FTTC ist eine Glasfaseranschlusstechnik, unter anderem wird sie auch als Fibre to the Cabinet (FTTCab) bezeichnet. Diese Anschlussart wird zum großen Teil bei der VDSL-Infrastruktur in Deutschland verwendet.
Bei FTTC wird das Glasfaserkabel von der Vermittlungstelle bis zum KVz geführt. Im KVz befindet sich eine optische Netzwerkeinheit die sogenannte ONU, sie ermöglicht die Signalumsetzung durch einen optisch elektrischen Wandler. Dadurch kann der restliche Weg zum Kunden mit einem Kupferkabel zurückgelegt werden.
Damit die volle VDSL-Geschwindigkeit realisiert werden können darf die Länge der Kupferleitung möglichst nicht mehr als 550 m betragen, da sonst der Dämpfungswert der Leitung zu groß wird. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt beim Upstream zwischen 2 Mbit/s und 12 Mbit/s (in der Regel werden 5 bzw. 10 MBit/s geboten) und beim Downstream zwischen 25 Mbit/s und 52 Mbit/s. Um höhere Bandbreiten zu erreichen ist ein glasfaserbasiertes Netz bis zum Kunden notwendig, dies wird durch die FTTB- oder FTTH-Anschlussverfahren erreicht.
FTTC ist sehr verwandt mit dem FTTN - also "Fibre to the Node". Im Prinzip handelt es sich um die selbe Verlege-Art, wie FTTC. Doch ist hier der Kabelverzweiger näher. Sprich die mit Kupferkabeln bis zum Kunden zu überbrückende Distanz ist etwas länger. Die zu erwartende Übertragungsrate somit auch etwas geringer.
