Vectoring Technik

Vectoring bei VDSL: Anbieter, Tarife, Technik und Perspektiven


Nachdem die Vectoring-Technik erstmals vor 4 Jahren VDSL-Breitbandzugänge um das Doppelte leistungsfähiger machte, steht mit dem sogenannten „Supervectoring“ abermals eine Performancesteigerung an. Damit werden ab Mitte 2018 entsprechend umgerüstete Regionen mit Datenraten von bis zu 250 MBit/s versorgt. Federführend beim Ausbau ist vor allem die Deutsche Telekom. Wir zeigen folgend, was sich genau hinter Supervectoring verbirgt, wer das bietet und welche Hardware Interessenten benötigen.


Was ist Supervectoring?

Beim herkömmlichen "VDSL" wurde ein 17 bis 30 MHz breites Frequenzband genutzt. Mit Supervectoring verbreitert sich die Basis abermals um 5 MHz auf 35 MHz. Daher lautet das entsprechende Profil auch auf „35b“. Daraus alleine resultiert aber natürlich noch keine Steigerung der Datenrate von über 100 Prozent auf 250-300 MBit. Diese wird einerseits per Bonding (Kanalbündelung) erreicht und durch modernere Verfahren zur Minimierung der Übersprecheffekte. Letzteres repräsentiert ja den Kern der Vectoringtechnik. Supervectoring ist übrigens eher ein Marketingbegriff. Verbreitete Bezeichnungen sind darüber hinaus noch „Vectoring +“, VDSL2-Vectoring“ und VDSL Annex Q (ITU-T G.993.2 Annex Q), was der offiziellen Nomenklatur entspricht.



ADSL bis Gfast im Frequenzspektrum

Anbieter & Kosten

Federführend beim Ausbau ist die Deutsche Telekom. Diese plant erste Tarife ab der 2. Jahreshälfte 2018 einzuführen. Reseller wie 1und1 und O2 dürften dann kurze Zeit später mit eigenen Angeboten folgen. Sobald es soweit ist, werden wir an dieser Stelle entsprechende Angebote und Tarife listen.



passende Hardware gefragt

Aufgrund der technischen Änderungen, welche Supervectoring mit sich bringt, sind leider ältere VDSL-Router nicht mehr kompatibel. Wer also auf die schnelleren Vectoring+ Angebote umsteigen möchte, benötigt auch neue Endgeräte. Wie gewohnt, werden diese für Neukunden vom Anbieter der Wahl gestellt. Teils gegen eine kleine Grundgebühr, teils gegen einmalige Entgelte. Dank Routerfreiheit kann man sich natürlich auch selbst nach einem passenden Router umsehen. Bisher gibt es aber nur sehr wenig Modelle, welche Supervectoring schon unterstützen. Als Beispiel sei hier die FritzBox 7590 genannt.

Datenrate DSL, VDSL und Vectoring im Vergleich

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