Ausnahmen bestätigen jedoch bekanntlich die Regel. Beim Netzausbau werden die Glasfaserleitungen auch manchmal direkt bis zum Haus oder in die Wohnung gelegt. Hier spricht man vom sogenannten FTTH/B, also „Fiber to the Home“ bzw. “Building“. Gemeint ist, dass die Leitungen statt nur bis zum Verteiler, direkt bis zum Haus oder in die Wohnung gelegt werden. Aus Kostengründen erfolgt FTTH aber meist nur in baulich neu erschlossenen Stadtbereichen. Der Vorteil ist, dass praktisch keine Verlusteffekte auf den letzten Metern vom Verteiler zum Teilnehmer entstehen. Im Resultat erhalten Anrainer die volle VDSL-Leistung von 50 oder gar 100 Mbit/s.
Sehr, sehr schnell! 50 MBit/s sind schließlich stolze 50.000 KBit/s. Die obere Grafik illustriert die Downloadzeit einer 10 Megabyte großen Datei. Das entspricht z.B. zwei hochauflösenden Digitalkamerafotos oder zwei hochwertigen MP3-Songs.
Sicher reicht zum einfachen surfen auch weniger. Aber schnelle, breitbandige Internetverbindungen sind nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen ein relevanter Erwerbs-und Standortfaktor geworden. Die Paradedisziplin für VDSL 50 (oder höher) ist daher auch nicht simples surfen, sondern vorrangig die Übertragung von hochauflösenden Videos übers Internet. Als Stichpunkt sein hier IPTV in HDTV und Videokonferenzen in HD genannt.
Im Alltag beschleunigt VDSL 50 natürlich auch Standardaufgaben, wie der Download großer Dateien oder der Upload der letzten Urlaubsbilder zum digitalen Fotolabor. Gerade Letzteres kann aus eigener Erfahrung, mit einem Standard DSL-Anschluss, ziemlich lange dauern.
Die Uploadgeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit mit der Daten gesendet werden können, beträgt bei VDSL 50 in der Regel 10 MBit/s. Fotos senden Kunden von VDSL50 also schneller, als manch einer im Internet mit DSL6000 surft :-)
Ja. Jeder der VDSL nutzen möchte, benötigt auch ein Modem oder Router, der VDSL unterstützt. Im Handel gibt es bisher kaum solche Geräte. Neukunden erhalten bei der Bestellung von VDSL 50 aber ein passendes Gerät vom Provider. Manche sind kostenfrei, manchmal wird ein Fixum von ca. 50 € verlangt und einige bieten die Router als Mietversion. Hier finden Sie mehr zum Thema VDSL-Hardware, gegliedert nach Anbietern.
Bis vor kurzem bot VDSL50 nur die Deutsche Telekom, in den T-Home Entertainpaketen. Doch der Markt kommt langsam in Bewegung und damit auch erste zusätzliche VDSL-Anbieter.
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