Router

VDSL Router - welcher, wozu, woher?


Zur Nutzung eines DSL-Anschlusses benötigt man einen Router bzw. DSL-Modem. Bei VDSL verhält es sich ebenso. Die Aufgabe des VDSL-Routers liegt vereinfacht gesagt darin, die anfallenden Datenpakete ins Internet zu senden bzw. zu empfangen und an den (oder die) angeschlossenen Endgeräte (z.B. Computer) weiterzuleiten. Das können zum Beispiel PCs, Laptops, WLAN-Radios oder Smartphones sein. Zudem fungieren die meisten Modelle heute gleichzeitig als moderne Telefonanlage für alle Festnetztelefone im Haus. Jedes Gerät enthält selbstverständlich intern auch ein VDSL-Modem, welches die Datensignale "versteht". Die folgenden Zeilen sollen Ihnen helfen, den idealen Router, zu möglichst günstigen Konditionen zu finden.

:: VDSL Router nach Anbieter



Telekom Speedport-Router für VDSL:
W724V von der Telekom
Die Router, welche aktuell zu den VDSL-Tarifen der Telekom angeboten werden, sind der Speedport neo, der W921V und der Speedport W724V. Bei allen genannten Modellen, handelt es sich um Allroundgeräte für die Breitbandtechnologien DSL, DSL2+ und VDSL. Der modernste im Bunde ist der Speedport neo. Er und der W724V warten mit dem neusten "ac"-WLAN-Standard auf, der Datenraten im kabellosen Netzwerk von bis zu 1300 MBit brutto erlaubt Über die integrierte Telefonanlage, wird Festnetz- und Internettelefonie (VOIP) mit zahlreichen Komfortfunktionen unterstützt. Beide Modelle können in Verbindung mit einem DSL- oder VDSL-Tarif gemietet oder gekauft werden. Wir empfehlen die Onlinebestellung, da auf diesem Bestellweg oft Extra-Rabatte auf die Hardware gewährt werden. » die tagesaktuellen Preise und Angebote hier beim Anbieter


1und1 Homeserver: Die VDSL-Router von 1und1

1und1 Homeserver
Auch 1und1 bietet natürlich passende VDSL-Router zu den Highspeed-Tarifen. Und zwar gleich drei Stück. Das Premiummodell trägt bei 1und1 den stylischen Namen "1&1 Homeserver VDSL+". Achtung: Der kleine aber feine Unterschied liegt im Pluszeichen! Dahinter verbirgt sich der neuste High-End-Router der Fritz!Box-Geräteserie - die FritzBox 7490. Der „1&1 Homeserver VDSL“ (ohne +) wird hingegen durch die etwas abgespeckte 7360SL repräsentiert. So ist diese beispielsweise noch nicht für Vectoring geeignet (100 MBit-Tarif) und beherrscht noch kein WLAN 802.11ac für Gigabit-WLAN. Das Gerät lässt in Sachen Technik und Bedienungskomfort keine Wünsche offen.

Beim dritten Router handelt es sich um das „1&1 Modem VDSL“ (Fritzbox 7412), welches aber nur zu den Tarifen ohne Mindestlaufzeit angeboten wird. Beide erstgenannten Router warten mit einigen Entertain-Gimmicks in Verbindung mit diversen 1und1 Services auf. Zum Beispiel Onlinevideothek-Zugriff oder Webradio hören. Alle Geräte gibt es kostenlos bzw. gegen eine geringe Einmalzahlung bei einem Neuvertrag. Zudem fallen zwischen 3 und 5 € monatlicher Grundgebühr an » hier geht es zu 1und1


"O2 FritzBox 7490“:
FritzBox 7490
Endlich! O2 setzt bei seinen Routern teilweise wieder auf Qualitätsware von AVM. Optional können sich Neukunden jetzt für eine Top moderne Fritz!Box 7490 entscheiden. Je nach Tarif schon ab rund 50 Euro! Im Fachhandel kostet die Box knapp 250 Euro. Die 7490 lässt praktisch keine Wünsche offen. Der Router unterstützt selbstverständlich das neue VDSL-Vectoring. Das WLAN-Modul bietet bereits den neusten WLAN-AC-Standard. Damit sind im Heimnetz Datenraten von bis zu 1300 MBit möglich. Auf der Rückseite befinden sich 4 Gigabit-Ports, 2 Telefonanschlüsse und 2 USB-Ports. Doch das ist natürlich längst nicht alles, was den Router auszeichnet. Alle technischen Eckdaten zur 7490 können Sie hier nachlesen.

Alternativ bietet O2 seit Ende 2014 aber noch eine andere, günstigere Alternative – die „Homebox 2". Diese gibt es aber nur in Verbindung mit Tarifen bis VDSL 50, da die Box noch kein Vectoring kann. Immerhin lässt sich ein Gigabit-WLAN aufbauen, da er kompatibel zu WLAN 802.11ac ist. Die Rückseite bietet sogar 4 Gigabit-LAN-Ports. Das Design des O2-Routers ist herausragend und gewann bereits Preise. Dafür genießt der Router nicht den besten Ruf, da er wohl des öfteren Probleme bereitet.

Spar-Tipp: Aktuell bietet O2 die 7490 zu den VDSL-Angeboten (mit Mindestvertragslaufzeit) für einmalig nur knapp 30 Euro. Zudem winken meist tolle Onlinerabatte für Neukunden. Viele Kunden klagen zudem über Mängel an der Homebox 2, so dass wir die Fritzbox empfehlen!

» hier geht es zu O2


Vodafone: "Easybox 804 & EB 904 xDSL":

Seit März 2015 bietet Vodafone seinen Kunden mit der EasyBox 804 einen neuen VDSL-Router, der auf der Höhe der Zeit ist. Das Modell beherrscht selbstverständlich VDSL-Vectoring und bietet das leistungsstarke WLAN-AC. Hiermit kann im Haushalt ein kabelloses Netz mit einer Datenrate von bis zu 1300 MBit eingerichtet werden. Und auch sonst vermisst man rein von den Eckdaten nichts. » mehr zur Easybox 804 erfahren


Erstmalig in der Firmengeschichte bietet Vodafone seit 09/2015 nun endlich auch eine FritzBox für DSL- und VDSL-Besteller. Und zwar das aktuelle High-End-Modell Fritz!Box 7490. Der Aufpreis beträgt läppische 50 € gegenüber ca. 200 Euro im Direktkauf. Eine monatliche Grundgebühr für die Hardware fällt nicht an.
» hier geht´s zu Vodafone


Parallel hatte Vodafone noch länger die alte Easybox 904 xDSL im Programm. Diese wurde aber Mitte 2015 endlich entfernt.


Alternative VDSL-Router – welche gibt es sonst noch?

Obwohl es Internet per VDSL in Deutschland nun schon seit über 10 Jahren gibt, hält sich das Angebot leider noch sehr in Grenzen. Wer nicht auf ein OEM-Gerät des Wunsch-VDSL-Anbieters setzen möchte, darf also nicht zu viel Auswahl erwarten. Es gibt aber Alternativen und die Hardwarehersteller haben auch langsam aber sicher den Trend erkannt. Bei jeder Cebit tauchen neue Geräte auf. Innovationsführend ist aber wie so oft die Firma AVM. Eines der aktuellen Top-Modelle wird durch die Fritzbox 7490 repräsentiert, welche die schon etwas betagte, aber immer noch hervorragende, Fritz!Box 7390 ablöste.

Die Redaktion von vdsl-tarifvergleich.de nimmt regelmäßig neue Router genauer unter die Lupe. In unserer Komplettübersicht finden Sie alle relevanten Geräte im Überblick. Jeweils mit Besonderheiten und allen spezifischen Eckdaten in einer tabellarischen Zusammenfassung.
» zur kompletten Router-Übersicht

Ebenfalls von AVM, nur etwas günstiger, ist die FRITZ!Box WLAN 3370. Diese beherrscht ebenfalls den VDSL-Standard, wurde allerdings um einige Anschlüsse und Funktionen beschnitten. Dafür belastet man sein Konto auch nur um die Hälfte. Eine weitere verfügbare Option ist der Netgear N600. Einer der wenigen, uns ansonsten noch bekannten (und in Deutschland erhältlichen), VDSL-Router stammt von der Firma "Cisco" mit der Nummer 887. Allerdings ist dieser augenscheinlich eher für Professionals konzipiert, was alleine der Preis von über 700 Euro verdeutlicht.


Neue Standards und Trends: Was sollten moderne Router mitbringen?

Hinsichtlich der technischen Ausstattung gibt es recht große Unterschiede zwischen den meisten Modellen aller Hersteller. Während der eine gänzlich auf leistungsfähige Gigabit-LAN-Ports verzichtet, bieten andere Router gleich vier Anschlüsse. Wer also auf Basis seines VDSL-Anschlusses ein leistungsfähiges und modernes Heimnetz errichten möchte, sollte möglichst nicht am Falschen Ende sparen. Doch was ist „modern“ und sollte nach Möglichkeit nicht fehlen? In erster Linie sollten mindestens 2 Gigabit-Ports vorhanden sein, damit das interne Netzwerk (falls geplant) möglichst flott arbeitet. Für Wireless-LAN achten Sie bitte darauf, dass der Router mindestens den WLAN-N-Standard unterstützt. Dieser bietet eine Kapazität von bis zu 300 MBit, wobei 100 MBit netto eher praxisnahen Zahlen entsprechen. Für Breitbandzugänge mit über 50 MBit sozusagen das Pflichtprogramm!

Seit einiger Zeit gibt es einen noch neueren und leistungsfähigeren Standard namens „ac“. Der Nachfolger wird bisher nur von sehr wenigen Routern unterstützt (zeigen). Einer der ersten war die 7490 von AVM. Bis zu 1300 MBit/s Brutto können so übers WLAN transferiert werden. Genug Leistung also auch für zukünftige Ansprüche und Entwicklungen. Was ebenfalls nicht schaden kann, ist der Support des WLAN-Bandes auf 5 GHz. Hier kommt es seltener zu Störungen, da dort bislang wenige Geräte funken und auch einige physikalische Störeinflüsse nicht auftreten. Empfehlenswert ist zudem der Support der Vectoring-Technik und reiner "IP-Anschlüsse". Insbesondere die Telekom setzt vermehrt darauf. Vereinfacht gesagt wird hier das Band, was früher für analoge Telefonie und ISDN reserviert war, ausgespart - telefoniert wird dann per Voice over IP. Entsprechende Tarife sind bei der Telekom mit dem Kürzel „IP“ gekennzeichnet. Allerdings unterstützen dies nicht alle Router, insbesondere ältere Modelle. Übrigens: Ein extra Splitter ist dann nicht mehr nötig.

Zusammenfassung – der ideale Router weist u.a. folgende Eckdaten auf:


  • mind. 2 Gigabit-Port LAN-Anschlüsse,
  • WLAN mit Standard „n“ (bis 300 MBit) oder besser noch „ac“ (bis 1300 MBit),
  • idealer Weise WLAN auf Funkkanal 2,4 UND 5 GHz,
  • Support für „IP“-Anschlüsse,
  • Vectoring-Support (siehe nächster Abschnitt)
  • DECT-Support: Wenn man Schnurlostelefone betreiben will
  • IPTV fähig falls geplant (z.B. Entertain TV)

VDSL-Vectoring fähige Router

Die Deutsche Telekom plant in Zukunft, verstärkt VDSL-Zugänge auszubauen bzw. umzurüsten, die das sogenannte Vectoring (G.993.5) unterstützen. Damit steigt nicht nur die maximal mögliche Datenrate auf 100 MBit, auch die Reichweite wird verbessert. Router, die damit umgehen können, sind allerdings noch Mangelware. Als Beispiel seien wiederum die FB 7490 und die Easybox 904 xDSL (Vodafone) genannt. Welche Geräte schon Vectoring beherrschen, zeigt diese Liste.


Router bestellen: Tipp

Wenn Sie noch kein DSL oder VDSL nutzen, brauchen Sie bei der Bestellung nur anklicken, dass Sie diese Hardware dazu haben möchten. Die Geräte gibt es meist für ein paar Euro monatlich zu mieten oder zu kaufen. Nicht selten, je nach Aktion, sogar gratis ...


Weiterführendes:

» VDSL Anbieter in der Übersicht
» alle VDSL-Geräte im Überblich und mit allen Eckdaten
» Infos zur Speedport Hardware

Router-Bilder: FB 7490 : AVM; Telekom: Telekom Presse; 1und1: 1&1 Presse

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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