Testbericht: Telekom "Speedport smart"

Was kann der neue Speedport für VDSL & DSL?


Zur Internationalen Funkausstellung 2016 in Berlin hat die Deutsche Telekom den Speedport Smart VDSL Router vorgestellt. Das neueste Modell der Speedport Serie kommt mit schnelleren WLAN-Verbindungen, einem modischen Design und soll in Zukunft auch Smart-Home Funktionen unterstützen. Der Preis liegt deutlich unter dem ähnlich leistungsfähiger Konkurrenz-Geräte und auf Wunsch kann man den Speedport Smart auch im Endgeräte-Servicepaket bei der Telekom mieten. Max von VDSL-Tarifvergleich.de konnte den Speedport Smart Router bereits ausführlich testen.

Speedport Smart

Vorbildlicher Lieferumfang

Neben dem Speedport Smart findet man in der Verpackung natürlich ein passendes Netzteil mit einem sehr stabil wirkenden Netzkabel. Des Weiteren gibt es ein mit 4,25 m ausreichend dimensioniertes DSL-Anschlusskabel, sowie zwei jeweils 1,5m lange LAN-Kabel. Das eine Kabel ist zum Anschluss von Endgeräten, wie etwa einer Spielekonsole gedacht, das andere für die Verbindung zu einem externen Glasfaser-Modem, sofern man denn ein solches Modem nutzen möchte. Außerdem gibt es eine Montageplatte für die Wandmontage und eine Bedienungsanleitung. Die Anleitung verdient ein Lob, denn sie ist nicht nur sehr ausführlich, sondern auch sehr gut verständlich und mit vielen Grafiken bestückt.

Karton Speedport Smart
Lieferumfang Speedport Smart

Gehäuse mit optionaler Wandmontage

Der Speedport Smart kommt in einem weißen Plastik-Gehäuse daher, welches zu den Seiten hin abgeflacht wurde und oben sowie unten einige Lüftungsschlitze zur Wärme-Ableitung bietet. Der Standfuss ist fest am Gehäuse angebracht, sodass der Router „stehend“ betrieben werden muss. Auf Wunsch können Kunden eine fixe Wandmontage vornehmen. Dazu muss die im Lieferumfang enthaltene Montageplatte an die Wand geschraubt werden. Der Speedport Smart wird dann einfach samt Standfuß in die Platte eingesteckt – praktisch und einfach zugleich. Unter dem Fuß befindet sich übrigens eine Service-Karte, auf der alle wichtigen Standard-Passwörter notiert sind.

Montageplatte mit Servicekarte

NFC Schnittstelle auf der Front

Auf der Front findet man neben drei Tasten für WLAN, WPS und DECT-Telefon auch diverse LEDs zur Status-Signalisierung. Eine wirkliche Besonderheit ist die NFC-Schnittstelle, welche ebenfalls auf der Front untergebracht und durch ein entsprechendes Logo gekennzeichnet ist. Verfügt man über ein Android Smartphone mit NFC, so braucht man dieses nur einmal kurz an den Speedport halten, um sich mit dem WLAN zu verbinden. Im Vergleich zur manuellen Passwort-Eingabe fanden wir das sehr bequem und im Test funktionierte die NFC Schnittstelle mit einem Samsung Galaxy Alpha Smartphone reibungslos.

VDSL-Modem für bis zu 100 MBit/s

Das Modem im Telekom Speedport Smart ist mit allen gängigen DSL-Standards kompatibel, darunter natürlich auch mit VDSL Vectoring. Besitzt man einen entsprechenden Tarif, so sind Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download und bis 40 MBit/s im Upload möglich. Noch schneller wird es, wenn ein Glasfaser-Anschluss genutzt wird. Dann benötigt man zwar ein externes Modem, doch der Speedport Smart ist dafür vorbereitet und bietet mit dem blauen LINK-Anschluss auf der Rückseite einen entsprechenden Eingang für das Glasfaser-Modem. Im Test wurde der Speedport Smart an einem VDSL 50 Anschluss der Telekom betrieben. Die Leistung war gut und zu jeder Zeit wurde die volle Geschwindigkeit erreicht. Mehr zu Tarifen und Bestellung mit Onlinevorteil hier auf www.telekom.de.

Schnelles WLAN mit 4x4 MIMO

Die Telekom hat im Speedport-Smart Router ein modernes WLAN Funkmodul mit 4x4 MIMO Antennen-Technik integriert. Zudem ist das Gerät für Multi-User MIMO (MU-MIMO) vorbereitet. In der Theorie sind somit Geschwindigkeiten von bis zu 1.733 MBit/s über WLAN 802.11ac im 5 GHz Frequenzbereich möglich. In der Praxis gibt es aber bislang nur wenige Endgeräte, welche diese Geschwindigkeit auch unterstützen. Das im Test verwendete Apple MacBook Pro aus dem Jahr 2015, konnte immerhin bis zu 1.300 MBit/s Brutto-Datenrate nutzen, was ein sehr guter Wert ist. Natürlich wird WLAN auch im Frequenzbereich um 2,4 GHz unterstützt und auf der Rückseite des Routers stehen vier Gigabit Ethernet-Schnittstellen für kabelgebundene Endgeräte zur Verfügung.

technische Eckdaten des Speedport Smart auf der Karton Rückseite

Wichtiger als die maximale Datenrate, ist für viele Nutzer die WLAN-Reichweite. Der Speedport Smart kann hier punkten. Im Vergleich zum Vorgänger W724V wurde die Reichweite verbessert und für eine große Wohnung bzw. ein kleines Einfamilienhaus dürfte das WLAN bei guter Positionierung des Routers auf jeden Fall ausreichen.

Auf Wunsch lässt sich neben dem Haupt-WLAN auch ein WLAN Gastzugang mit separatem Namen und Passwort einrichten. Auch eine Zeitschaltung ist verfügbar, optional kann die Zeitschaltung so konfiguriert werden, dass das WLAN erst dann abgeschaltet wird, wenn der letzte Nutzer sein Gerät abgeschaltet hat – zum Beispiel zur Nachtruhe. Sonst kennt man dieses Feature vor allem von Fritz!Box Geräten aus dem Haus AVM. Der Telekom WLAN-to-Go Hotspot wird vom Speedport Smart natürlich ebenfalls unterstützt, sofern die Funktion im Kundencenter aktiviert wurde.

Telefonanlage mit DECT Funktion

Der Telekom Speedport Smart Router bietet nicht nur schnelles Internet, sondern verfügt auch über eine integrierte Telefonanlage. Zwei analoge Telefone oder Faxgeräte können direkt über die TAE-Steckplätze auf der Router-Rückseite angeschlossen, weitere bis zu 6 Telefone können drahtlos per DECT-Funk verbunden werden. Im Test wurde ein DECT-Telefon vom Typ Telekom Speedphone 10 mit dem Speedport Smart verwendet, die Einrichtung war innerhalb weniger Sekunden erledigt. Hinsichtlich der Sprachqualität können wir dank HD-Voice sagen: Sehr gut! Die DECT Reichweite dürfte auch für eine große Wohnung oder ein Einfamilienhaus ausreichen, sofern man den Router nicht in der hintersten Ecke der Wohnung betreibt.

Entertain mit 4K und Heimnetz-Funktionen

Als erster Telekom VDSL-Router unterstützt der Speedport Smart den TV-Dienst Entertain mit bis zu 3 parallelen Video-Streams in 4K-UHD Auflösung. Hier merkt man die im Vergleich zum Vorgänger-Modell Speedport W724V deutlich gesteigerte Rechenleistung. Natürlich kann man auch lokal im Heimnetzwerk gespeicherte Medien streamen, etwa Urlaubsvideos. Im Test funktionierte ein Full-HD Stream vom Speedport Smart zu einem Sony Fernseher problemlos und ruckelfrei, der Film war auf einem USB-Stick gespeichert, welcher am USB 2.0 Anschluss des Speedport Smart angeschlossen war.

Smart Home per Update

Grundsätzlich soll der Speedport Smart – wie der Name schon vermuten lässt – auch mit der Telekom Smart Home Lösung funktionieren. Laut Telekom wird das Gerät allerdings erst mit einem Update im Jahr 2017 in der Lage sein, entsprechende Smart-Home Funktionen zu übernehmen, daher konnte dies für den vorliegenden Testbericht noch nicht berücksichtigt werden. Software-Updates können übrigens ganz einfach über die Benutzeroberfläche des Speedport Smart durchgeführt werden. Bei der Installation des Updates startet der Router kurz neu, danach stehen dann die neuen Funktionen zur Verfügung.

Fazit: der bislang beste Speedport Router

Mit dem Speedport Smart hat die Telekom ihren bislang besten VDSL-Router vorgestellt. Die WLAN-Verbindung ist mit einem entsprechenden Endgerät sehr schnell und die WLAN Reichweite wurde im Vergleich zum Vorgänger Speedport W724V etwas verbessert. Das im Lieferumfang enthaltene Handbuch ermöglicht eine sehr einfache Inbetriebnahme und grundsätzlich bietet der Speedport Smart alle wichtigen Funktionen und ist zukunftssicher. Die Telekom verkauft den Speedport Smart zu einem Preis von 159,90 € ohne Vertrag bzw. für 5,99 € monatlich als Mietgerät. Dies ist angesichts des großen Funktionsumfangs ein attraktiver Preis und man kann den Speedport Smart ohne weiteres ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigen.

Nutzer, die besonders viel Wert auf eine große Funktionsvielfalt legen und gerne ausführliche Informationen zu ihrer DSL-Verbindung einsehen möchten, sollten sich aber dennoch die AVM FRITZ!Box Modelle 7490 und 7580 genauer ansehen, denn diese bieten die deutlich umfangreichere Software und sind mit etwas mehr Anschlüssen ausgestattet als der Speedport Smart. Dafür kosten die AVM Router aber auch mehr als der Telekom Router.

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Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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