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Jan 02 2014


2013 ging es hoch her auf dem Breitbandmarkt. Die Deutsche Telekom machte sich im Sommer wenig Freunde, als die anvisierten Drosselungspläne vorgestellt wurden. Mittlerweile scheint der Fahrplan in eine andere Richtung zu gehen. Mit Vor- und Nachteilen für die Nutzer, je nach Nutzungsverhalten.

Drossel oder Aufpreis?

Zuvor wollen wir nochmal die Ereignisse kurz Revue passieren lassen. Im Mai letzten Jahres kündigte die Telekom an, ab Juni Änderungen in den AGB vornehmen zu wollen, die eine Begrenzung der nutzbaren Datenmenge pro Monat mit maximaler Datenrate vorsah. Besser bekannt als „Drosselung“ bei Breitbandzugängen. 75 GB für DSL-Kunden und ca. 300 GB monatlich für VDSL-Nutzer, sahen die neuen Regelungen vor, welche 2016 technisch umgesetzt werden sollten. Nach erheblichem Gegenwind von Wirtschaft, Politik, Bloggern und Verbraucherschutzen und einem nicht unerheblichen Imageschaden, revidierte der Konzern schließlich die Pläne, deutete aber an, dafür ggf. an der Preisschraube drehen zu wollen. In einem Interview der Rheinischen Post mit Niek van Damme, konkretisierte der Konzern nun diese Gerüchte.

5 bis 10 Euro mehr für Flatrates

Der heute für DSL- und VDSL-Kunden fast selbstverständliche Begriff der „Flatrate“, könnte damit bald zu einem Premiummodel avancieren. Im besagten Interview gab Van Damme an, dass man künftig wieder auf Volumentarife setzen wolle. Wahrscheinlich schon 2014! Diese seien dann aber auch günstiger als heutige, ungedrosselte Angebote. Dem Telekomchef nach, würden davon ohnehin die meisten Verbraucher profitieren, da nur ein Bruchteil überhaupt mehr als 70 GB monatlich benötige.

Schlechte Nachrichten sind das allerdings für Power-User oder Mehrpersonenhaushalte. Denn wer in Zukunft unbegrenzt, also ohne Volumenschranke per Highspeed weitersurfen will, muss draufzahlen. Ein Aufschlag von 5 bis 10 Euro monatlich sei gerechtfertigt, fährt van Damme fort. Damit revidiert die Führungsspitze allerdings ein weiteres Mal ihre Planung. Denn noch kurz vorher standen Mehrkosten von 10 bis 20 Euro zur Disposition. Das letzte Wort ist in dieser Debatte auf jeden Fall noch nicht gesprochen wie es scheint. Völlig unklar wäre zudem, wie eine solche Maßnahme die Tarifpolitik der Mitbewerber beeinflussen würde. Eigentlich stellte sich die Telekom selbst ins Abseits – es sei denn andere marktrelevante Unternehmen, wie Vodafone würden folgen.

Weiterführendes

» VDSL-Anbieter ohne Drosselung



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Autor: Sebastian Schöne

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