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Jul 18 2019

 von: D_Heim

Das Unternehmen Vodafone hat aus Brüssel die offizielle Erlaubnis erhalten, den Kabelanbieter Unitymedia zu übernehmen. Das Prüfungsverfahren hat 272 Tage gedauert und das grüne Licht für den Mega-Zusammenschluss gibt es nur unter Auflagen, damit den Kunden keine Nachteile entstehen.

EU gibt grünes Licht für Übernahme der Unitymedia – Vodafone feiert das neue Gigabit-Zeitalter

Am 18.07.2019 hat die EU-Kommission nach 272 Tagen intensiver Prüfung der geplanten Übernahme von Unitymedia durch Vodafone zugestimmt. Die 18,4 Milliarden Euro schwere Übernahme der Liberty Global Kabelnetze in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien unterliegt allerdings Auflagen, damit keine Kunden Nachteile zu spüren bekommen. Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter äußert sich euphorisch zu der Entscheidung der EU-Kommission: „Es ist geschafft: Wir haben grünes Licht aus Brüssel. Ab heute können wir uns mit Unitymedia zusammenschließen. Ab heute wächst zusammen, was zusammengehört…Mit dem heutigen Tag starten wir die zweite Etappe unserer Gigabit-Reise. Und die Vision wird Wirklichkeit: Jetzt kommt die Gigabit-Republik. Jetzt kommt unser Gigabit-Netz nach ganz Deutschland – in alle 16 Bundesländer.“

 

Mit der Übernahme gehen nun auch die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen ins Netz von Vodafone. Das Unternehmen will in den nächsten drei Jahren insgesamt 25 Millionen Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit versorgen und somit einen deutlichen Infrastrukturschub nach Deutschland bringen.

 

Damit machen wir Gigabit massentauglich. Damit machen wir Gigabit bezahlbar. (Ametsreiter)

Vodafone muss O²/Telefónica Zugang zum Kabelmarkt gewähren

Die Beratungen und Prüfungen der EU-Kommission dauerten unter anderen deswegen so lange, weil zu befürchten ist, dass der Wettbewerb auf dem Markt sich nun noch weiter verringert. Außerdem steht eine weitere große Verhandlungsmacht auf dem Fernsehmarkt. Deswegen gilt als eine der Auflagen; dass dem Wettbewerber Telefónica Zugang zum Kabelnetz gewährt wird. Außerdem darf Vodafone die Gebühren für frei empfangbare Fernsehsender, die durch das Kabelnetz von Vodafone Deutschland übertragen werden, nicht erhöhen. Vodafone muss nun die Auflagen, denen das Unternehmen natürlich zugestimmt hat, in vollem Umfang einhalten.

Kritik kommt von der Deutschen Telekom

Mit der Übernahme der Unitymedia, Tochter von Liberty Global, steigt die Zahl der TV-Kunden von Vodafone auf 14 Millionen, was fast eine Verdoppelung ist, und die der Internetkunden von 6.5 auf Zehn Millionen. Kritik über die Entscheidung kommt aus den Reihen der Deutschen Telekom. Das Unternehmen sieht trotz der Auflagen eine Gefährdung der Medien- und Programmvielfalt. Ein Sprecher sagt: „Wir werden die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde intensiv analysieren und dann entscheiden, ob eine gerichtliche Überprüfung zum Schutz des Wettbewerbs geboten ist“. Da werden wohl alte Erinnerungen wach, denn die Deutsche Telekom musste vor fast 20 Jahren auf Druck der EU-Kommission ihr TV-Kabelnetz abgeben. Nachdem einige Jahre regionale Betreiber dieses betrieben, kam 2013 Vodafone hinzu und kaufte schon den Anbieter Kabel Deutschland.

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Quelle:Tagesschau, Vodafone

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