VDSL 50

Einführung und Ratgeber zu VDSL-Zugängen mit 50 MBit


VDSL mit 50 MBit - Ratgeber

VDSL 50“ ist eine Kurzschreibweise welche andeutet, dass ein VDSL-Breitbandanschluss Downloadraten von maximal 50 MBit bietet. Zurzeit ist VDSL50 die gängige Geschwindigkeit am Markt im mittleren Preissegment. Vereinzelt werden auch Tarife mit 25, 100 oder sogar 250 MBit (Vectoring) offeriert. Verbraucher sollten allerdings bedenken, dass es sich immer um „bis Angaben“ handelt. Die volle Leistung wird in der Regel nur erreicht, wenn das Haus bzw. die Wohnung nicht weiter als 500-800 Meter vom Verteiler (Multifunktionsgehäuse) entfernt ist. Höhere Distanzen gehen einher mit geringeren Datenraten. Folgend wollen wir Ihnen zeigen, wo die Vorzüge von VDSL50 liegen und geben Interessenten einige relevante Informationen für Interessenten mit auf den Weg.


Wie schnell ist VDSL50 im Vergleich?

Ziemlich schnell! 50 MBit/s sind schließlich stolze 50.000 KBit/s, was bedeutet, dass über den Internetzugang bis zu 6,25 Megabyte pro Sekunde geladen werden können. Ein Download mit 1000 MB (1 GB) dauert also nur rund 2,7 Minuten, während ein DSL-Anschluss damit im Besten Fall 8,4 Minuten beschäftigt ist. Besonders große Dateien laden also in merklich kürzerer Zeit. Updates oder Servicepacks für Windows, verschlingen z.B. leicht mehrere Gigabyte. Ein Geduldsspiel mit einem langsamen DSL-Zugang! Wer Filme runter lädt, etwa von Videostreamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime Video, hantiert regelmäßig mit Dateien im Größenbereich von mehreren Gigabyte. Spätestens dann ist VDSL eine echte Bereicherung. Beim Direktstreaming am TV-Gerät profitieren Sie zudem von einer deutlich höheren Bildqualität bis hin zu Ultra HD. Und auch die immer populärer werdenden Cloud-Dienste laufen mit VDSL bedeutend schneller. Die nachfolgende Grafik zeigt die Unterschiede noch einmal in der Übersicht.




Anwendungen für VDSL 50

Sicherlich reicht zum einfachen surfen auch ein weniger leistungsstarker Anschluss. Im Alltag beschleunigt VDSL mit 50 MBit/s aber insbesondere Standardaufgaben, wie der Download großer Dateien. Such der deutlich schnellere Upload macht sich schnell bemerkbar. Wer die letzten Urlaubsbilder zum digitalen Fotolabor schickt, wartet nur noch ein 1/10 der Zeit. Denn im Gegensatz zu DSL16000, arbeitet VDSL50 mit einem (bis) 40 Mal so flotten Upload - genauer gesagt mit rund 40 MBit/s, statt nur 1 MBit/s. Das folgende Diagramm illustriert, wie viele Minuten das Senden von 100 Megabyte (rund 50 Fotos), je nach Anschlusstyp, dauern würde. Ein DSL6000-Anschluss, benötigt für diese Aufgabe fast 1/2 Stunde!


Für Mehrpersonenhaushalte (WG´s, Großfamilien etc.), ist superschnelles VDSL besonders gut geeignet. Denn hier teilen sich viele Teilnehmer, teils parallel, einen einzigen Anschluss. Da kann es schon mal zum „Stau“ auf der Internetleitung kommen. In naher Zukunft wird es aller Wahrscheinlichkeit nach noch viele, viele neue Features und Anwendungen im Internet geben, welche das Potenzial von VDSL50 (oder schneller) sinnvoll nutzen. Bisher war es jedenfalls immer so, dass Möglichkeiten welche und die Technik vorgibt, von findigen Entwicklern auch genutzt werden. Eine Paradedisziplin für VDSL 50 (oder höher) bleibt bis heute die Übertragung von hochauflösenden Videos und TV über das Internet. Als Stichpunkt sein hier IPTV in (U)HDTV, Videostreaming und Videokonferenzen genannt. Turbo-Breitbandinternet ist aber nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen ein relevanter Erwerbs- und Standortfaktor geworden.


Brauche ich einen speziellen Router bzw. Modem?

Ja! Jeder der VDSL nutzen möchte, benötigt auch ein spezielles Modem oder Router, welches VDSL unterstützt. Im Handel gibt es zwar immer noch weniger VDSL-Router als für DSL, doch die Auswahl wächst zusehends. Neukunden erhalten bei der Bestellung von VDSL 50 aber ohnehin ein passendes Gerät vom Provider. Manche sind kostenfrei, manchmal wird ein Fixum von ca. 50 € verlangt. Andere, wie die Deutsche Telekom, bieten die Router optional auch als Miet-Gerät. Hier finden Sie mehr zum Thema VDSL-Hardware, gegliedert nach Anbietern.


Wer bietet VDSL-50 bisher?

Praktisch alle namenhaften Breitbandunternehmen haben wenigstens einen Tarif derart in der Angebotspalette - neben den herkömmlichen DSL-Komplettpaketen. Bald schon könnte es sogar andersherum sein. O2 z.B. bietet schon mehr VDSL- als DSL-Tarife. Welche Anbieter das sind, zeigen wir hier in der Übersicht. Wer die Preise vergleichen möchte, sei auf unseren VDSL-Tarifvergleich verwiesen.

Was ist VDSL100?

Tatsächlich ist bei VDSL50 noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Dank einer verbesserten Technologie namens „Vectoring“, lassen sich die bestehenden Festnetzstrukturen auf VDSL-Basis weiter ausreizen. Seit 2014 wird in Deutschland zunehmen auf Vectoring gesetzt, so dass einige Haushalte nun noch schneller ins Netz kommen. Die Obergrenze liegt dann nicht mehr bei 50, sondern bei stattlichen 100 MBit. Mehr dazu hier. Noch höhere Übertragungsraten bieten Tarife auf Basis des Supervectoringverfahrens, welches sogar 250 MBit ermöglicht.

Netzausbau für schnelleres Internet

Tipps zur Optimierung

In Foren stoßen wir immer wieder auf Nutzer, die sich über zu geringe Datenraten ärgern. Statt der versprochenen 50 MBit, kommt beispielsweise nur 2/3 der Übertragungsrate an. Der Fehler muss allerdings nicht zwangsläufig auf Seiten des Providers liegen oder leitungsbedingt sein. Vielmehr können auch  Faktoren beim Anwender ursächlich für die Diskrepanz sein. Wie etwa schlecht eingerichtete WLANs, um nur ein Beispiel zu nennen. VDSL-Tarifvergleich.de hat für Sie eine Menge Ratgeber entwickelt, die helfen sollen, Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. » VDSL optimieren – was wenn der Anschluss zu langsam ist



Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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