Internetzugänge via Glasfaser | Fiber optic internet

Ultra Highspeed mit bis zu 1000 MBit/s




Das Internet und die Möglichkeiten die es eröffnet, werden seit Jahren immer vielfältiger und multimedialer. Während das Web lange Zeit eher als Informationsmedium galt, dient es heute vielfach als Transportweg für Streaming TV (z.B. Netflix) oder Fernsehen (IPTV) in HD- oder UltraHD-Auflösung. Kurz gesagt, als Medium für Entertainment. Auch die Anzahl der Geräte im Haushalt mit Internetzugriff wächst. Tablets und Smartphones, Internetradios und Smart-TVs, ziehen per WLAN gleichzeitig Daten, so dass die Leistungsfähigkeit der Zugänge dieser Entwicklung auch standhalten sollte. Waren vor kurzem noch ein DSL-16000-Anschluss als „völlig ausreichend“, gelten heute nur noch Zugänge mit mindestens 25 bis 50 MBit zeitgemäß. Doch die Evolution der Netztechnik schreitet weiter voran. Mit Glasfaser-Internet und VDSL, sind Downloadraten weit jenseits der 100 MBit längst Realität und in immer mehr Gebieten verfügbar. Im Folgenden wollen wir Ihnen einen fundierten Einstieg in die neue Welt des Glasfaser-Internets geben.

Was ist Glasfaserinternet?

Plakativ gesagt: Die Zukunft der kabelgebundenen Internetversorgung. Denn kein anderes Medium kann bislang Daten so schnell übertragen, wie die Glasfaser (~engl. Fiber). Selbst für den LTE-Nachfolger "5G" braucht es mit Glasfaser angebundene Sendemasten, ohne die es gar kein Funknetz gebe.

Kupferkabel eignen sich zwar prinzipiell auch für Kommunikationsnetze (Stichwort Festnetz) und sind sogar vergleichsweise günstig. Sie weisen allerdings mehrere, gravierende, physikalisch bedingte Nachteile auf. Metallische Leiter sind anfällig für elektromagnetische Störquellen und verursachen Dämpfungen in der Signalqualität mit steigender Kabellänge. Das heißt: Mit jedem Leitungsmeter sinkt die Signalqualität und damit die mögliche Datenübertragungsrate. Nicht so bei Glasfaser! Zwar müssen über längeren Strecken, zum Beispiel bei Unterseekabeln, die Signale hin und wieder verstärkt werden. Ansonsten sind optische Netze ideale Transportmedien für Daten. Unvorstellbare Übertragungsraten sind damit erzielbar. Im Labor konnten Wissenschaftler bereits gut 255 Terrabit pro Sekunde über eine Glasfaserleitung transferieren. In der Praxis verspricht Glasfaser-Internet für uns Verbraucher (in den nächsten Jahren) Internetflatrates mit 100, 200 oder gar 1000 MBit je Sekunde.


Glasfaserkabel vs. Telefonkabel

Vergleich Glasfaser vs. Telefonkabel

Um die Leistung von Glasfaser bildlich etwas besser zu verdeutlichen, dient das Bild rechts. Links darauf abgebildet sehen wir ein typisches Glasfaserkabel, wie es beim Netzausbau zum Einsatz kommt. Enthalten sind mehrere dutzend feine Fiber-Fasern. Rechts als Kontrast ein gängiges Telefonkabel, wie es beim Festnetzausbau zum Einsatz kam/kommt. Es ist gut 5 cm breit und ummantelt ca. 1000 Leitungspaare, welche je einen Haushalt mit Telefon und DSL versorgen können. Eine einzelne, dünne Glasfaser kann, von der Kapazität, her nun ca. 40 (!) solche Kabel rechts ersetzen. Also das komplette dicke Bündel wohlgemerkt. Eine Faser versorgt daher in der Praxis zehntausende Haushalte mit Telefonie und Internet.

Alles Zukunftsmusik? Keineswegs, denn der Weg ins Gigabitzeitalter wurde spätestens 2017 geebnet. Seither bieten mehrere Glasfaseranbieter Tarife für Endkunden mit bis zu 1000 MBit, also 1 GBit/s. Noch kann längst nicht jeder Haushalt so angebunden werden, aber es stehen regional erste Netze bereit. Sprich einige hunderttausend Haushalte bundesweit, können die Technik bereits nutzen. Doch dazu später mehr.

Verfügbarkeit und Ausbau

Der Breitbandausbau ausschließlich auf Glasfaserbasis ist sehr teuer. Pro Kilometer fallen mindestens 30.000 bis 50.000 Euro an. Die Kupferleitungen für DSL oder VDSL sind dagegen allgemein in Form des Festnetzes schon vorhanden. Kein Wunder also, das Mischformen, wie FTTC oder FTTB noch dominieren. Aber: Es finden sich neben der Deutschen Telekom (Telekom-Glasfaser-Tarife) aber auch kleinere Unternehmen, welche den Ausbau auch regional vorantreiben. Besonders die regionalen Energieversorger treten hier oft als Investoren auf.



Bundesweit federführend ist seit 2010/2011 dennoch die Telekom. Zunächst war der Ausbau mit Glasfaserinternet per FTTH, nur für 10 Städte geplant. Wenig später folgten Ankündigungen für rund 10 weitere. Ende 2014 erstreckte sich die Verfügbarkeit der Fiber-Tarife auf 25 Städte, während die Ausbauarbeiten in rund ein Dutzend weitern Regionen fortgesetzt wurde. Seit 2017 wird wieder verstärkt Glasfaser ausgebaut, zudem starteten die Bonner erste Tarife mit 1000 MBit. Interessenten finden hier weitere Details zur Glasfaser Verfügbarkeit samt Karte. Die Karte zeigt die wichtigsten Regionen und Städte in Deutschland, wo das Glasfasernetz aufgebaut wird bzw. schon teils verfügbar ist. Übrigens: Auch die Kabelprovider, wie Vodafone Kabel Deutschland, setzen im wachsenden Maße auf Fiber-Leitungen in Kombination mit Koaxialkabel und können heute so schon Flatrates mit teils 500 MBit bieten.

Welche Anbieter gibt es schon?

Internet Service Provider für Glasfaser-Internet
Leider hält sich die Auswahl aktuell noch in Grenzen. Bundesweit liegt die Abdeckung auch 2018 noch im Bereich von rund 7 Prozent aller Haushalte. Die Zahl der VDSL-Anbieter kann sich mittlerweile sehen lassen. Telekom, Vodafone, 1und1 und O2 bieten überregional superschnelles Internet über diese Technik. Bei reinem Glasfaser-Internet, also  mindestens FTTB bzw. FTTH, sieht es noch eher bescheiden aus. Hier führen zurzeit, neben der Telekom, vor allem kleinere, regionale Provider. Als Beispiel seien in diesem Zusammenhang Netcologne, M-net oder EWE genannt.


Telekom: Magenta Zuhause Fiber:

Das weitreichendste Angebot hat die Deutsche Telekom in Arbeit. Sie bietet, wie schon angedeutet, aktuell Glasfaser-Internet in über zwei Dutzend Städten und baut weitere aus. In einigen Ausbauregionen können zudem im Vorfeld Vorbestellungen aufgegeben werden. Hausbesitzer sollten in diesen Gebieten rechtzeitig einen Antrag stellen, damit der Ausbau kostenlos erfolgt. Danach erhebt die Telekom unter Umständen Gebühren. Wie schon erwähnt sind die Fiber-Tarife schon in einigen Städten verfügbar! „Magenta Zuhause“ heißt die Doppelflat für Internet und Telefon, welches neben DSL und VDSL auch als FTTH-Variante angeboten wird. Das Angebot inklusive TV-Anschluss per IPTV trägt die Zusatzbezeichnung „Entertain“.


Hardware

Wie auch bei VDSL, ist für Glasfaserinternet spezielle Hardware nötig. Insbesondere dann, wenn die optische Wandlung direkt beim End-Teilnehmer erfolgt (FTTL). Die Telekom stellt daher extra für die Glasfaser-Tarife zunächst ein Glasfasermodem zu Verfügung, welches mit einem leistungsstarken Router kombiniert werden sollte. Etwa dem Speedport Smart, dem W925V oder einer FritzBox 7590.




Vorteile und Anwendungen

Mit „Lichtgeschwindigkeit ins Internet". Mit der Metapher werben die Anbieter für Glasfaser-Internetzugänge gerne. Tatsächlich entfalten die Anschlüsse eine brachiale Leistung. Zwischen 100 und 1000 MBit/s Downloadrate und 50 bis 500 MBit Uploadspeed, steht bei Verfügbarkeit heute schon bereit. Damit laden Dateien und Filme bis zu 63 so schnell, wie mit dem besten DSL-Anschluss. Das Senden von Bildern beispielsweise beschleunigt sich sogar bis zum Faktor 500. Prädestiniert sind die Fiber-Tarife für extrem anspruchsvolle Applikationen. Also etwa Fernsehen via Internet (IPTV) in ultrahochauflösendem 4K (UltraHD). Aber auch glasklare HD-Telefonie, Videokonferenzen und Onlinegaming sind in einer neuen Qualitäts-Dimensionen möglich. Theoretisch gleichzeitig von mehreren Personen im Haushalt. Das schafft teils noch nicht einmal VDSL!

Der Unterschied zu VDSL

Um den kleinen aber feinen Unterschied zwischen „reinem“ Glasfaser-Internet und VDSL zu verstehen, muss man sich kurz vor Augen halten, wie VDSL und DSL funktionieren. Für schnelles Internet wurde zur Jahrtausendwende zunächst die DSL-Technik in Deutschland populär. Diese nutzt das bestehende Telefon-Festnetz als Leitungsmedium. Statt wenige Kbit/s, mit damals üblichen ISDN- oder DFÜ-Anschlüssen, konnten plötzlich mehrere 1000 Kbit/s übertragen werden. VDSL, welches seit 2006 angeboten wird, nutzt etliche technische Verbesserungen, um noch höhere Datenraten zu erreichen. Ein weiterer Unterschied zu DSL: Bei VDSL werden auf Netzebene Glasfaser- und Kupferkabel (Hybridnetz) zum Datentransport eingesetzt. Aus Kostengründen meist nur bis zu einem Verteilerkasten. Von da ab, wird der Datentransfer über die letzten Kilometer oder Meter zum Kunden per Kupferkabel und dem VDSL-Verfahren überbrückt. Dass das suboptimal ist, wird im vorherigen Absatz bereits erläutert. Beim „reinen“ Glasfaserinternet müssten also alle Leitungen bis zum Modem des Kunden fiberoptisch sein. Das ist bislang eher die Ausnahme, wird aber in ersten Regionen schon ausgebaut bzw. angeboten. Siehe dazu den Abschnitt "Anbieter und Verfügbarkeit". Es gibt einige Abstufungen beim Glasfaserausbau, wie Sie im folgenden Absatz erfahren können.


Ausbauarten - von FTTC bis FTTH

Glasfaserbündel
Je nachdem, wie weit die Glasfaserkabel bis zum Kunden reichen, spricht man von verschiedenen Ausbaustufen. Abgekürzt mit FTTx – Fiber to the - also Glasfaser bis zu …


Bei VDSL spricht man auch vom sogenannten FTTC. Die Fiber-Kabel werden bis „zum Bordstein“ verlegt. Etwas moderner ist die Formulierung FTTN - Fiber to the node. Gemeint sind die Verteilerkästen, welche auch die Signalumsetzung (optisch zu elektrisch) übernehmen. Von dort bis zur Wohnung des Kunden kommt die VDSL-Technik zum Einsatz.

Bei FTTB geht man einen Schritt weiter und verlegt die Glasfaser bis zum Haus. In alten Gebäuden, wäre es aber sehr aufwändig neue Leitungen zu verlegen. Daher findet hier die optische Wandlung (OPAL) beispielsweise im Keller statt. Die Telefonleitungen bis hoch in die Wohnung dienen als Übertragung für die letzten Meter. Für diesen kurzen Weg wird ebenfalls VDSL oder teils auch G.fast eingesetzt.


Breitband Ausbauvarianten im Vergleich

Ideal ist FTTH - also Glasfaser direkt bis zur Wohnung des Kunden. Auf den Transport über Kupferleitungen kann hier vollkommen verzichtet werden. Genau genommen, ist dann „VDSL“ aus dem Spiel. Man spricht dann präziser Weise von „Glasfaser-", „Fiber-“ oder „FTTH-Internet“.


Blick in die Zukunft

Geht es nach der Deutschen Telekom, hat der Zug in Richtung „Gigabitgesellschaft“ bereits volle Fahrt aufgenommen. Der Begriff deutet schon an, dass mittelfristig die Breitbandnetze noch deutlich schneller werden sollen. Angepeilt werden Leistungen im Gigabitbereich für eine breite Kundenbasis. Ein Gigabit je Sekunde, entspricht rund 1000 MBit/s - das ist mehr als 60 Mal so schnell, wie der beste DSL-Zugang. Sogar mobil sind derartige Datenrate teils schon Realität. Mittels „LTE-Advanced“, einem verbesserten LTE-Standard, werden momentan für Verbraucher per Funk Geschwindigkeiten bis 500 MBit angeboten. Früher oder später werden Gigabit-Anschlüsse gewiss zu unserem Alltag gehören, wie heute eben (V)DSL. Denn die Entwicklung neuartiger Applikationen geht stetig voran, so dass die weltweit generierten Transferdatenvolumen kontinuierlich steigen. Auch im Home-Entertainmentbereich. Da der Netzausbau mehrere Jahre bis Jahrzehnte dauert, ist es heute schon nötig, den Grundstein dafür zu legen.

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