Man könnte mit Recht die These aufstellen, dass VDSL (oder Glasfaser-Internet) die Breitbandtechnik von Morgen ist. Denn der Bedarf an hohen Übertragungsraten steigt stetig. Der Netzwerkausrüster Cisco geht in einer Studie von einer Verfünffachung (Basisjahr 2008) des kabelgebundenen Datenverkehrs bis 2013 aus. Die Digitale Agenda der Bundesregierung sieht deshalb auch vor, dass, spätestens bis zum Jahr 2018, jeder Deutsche Haushalt Zugang zu einem Internetanschluss mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde haben soll. Die Hälfte der Bevölkerung, so die kühne Vorstellung, soll sogar mit 100 Mbit/s surfen können. Konventionelle DSL-Anschlüsse bieten allerdings nur Übertragungsraten von maximal 16 MBit/s. Eine Alternative ist daher mittelfristig unabdingbar. VDSL ist, neben LTE und Kabel, eine davon. Denn mit einem VDSL- oder Glasfaseranschluss, sind Werte von bis zu 200 MBit/s (per FTTH) möglich. Es wurden sogar bereits Tests mit 500-1000 MBit erfolgreich abgeschlossen. Wir berichteten.
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Doch auch im Privatbereich verlangen stetig steigende Speicherressourcen für digitale Bilder (z.B. Fotoentwicklung via Internet beauftragen), Homevideos, Onlinegaming oder Videotelefonie u.v.m. nach neuen Wegen. Ein VDSL-Anschluss kann die dafür nötigen Datenübertragungsraten problemlos bewältigen. Besonders empfehlenswert sind die High-End-Zugänge übrigens für Familien und WG´s. Denn hier teilen sich viele Bewohner einen Anschluss. Bei Gleichzeitiger Nutzung kann es da mit einem langsamen Anschluss schnell eng werden...
Die Kosten hängen im Wesentlichen von der Art des Anschlusses ab, also 25, 50 oder mehr MBit/s und im zugrunde liegenden TV-Paket. Eine Tarifübersicht finden Sie hier:
» VDSL Tarife vergleichen
Mittlerweile gibt es VDSL in Deutschland schon von relativ vielen Anbietern. Zum Beispiel von der Deutschen Telekom, welche von den Lesern der Zeitschrift "connect" zum Besten VDSL-Anbieter (Heft 7/2010) gekürt wurde. Lange Zeit gab es das schnelle Glasfaserinternet sogar ausschließlich von der Telekom.
Dies hat sich im Spätsommer 2009 glücklicher Weise geändert. Der Nachteil der geringen Anbietervielfalt löst sich somit langsam auf. Was bleibt ist bis heute die relativ geringe Verfügbarkeit der VDSL-Anschlüsse. Noch sind die schnellen Internetzugänge nicht flächendeckend verfügbar. Erst rund 50 Städte und einige Gebiete, in denen Pilotversuche laufen, können bisher VDSL nutzen. Das ist in entspricht in etwa jedem Dritten Haushalt in Deutschland. » Hier einfach und sicher prüfen
Darüber hinaus laufen seit einiger Zeit auch schon die Arbeiten am Netz der nächsten Generation. Statt, wie bei VDSL nur teilweise Glasfaserleitungen zu verwenden, erfolgt die komplette Vernetzung bis zum Endkunden über dieses Medium. Glasfaser-Flatrates sollen ab 2012 200 MBit/s, später sogar bis zu 1000 MBit leisten können.
