Fibre to the Curb

FTTC = Glasfaser bis zum Bordstein


Bei FTTC handelt es sich um eine Glasfaseranschlusstechnik. Unter anderem wird sie auch als Fibre to the Cabinet (FTTCab) bezeichnet. Diese Anschlussart bildet die Grundlage für die in Deutschland weit verbreitete VDSL-Breitband-Infrastruktur. Doch wie unterscheidet sich FTTC z.B. von FTTH?


Bei FTTC wird das Glasfaserkabel von der Vermittlungsstelle lediglich bis zum nächstgelegenen KVz (Kabelverzweiger) geführt. Im KVz selbst befindet sich eine optische Netzwerkeinheit, die sogenannte ONU. Sie ermöglicht die Signalumsetzung durch einen optisch-elektrischen Wandler. Dadurch kann der restliche Weg zum Kunden über das reguläre Festnetz, also per Kupferkabel zurückgelegt werden. Dabei handelt es sich allerdings eher eine „Notlösung“ um Kosten zu sparen. Optimal wäre die viel teurere Anbindung jedes Haushaltes mit Fiber (FTTH).

Damit die volle VDSL-Geschwindigkeit realisiert werden kann, darf die Länge der Kupferleitung möglichst nicht mehr als 500 m betragen, da sonst der  Dämpfungswert der Leitung zu groß wird. Die Übertragungsgeschwindigkeit von VDSL liegt beim Upstream meist zwischen 2 Mbit/s und 12 Mbit/s (in der Regel werden 5 bzw. 10 MBit/s geboten) und beim Downstream zwischen 25 Mbit/s und 52 Mbit/s. Um höhere Bandbreiten zu erreichen ist ein glasfaserbasiertes Netz bis zum Kunden notwendig oder der Einsatz von Vectoring. Ersteres wird durch die FTTB- oder FTTH-Bauweise erreicht.




Ergänzung:

FTTC ist sehr verwandt mit dem FTTN - also "Fibre to the Node". Im Prinzip handelt es sich um dieselbe Verlegeart, wie FTTC. Doch ist hier der Kabelverzweiger näher. Sprich, die mit Kupferkabeln bis zum Kunden zu überbrückende Distanz ist etwas länger. Die zu erwartende Übertragungsrate somit auch etwas geringer.


Illustration der unterschiedichen Ausbauweisen bei VDSL


Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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