
Durch die breite synonyme Verwendung, schließen wir uns diesem an und meinen, wenn nicht anders erwähnt, stets den Folgestandard. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird sich dies unserer Meinung nach in Zukunft bestätigen.
VDSL basiert auf der bisherigen ADSL2+-Technologie und steht abkürzend für "Very High Digital Subscriber Line". Das bedeutet, dass auch bei VDSL unterschiedlich schnelle Upload- und Downloadgeschwindigkeiten genutzt werden. Das "A" bei ADSL steht nämlich für "asynchron" - also nicht identisch. Daher werden auch bei DSL-Internetanschlüssen immer zwei Zahlen angegeben. Z.B. wenn Sie sich für einen DSL-6000-Anschluss interessieren, steht in der Regel beim Internetprovider Ihrer Wahl: "Downstream 6000 KBit/s und Upstram 512Kbit/s. Die Downloadgeschwindigkeit ist bei ADSL immer um ein Vielfaches höher als die Uploadgeschwindigkeit. Ein VDSL-Anschluss mit 50 MBit/s bietet übrigens 10 MBit Uploadrate.
Die Signalleitung erfolgt bei VDSL durch Glasfaserkabel und Kupferleitungen. Es handelt sich um ein sogenanntes Hybridnetz (hybrid: lateinisch für zweierlei Abkunft, zusammengesetzt, gemischt). Abbildung 1 soll dies illustrieren.
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| Abbildung 2+3) |
Bilder: Deutsche Telekom AG Presse
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Die größte Strecke zum Kunden von der OVst wird somit durch Glasfaserkabel realisiert. Nur noch ein kleiner Weg von dem KVz zum Kunden muss noch mit Kupferkabel überbrückt werden. Letztere verfügen über den Nachteil, dass u.a. physikalische Dämpfungsverluste mit zunehmender Entfernung die Signalqualität mindern. Das bedeutet niedrigere VDSL-Geschwindigkeiten für den Endkunden. Bei Glasfaser hingegen, existieren kaum solche übertragungsbedingten Verluste. Wozu dies wichtig ist, mögen sich einige fragen!? Die Antwort ist: Für die möglichen Geschwindigkeiten, die sich mit VDSL erzielen lassen. Bei mehr als 300 Meter, die mit Kupfer zu überbrücken sind, kann nicht mehr von der maximalen Datenrate ausgegangen werden.
In einigen wenigen Gebieten wird mitunter auch Glasfaser direkt bis zum Haus gelegt. Der Fachausdruck dafür heißt „Fibre To The Basement“ (FTTB). Dies ist die ideale Variante und ermöglicht die höchsten Bandbreiten beim Kunden.
Die möglichen Übertragungsraten hängen, wie oben bereits erwähnt, maßgeblich von der Länge des Kupferkabels ab. Je nachdem, wie lang die Strecke zwischen dem Kabelverteiler und dem Kunden ist, so fällt auch die maximal mögliche Bandbreite aus. Bereits ab einer Entfernung von ca. 1,5 km sind nur noch Übertragungsraten auf dem Niveau von ADSL2+ (16 Mbit/s) möglich. Bei hochwertigen Leitungen und Entfernungen von < 1 Kilometer können bis 50Mbit/s erreicht werden. Die VDSL2-Spezifikation geht übrigens von maximal 200 MBit/s aus. Somit ist für die Zukunft noch einiges an technischen "Reserven" für Optimierungen und neue Highspeed-Produkte denkbar. Erste erfolgreiche Versuche mit 500 MBit/s gab es bereits. » VDSL2 Standard Profile
Abbildung 4 zeigt die Geschwindigkeiten im Vergleich. Die theoretisch, maximal mögliche VDSL-Bandbreite wird den maximalen Bandbreiten von heutigen DSL-Anschlüssen gegenübergestellt. Inklusive der alten ISDN und DFÜ-Modemzugängen. Letztere sind in der Grafik kaum erkennbar. Bei der hier verwendeten Skala (in MBit/s), leistet ein ISDN-Anschluss umgerechnet 0,06 MBit/s und ein DFÜ-Modem 0,05 MBit/s. Diese starken Diskrepanzen illustrieren hervorragend den Fortschritt auf dem Gebiet der modernen Datenübertragung.
