VDSL Alternativen

Alternativen für Highspeed Internet im Überblick


Zweifelsohne ist VDSL oder Glasfaserinternet sehr schnell und somit äußerst attraktiv. Doch nicht jeder kann es nutzen, denn leider bleibt die moderne Internettechnik bisher im Wesentlichen nur einigen Ballungsräumen und Randregionen vorbehalten. In der großen Fläche ist VDSL also noch nicht verfügbar. Wir haben uns für Sie daher nach Alternativen umgesehen. Diese bieten teilweise sogar in ländlichen Regionen eine gute Verfügbarkeit und sind mindestens so schnell, wie VDSL.


Ausbau und Abdeckung der VDSL-Alternativen

Der Ausbau der Glasfasernetze, und somit auch die Grundlage für VDSL, ist sehr kostenintensiv. Kein Wunder also, dass die Breitbandtechnik fast nur dort angeboten wird, wo viele potenzielle Kunden leben. Also in Großstädten. (Mehr zu Ausbau erfahren Sie übrigens hier.) Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, jedoch zeichnet sich bisher leider folgendes Bild: VDSL auf dem Land ist und bleibt Mangelware. Punktum! Alternative Lösungsansetze beim Netzausbau sind daher insbesondere hier willkommen. Doch welche sind das und wo liegen die Vor- bzw. Nachteile begründet? Im Folgenden geben wir einen Überblick aller Alternativen.


Neue Standards für Breitband-Internet mit über 16 MBit

Bis vor ein paar Jahren noch, war VDSL die einzige Technik, die Download-Geschwindigkeiten jenseits der „DSL-Speed-Schallmauer“ versprach. Bei 16 MBit/s war technisch bedingt Schluss! Es sei denn, man wohnte in einer der wenigen Metropolen, in denen VDSL ausgebaut wurde. Doch heute gibt es mittlerweile 4 Alternativen. Zum einen Kabelinternet, Long Term Evolution, kurz LTE, SAT-Internet und reines Glasfaserinternet. Darüber hinaus wird künftig das sogenannte "VDSL-Vectoring" die Highspeed-Verfügbarkeit weiter vorantreiben.


1) Kabel-Internet als gleichwertige VDSL Alternative

Kabel Internet als 1. Alternative
Die großen Kabelprovider waren die ersten, die Internetzugänge anboten, deren Leistung in vergleichbare Dimensionen vordrang. Die Unternehmen haben früh das Potenzial erkannt, welches in den eigenen Kabelnetzen steckt. Seit Jahren scheuen die Kabelanbieter keine Kosten und Mühen und modernisieren Schritt für Schritt die unternehmenseigenen Netze. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mittlerweile haben die Unternehmen Internetzugänge im Angebot, die weit leistungsfähiger sind, als die meisten VDSL-Angebote. Das schnellste bieten Downloadraten von bis zu 200 MBit/s. Einige experimentieren sogar bereits mit 1000 MBit-Flatrates. Zum Vergleich: Der schnellste VDSL-Zugang bei der Deutschen Telekom leistet 50-100 MBit/s. Auch die Preise sind im Vergleich sehr moderat und im direkten Vergleich nicht selten günstiger als via VDSL. Wer mehr über Kabel-Internet als Alternative wissen möchte, findet hier weitere Details.
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» zu Kabel Deutschland (restliche Bundesländer)


2) LTE als Alternative zu VDSL auf dem Land und für mobilitätsorientierte User

LTE als 2. Alternative
Hinter der Abkürzung LTE verbirgt sich ein relativ neuer Mobilfunk-Standard, der Spitzengeschwindigkeiten von maximal 50-100 MBit/s im ländlichen Raum verspricht. Die Vorgängertechnologien UMTS und HSPA bieten nur Downloadraten im Bereich von rund 0,5 – 42 MBit je Sekunde. LTE bietet vor allem auf dem platten Land, einen adäquaten Ersatz für kabelgebundene Breitband-Flatrates. Die angegebenen Downloadraten sind allerdings eher in Städten realistisch und somit für alle geeignet, die viel unterwegs sind. Auf dem Land spielt LTE eher eine Rolle als leistungsfähige Alternativ-Technologie. Hier zählt primär der Zugang zum Netz als brachialer Downloadspeed. Dennoch gelten in der Praxis 25 - 50 MBit als durchaus realisierbar. Seit 2015 haben Telekom und Vodafone übrigens sogar entsprechende Tarife (mobil) mit 225-300 MBit im Angebot.
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3) reines Glasfaser Internet

So modern und schnell VDSL auch ist. Auf die letzten Meter kommen immer noch Kupferkabel zum Einsatz. Das dämpft die maximal mögliche Geschwindigkeit der Internetanschlüsse. Die Zukunft liegt daher primär in „reinen“ Glasfaser-Zugängen, bei denen die Fiberkabel mindestens bis zum Haus (FTTB), besser noch in die Wohnung der Kunden (FTTH) führen. Die Telekommunikationsprovider können dann theoretisch Flatrate-Tarife deutlich jenseits der 100 MBit-Marke anbieten. In ersten Regionen Deutschlands klappt das schon oder der Ausbau ist geplant. Hier mehr zum Thema Glasfaser Internet. Bereits im Sommer 2012 ging es in den ersten Städten los! Die Telekom startete FTTH mit bis zu 200 MBit.


4) SAT-DSL als Notlösung

Die zwei vorgestellten Möglichkeiten, können am besten als VDSL-Ersatz herhalten. Einzig Internet via Satellit würde noch eine Ultima-Ratio-Option darstellen. "SAT-DSL", wie es auch genannt wird, bietet bis zu 20 MBit/s. Lange eigneten sich Satellitenlösungen aber eher für Firmen und Selbstständige, da die Kosten recht hoch waren. Mittlerweile sind die Angebote aber weitestgehend auch für Privathaushalte erschwinglich. Dank bidirektionaler Technik, kann per Satellit sogar der Down- UND Uplink realisiert werden, ein Telefonanschluss ist somit nicht mehr nötig. Der Nachteil: Wie bei LTE, ist die Nutzung nicht unlimitiert möglich. Durch die sogenannte "fair use policy", können Nutzer innerhalb eines Monats nicht unbegrenzt Daten senden und empfangen. Ab einem bestimmten Datenverbrauch wird die Übertragungsgeschwindigkeit gedrosselt. Einzig die Firma "SkyDSL" verweist bisher auf Angebote ohne diese Begrenzung. Fazit: Wer auf dem Land wohnt und weder auf Kabel noch LTE zurückgreifen kann, findet hier ggf. eine Lösung, die praktisch überall in Deutschland möglich ist. Man sollte aber im Vergleich etwas höhere Kosten einplanen.

Vectoring als neue Hoffnung?

Hinter dem Begriff des Vectorings verbirgt sich vereinfacht gesagt ein optimiertes VDSL-Verfahren, welches zwei elementare Vorteile verspricht. Zum einen steigt die mögliche Datenübertragungsrate von 50 auf 100 MBit. Zum anderen wächst gleichsam der Radius der, ausgehend von einem DSLAM, abgedeckt werden kann. Von einem mit Vectoring modernisierten DSLAM-Verteiler, können also mehr Haushalte mit Datenraten über DSL-Niveau erschlossen werden. Bis zu einer Distanz von 500 Metern, soll die volle Bandbreite beim Kunden anliegen. Seit 2013 wird die Technik deutschlandweit ausgebaut. Der Verkaufsstart von Vodafone, O2, 1und1 und der Telekom erfolgte im August 2014. Seiher können Interessenten in ersten Regionen VDSL-Anschlüsse mit bis zu 100 MBit buchen. Mehr zu dem Thema finden Sie hier.



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