Lexikon

Begriffe rund um DSL & VDSL leicht erklärt


DSL

Steht abkürzend für „Digital Subscriber Line“. Mit der DSL-Technologie lassen sich über das Festnetz Datenverbindungen realisieren. Man unterscheidet ferner zwischen ADSL und SDSL. Bei ADSL ist die Downloadrate, also das Empfangen von Datenpaketen aus dem Internet, erheblich größer als die Uploadrate. Daher auch das "A" vor "DSL", welches für "asynchron" steht. Internetzugänge für Privatkunden sind gewöhnlich immer ADSL-basiert. Daneben existiert noch die spezielle Variante SDSL, mit "S" für "synchron". Down- und Uploadrate sind hier gleich hoch. SDSL wurde vorrangig von Unternehmen eingesetzt, war bedeutend teurer und eigentlich kaum noch zeitgemäß. Daher findet man auch kaum noch entsprechende Tarife.


ADSL2+

Bei ADSL2+ handelt es sich lediglich um eine Weiterentwicklung der ADSL-Norm. Siehe dazu auch den Punk "DSL". Vorrangig wurden Verbesserungen hinsichtlich der möglichen Datenraten und der Reichweite getroffen. Details finden Sie in unserem Technikguide.


FTTx - Fibre to the ...

Im Zusammenhang mit dem Glasfaser- und VDSL-Netzausbau, fallen immer wieder die englischen Abkürzungen FTTC, FTTB und FTTH. Diese stehen jeweils für eine bestimmte Anschlussweise von der Vermittlungsstelle bis zum Endkunden. Der Unterschied liegt vereinfacht gesagt in der Distanz, welche zum einen mittels Glasfaserleitungen und zum anderen über alte Kupferleitungen realisiert wird. Generell gilt: Je höher der Glasfaserleitungsanteil an der Gesamtstrecke ist, desto größer ist die beim Endkunden zu erwartende maximale Datenübertragungsrate. FTTB und FTTH sind demnach eindeutig im Vorteil gegenüber FTTC (VDSL), da der Ausbau durchgängig mit Fiber erfolgt. Die maximalen Datenübertragungsraten liegt dann (aktuell) im Bereich von 1000 MBit/s für den Down- und Upstream. In Zukunft sind sogar Werte im Bereich von weit über 2000 MBit nicht unrealistisch.


Ausbauvarianten VDSL, DSL, Glasfaser


Im Zusammenhang mit den Glasfasernetzen, ist zudem noch die Differenzierung in aktive und passive (PON) optische Netzarchitekturen zu nennen.

VDSL

Mit VDSL sind wesentlich höhere Geschwindigkeiten möglich, als dies mit ADSL der Fall war. Der Standard sieht aktuell Endkundendatenraten von bis zu 250 MBit/s vor. Der Großteil des deutschen Netzes wurde bis dato von der Deutschen Telekom ausgebaut. Schon 2006 erfolgte der Startschuss - heute stehen die Anschlüsse für ca.80% der Haushalte zur Verfügung. Aber auch andere Anbieter haben nachgezogen und bieten entsprechende Zugänge an » Einführung zum Thema VDSL


VDSL2

Bei VDSL2 handelt es sich streng genommen um den technischen Nachfolger von VDSL1. Da sich in Deutschland die VDSL1-Technik nicht durchsetzen konnte, werden fälschlicherweise die beiden Standards synonym im Sprachgebrauch verwendet. Wenn in den Medien die Rede von „VDSL“ ist, meint man eigentlich immer "VDSL2". Denn alle kommerziellen Angebote für Endkunden nutzen den VDSL2-Standard. Der Einfachheit halber hat sich aber die kürzere Variante eingebürgert. So wie die meisten auch nicht „ADSL“ sagen, sondern nur „DSL“. Details zu den Unterschieden und der Technik von VDSL2 hier in unserem VDSL2-Spezial und im Technik-Guide.




VDSL-Vectoring

Das sogenannte Vectoring (G.993.5) steigert die Effizienz der VDSL-Technik. Es können so noch höhere Geschwindigkeiten auf gleichen Distanzen erreicht werden. Verbessert wurde damit auch die potenzielle Reichweite, sowie die Uploadrate. Seit 2013 hält Vectoring in Deutschland beim VDSL-Ausbau langsam Einzug und soll künftig in immer mehr Haushalten verfügbar sein. Statt 50 MBit, lassen sich Anschlüsse mit 100 MBit realisieren. Weitere Information rund ums Thema Vectoring, erhalten Sie in diesem Ratgeber.

Supervectoring

Ein nochmals verbesserter Vectoring-Standard, der seit Sommer 2018 die Übertragungsrate von VDSL-Haushalten auf bis zu 250 beschleunigt.

G.fast

Ähnlich wie Vectoring und Supervectoring, ist G.fast ein spezielles Verfahren, um auf kurze Distanz hohe Datenübertragungsraten im Festnetz zu erzielen.

Hybrid-Internet

Hierbei handelt es sich um einen technischen Ansatz, welcher Mobilfunk (LTE) und Festnetz zu einem besonders schnellen Internetzugang bündelt. Auf diese Weise können Highspeed-Tarife auch in ländlichen Gebieten geschaltet werden, selbst wenn dort DSL mit nur wenigen MBit/s anliegt. Angeboten werden entsprechende Tarife aus (V)DSL und LTE hierzulande momentan nur von der Deutschen Telekom.



IPTV

Steht für die Abkürzung „Internet Protocol Television“, bedeutet also frei übersetzt "Fernsehen über Internet Protokoll". Ähnlich wie beim Telefonieren über das Internet, wird auch hier das Internetprotokoll (IP) verwendet. IPTV verspricht, neben vielfältigen neuen Anwendungen und Features, höchste Video- und Audioqualität. Besonders dank vielfältigem HDTV-Senderangebot und immer mehr UltraHD-Inhalten. Voraussetzung ist immer ein schneller Internetzugang, insbesondere wenn hochauflösendes Fernsehen gewünscht wird. Dann empfiehlt sich dringend ein VDSL-Anschluss. Und wer hat IPTV im Angebot? Die Deutsche Telekom bietet mit "Magenta-TV" via VDSL und ADSL2+ ein Komplettpaket mit Internet, Telefon und TV. Zweiter im Bunde ist Vodafone mit „Vodafone Giga-TV“. Aber auch 1&1 vertreibt zu seinen Highspeed-Tarifen DSL-basiertes Fernsehen namens "1und1 HD TV".

HDTV & Ultra HD

Samsung Fernseher

Samsung: TV-Erlebnis in HD oder Ultra HD

Die Abkürzung steht für High Definition Television - zu gut Deutsch "hochauflösendes Fernsehen". HDTV repräsentiert alle hochauflösenden Fernsehnormen - daher über dem Niveau von PAL (768x576). Beim sogenannten "Full HDTV" (maximale Auflösung), stehen 1920x1080 Bildpunkte zur Verfügung.

Mittlerweile ist ein breites Senderspektrum in HD verfügbar. So ziemlich alle privaten und öffentlich-rechtlichen Sender können sowohl via Kabel, DVB-T2, als auch per IPTV empfangen werden. Das ultrascharfe Fernsehen in 4K kommt außerdem per Bluray, Streaming (z.B. Netflix) oder SAT in Ihr Wohnzimmer.

Magenta-TV

Die Deutsche Telekom bietet mit „Magenta-TV“, in Verbindung mit einem VDSL-Anschluss, eine Vielzahl an HD- und UltraHD-Inhalten - auch per Onlinevideothek. Die Bundesliga gibt es ebenfalls auf Wunsch hochauflösend. Darüber hinaus haben Kunden Zugang zu fast allen Streamingdiensten (teils vergünstigt oder inklusive), wie TVNow, Netlix, Sky, DAZN und vieles mehr. Hier mehr über Magenta-TV unter www.telekom.de.

Receiver

Receiver sind quasi technische Mittler zwischen dem Empfangsgerät und dem Fernseher. Egal wie das Fernsehsignal übertragen wird (DVB-T2, Internet oder Satellit) - der Receiver wandelt die Signale in eine für den Fernseher "verständliche" Quelle um. Nahezu alle Fernseher haben bereits von Hause aus die entsprechende Technik implementiert und verfügen schon über integrierte DVB-T2 (Terrestrisch), DVB-C (SAT) oder Kabeltuner (DVB-C). Vorteil: Die Notwendigkeit für ein externes Gerät entfällt in diesem Fall. Auch bei IPTV ist ein solcher Receiver nötig, welcher aber von den Anbietern bezogen werden muss. TV-Geräte mit IPTV-Receiver sind nämlich noch nicht erhältlich.

IPTV-Receiver der Dt. Telekom

IPTV Receiver für Magenta TV


MBit/s, KBit/s

Sind beides Abkürzungen für die Geschwindigkeit einer Datenübertragung. Die Geschwindigkeit moderner Internetanschlüsse wird in diesen Größen angegeben. Ein DSL-16000-Anschluss meint also einen DSL-Zugang mit maximal 6000 KBit/s (Kilobit je Sekunde). Das entspricht 16 MBit/s (Megabit je Sekunde). 16 MBit/s wiederum entsprechen 2 Megabyte je Sekunde. Bei voller Auslastung der möglichen Bandbreite dauert der Download einer 8 MB großen Datei (z. B. einem MP3-Song) rund also 4 Sekunden. Hier gibt es mehr zum Thema Datenübertragungsrate samt Rechenbeispielen...


VDSL Router und Modem

Um VDSL nutzen zu können, sind spezielle VDSL-fähige Router nötig. Herkömmliche DSL-Router sind nicht verwendbar. Die Auswahl ist mittlerweile recht ordentlich. Wir haben daher für Sie Geräte und Tipps zusammengestellt. Hier zu VDSL-Routern und hier mehr zum Thema Modems.


Splitter

Lange Zeit benötigten DSL- und VDSL-Kunden noch einen sogenannten Splitter. Seit der Umrüstung auf IP-Telefonie (2020 abgeschlossen), sind diese aber nicht mehr nötig. Nur als noch analog telefoniert wurde und die Datenübertragung auf einem Band kurz über der für Telefonie übertragen wurde, war das Teil relevant. Mehr dazu hier auf dieser Seite.



Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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