise und Angebote hier beim Anbieter

Homeserver: Die VDSL-Router von 1und1:
Homserver + von 1und1

Homeserver Speed+ | Bild: 1und1.de

Auch 1und1 bietet natürlich passende VDSL-Router zu den Highspeed-Tarifen. Und zwar gleich zwei verschiedene Varianten. Das Premiummodell trägt bei 1und1 den stylischen Namen "1&1 Homeserver Speed+". Achtung: Der kleine aber feine Unterschied liegt im Pluszeichen! Dahinter verbirgt sich der neuste High-End-Router der Fritz!Box-Geräteserie - die FritzBox 7590. Der „1&1 Homeserver Speed“ (ohne +) wird hingegen durch die etwas abgespeckte 7560 repräsentiert. So ist diese beispielsweise noch nicht für Vectoring geeignet (100 MBit-Tarif) und beherrscht noch kein WLAN 802.11ac für Gigabit-WLAN. Das Gerät lässt in Sachen Technik und Bedienungskomfort keine Wünsche offen.

Beide Geräte gibt es in den ersten 12 Monaten kostenlos bei Neuvertrag. Danach fallen zwischen 3 und 5 € monatlicher Grundgebühr an » hier geht es zu 1und1


"O2 FritzBox 7590“:
FritzBox 7590
Endlich! O2 setzt bei seinen Routern teilweise wieder auf Qualitätsware von AVM. Optional können sich Neukunden jetzt für eine Top moderne Fritz!Box 7590 entscheiden. Je nach Tarif ab rund 6 Euro Zuzahlung monatlich! Im Fachhandel kostet der Router aber knapp 250 Euro. Die 7590 lässt praktisch keine Wünsche offen. Das Top-Modell unterstützt selbstverständlich das neue VDSL-Vectoring. Wer das Gerät zuhause hat, kann WLAN mit dem neusten WLAN-AC-Standard betreiben und dank MIMO 4x4 bis zu 2533 MBit erzielen Auf der Rückseite befinden sich 4 x Gigabit-Ports (+ 1 WAN Anschluss", 2 x Telefonanschlüsse und 2 x USB-Ports. Doch das ist natürlich längst nicht alles, was den Router auszeichnet. Alle technischen Eckdaten zur 7590 können Sie hier nachlesen.

Alternativ bietet O2 seit aber noch eine andere, günstigere Alternative – die „Homebox 2". Diese gibt es aber nur in Verbindung mit Tarifen bis VDSL 50, da die Box noch kein Vectoring kann. Immerhin lässt sich ein Gigabit-WLAN aufbauen, da er kompatibel zu WLAN 802.11ac ist. Die Rückseite bietet sogar 4 x Gigabit-LAN-Ports. Das Design des O2-Routers ist herausragend und gewann bereits Preise. Dafür genießt der Router nicht den besten Ruf, da er wohl des Öfteren Probleme bereitet.

Spar-Tipp: Aktuell bietet O2 die 7590 zu den VDSL-Angeboten (mit Mindestvertragslaufzeit) für einmalig nur 5.99 € monatlich. Zudem winken meist tolle Onlinerabatte für Neukunden. Viele Kunden klagen zudem über Mängel an der Homebox 2, so dass wir die Fritzbox empfehlen!

» hier geht es zu O2



Vodafone: "Easybox 804 & FritzBox":
Easybox 804 VDSL
Verbraucher die sich bei Vodafone für einen DSL oder VDSL-Anschluss entscheiden, haben momentan die Wahl zwischen drei verschiedenen (Leih-)Geräten. Zunächst einmal wäre hier die kostenlose  EasyBox 804 zu nennen. Einem einfachen VDSL-Router, aber auf der Höhe der Zeit ist. Das Modell beherrscht  VDSL-Vectoring und bietet zudem das leistungsstarke WLAN-AC. Über diesen Standard, kann im Haushalt ein kabelloses Netz mit einer Datenrate von bis zu 1300 MBit etabliert werden.


Wie schon bei den Wettbewerber 1und1 und O2, haben auch Vodafone-Neukunden die Wahl sich alternativ für eine kostenpflichtige FritzBox von AVM zu entscheiden. Dieses bietet unter anderem mehr Einstellmöglichkeiten und teils auch bessere WLAN-Performance. Aktuell handelt es sich dabei um das High-End-Modell Fritz!Box 7590 (+ 5.99 € Miete je Monat) und die FritzBox 7430. Letztere ist neuerdings ebenfalls kostenlos zu haben. » hier geht´s zu Vodafone


Alternative VDSL-Router – welche gibt es sonst noch?

Obwohl es Internet per VDSL in Deutschland nun schon seit über 12 Jahren gibt, hält sich das Angebot wie bereits erwähnt noch in Grenzen. Wer nicht auf ein kostengünstiges OEM-Gerät des Wunsch-VDSL-Anbieters setzen möchte, darf also nicht allzu viel Auswahl erwarten. Es gibt aber Alternativen und die Hardwarehersteller haben auch langsam aber sicher den Trend erkannt. Bei jeder Cebit tauchen neue Geräte auf. Innovationsführend ist aber wie so oft die Firma AVM. Eines der aktuellen Top-Modelle wird durch die Fritzbox 7590 repräsentiert, welche die schon etwas betagte, aber immer noch hervorragende, Fritz!Box 7490 ablöste.

Die Redaktion von vdsl-tarifvergleich.de nimmt regelmäßig neue Router genauer unter die Lupe. In unserer Komplettübersicht finden Sie alle relevanten Geräte im Überblick. Jeweils mit Besonderheiten und allen spezifischen Eckdaten in einer tabellarischen Zusammenfassung.
» zur kompletten Router-Übersicht

Ebenfalls von AVM, nur deutlich günstiger, ist die FRITZ!Box WLAN 3490. Diese beherrscht ebenfalls den VDSL-Standard, wurde allerdings um einige Anschlüsse und Funktionen beschnitten. Dafür belastet man sein Konto auch nur um die Hälfte. Auch der Hersteller TPLINK führt mehrere Modelle, wie z.B. den Archer VR200v.

Neue Standards und Trends: Was sollten moderne Router mitbringen?

Hinsichtlich der technischen Ausstattung gibt es recht große Unterschiede zwischen den meisten Modellen aller Hersteller. Während der eine gänzlich auf leistungsfähige Gigabit-LAN-Ports verzichtet oder nur einen einzelnen verbaut, bieten andere Router gleich vier Stück. Wer also auf Basis seines VDSL-Anschlusses ein leistungsfähiges und modernes Heimnetz errichten möchte, sollte möglichst nicht am Falschen Ende sparen. Doch was ist „modern“ und sollte nach Möglichkeit nicht fehlen? In erster Linie sollten mindestens 2 Gigabit-Ports vorhanden sein, damit das interne Netzwerk (falls geplant) möglichst flott arbeitet. Für Wireless-LAN achten Sie bitte darauf, dass der Router mindestens den WLAN-N-Standard unterstützt. Dieser bietet eine Kapazität von bis zu 300 MBit, wobei 100 MBit netto eher praxisnahen Zahlen entsprechen. Für Breitbandzugänge mit über 50 MBit sozusagen das Pflichtprogramm!

Noch besser und zeitgemäßer ist aber der weit leistungsfähigere WLAN-Standard namens „802.11ac“, kurz oft WLAN ac genannt. Der Nachfolger wird heute von den meisten neueren Routern über 150 € unterstützt (zeigen). Einer der ersten war die 7490 von AVM. Je nach Anzahl der verwendeten Antennen und der Bündelung von 2.4 und 5 GHz, können teils bis zu 2500 MBit/s brutto übers heimische WLAN transferiert werden. Genug Leistung also auch für zukünftige Ansprüche und Entwicklungen.

Was ebenfalls nicht schaden kann, ist der Support des WLAN-Bandes auf 5 GHz. Sofern WLAN ac unterstützt wird, ist dies übrigens immer der Fall. Auf diesem Band kommt es seltener zu Störungen, da dort bislang tendenziell weniger Geräte funken und auch einige physikalische Störeinflüsse nicht auftreten. Empfehlenswert ist seit 2014 noch der Support der Vectoring-Technik (bzw. seit 2018 Supervectoring) und reiner "IP-Anschlüsse". Insbesondere die Telekom setzt vermehrt darauf. Vereinfacht gesagt wird hier das Band, was früher für analoge Telefonie und ISDN reserviert war, ausgespart. Man telefoniert nur noch per Voice over IP. Allerdings unterstützen dies besonders ältere Router oft noch nicht. Übrigens: Ein extra Splitter ist dann nicht mehr nötig.

Zusammenfassung – der ideale Router weist u.a. folgende Eckdaten auf:


  • mind. 2 Gigabit-Port LAN-Anschlüsse,
  • WLAN mit Standard „n“ (bis 300 MBit) oder besser noch „ac“ (bis 2533 MBit),
  • idealer Weise WLAN auf Funkkanal 2.4 UND 5 GHz,
  • Support für „IP“-Anschlüsse,
  • Vectoring- bzw. Supervectoring-Support (siehe nächster Abschnitt)
  • DECT-Support: Wenn man Schnurlostelefone betreiben will
  • IPTV fähig, falls geplant (z.B. Entertain TV)

VDSL-Vectoring fähige Router

Die Deutsche Telekom baut seit 2014 verstärkt VDSL-Zugänge aus bzw. um, welche das sogenannte Vectoring (G.993.5) unterstützen. Damit steigt nicht nur die maximal mögliche Datenrate auf 100 MBit, auch die Reichweite wird verbessert. Router mit entsprechenden Modemchips, sind zum Beispiel die Fritzbox 7490, 7580 und 7590. Welche Geräte schon Vectoring beherrschen, zeigt diese Liste. Noch neuer ist das abermals optimierte Supervectoring-Verfahren, welches ab Mitte 2018 Datenraten von bis zu 250 MBit bietet. Router die damit umgehen können, sind allerdings noch Mangelware, siehe hier.


Router bestellen: Tipp

Wenn Sie noch kein DSL oder VDSL nutzen, brauchen Sie bei der Bestellung nur anklicken, dass Sie diese Hardware dazu haben möchten. Passende Geräte gibt es meist für ein paar Euro monatlich zu mieten oder als Kaufversion. Nicht selten, je nach Aktion, sogar gratis ...


Weiterführendes:

» VDSL Anbieter in der Übersicht
» alle VDSL-Geräte im Überblich und mit allen Eckdaten
» Infos zur Speedport Hardware

Router-Bilder: Vodafone 804: Vodafone Presse; 1und1: 1&1 Presse

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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