VDSL Modem

Ratgeber: Welches Modem für VDSL und woher?


Eines zunächst vorweg! Viele VDSL-Modems gibt es nicht auf dem Markt. Wir wollen Ihnen hier daher einen kurzen, hilfreichen Überblick zu den Möglichkeiten, Kosten und Anbieter bereitstellen. Denn viele Leser fragen sich vor der Bestellung zu Recht: „Welche VDSL-Hardware oder welches Modem brauche ich eigentlich und was kostet das?“.


Modem, Router … oder was?

VDSL Modem im Einsatz
Eigentlich sind die meisten Geräte am Markt keine reinen VDSL-Modems, sondern VDSL-Router. Nur im Sprachgebrauch wird beides des Öfteren (fälschlich) synonym gebraucht. Vereinfacht gesagt, ist in jedem VDSL Router ein Modem implementiert, welches auch mit dem VDSL-Standard umgehen kann. Nur stellen erstere dem Nutzer weit mehr Funktionen und Möglichkeiten zur Verfügung. Der kleine aber feine Unterschied ist wichtig! Denn die Aufgabe des Modems liegt lediglich darin, dass Sie mit einem PC (oder Laptop) ins Netz kommen. Sollen jedoch mehrere PCs im Heimnetz per LAN bzw. kabellos mit WLAN ins Internet gebracht werden, benötigen Sie einen VDSL-fähigen Router. Diese Geräte leisten wesentlich mehr und verfügen meist noch über moderne Telefonanlagen. Besonders beliebt, sind die bewährten Fritz!Box-Modelle von AVM. Bereits seit Ende 2010 hat AVM passende VDSL-Modelle im Angebot. Die Fritzbox 7390 unterstützte als erstes Gerät des Herstellers den VDSL-Standard und gilt heute noch als Referenz, wird aber bald durch die 7490 abgelöst.


Lohnt der Einsatz eines Modems überhaupt?

Nur bedingt! Zu empfehlen wäre die Modemlösung eventuell dann, wenn man lediglich surfen will und auch sonst keine großen Komfortansprüche hat. Es fehlt meist die WLAN-Funktionalität, ebenso wie die Möglichkeit Telefone anzuschließen. Im Prinzip spricht also in der Regel nur der Faktor Preis für dieses Lösungsmodell oder man plant hinter das VDSL-Modem einen vorhandenen hochwertigen WLAN-Router (ohne VDSL-Support) zu schalten. Man genießt dann allen Komfort, muss allerdings zwei Geräte mit Strom versorgen, was die Stromrechnung unnötig belastet. Wir raten daher eher zur All-in-One-Lösung via Router.


Kein reines VDSL-Modem erhältlich? - Wer bietet welche Geräte?

Mittlerweile erhalten Neukunden weder bei der Telekom, noch bei Vodafone oder anderen Providern optional ein VDSL-Modem dazu, da außschließlich Router zur Disposition stehen. Fündig werden kann man lediglich noch über Auktions- und Gebrauchtwarenbörsen im Internet. Doch nach welchen Modellen kann man Ausschau halten?

Option 1: Speedport 221

Speedport 221 mit altem T-Home Logo

Die Deutsche Telekom hatte mit dem „Speedport 221“ lange Zeit ein günstiges VDSL-Modem für Puristen und Sparfüchse im Angebot, welches für Datenraten bis zu 50 MBit ausgelegt war. Der SP 221 zeichnet sich, dank seiner relativ minimalistischen Bauweise, durch eine hohe Energieeffizienz und niedrigem Platzbedarf aus. Seit 2012 bietet die Telekom das Gerät leider nicht mehr an, so dass man nur auf andere Quellen zurückgreifen kann, etwa Ebay oder Ebay Kleinanzeigen. Die Preise sind jedoch teils gepfeffert (> 200€), da es offensichtlich wenig Anbieter und viele Nachfrager gibt (Tipp siehe folgender Abschnitt). Für das gleiche Geld bekommt man durchaus schon einen guten, neuen VDSL-Router mit allen modernen Rafinessen. Der Kauf will also wohl überlegt sein.


Option 2: Spaihron Speedlink 1113

Wer diese Wucherpreise für den Speedport nicht zahlen will, sollte stattdessen nach dem "Speedlink 1113" suchen. Dahinter steckt baugleich dieselbe Hardware, wie im Speedport 221 - nur eben dass es sich bei der Telekomversion um eine OEM-Version mit anderem "Outfitt" handelt. Auch Vodafone bot dieses VDSL-Modem lange zeit zu den hauseigenen Anschlüssen. Mit etwas Glück und Geschick, kann man den Speedlink für 40-80 € bekommen.

Option 3: Speedport 300HS

Diese Modell bot die Telekom in den ersten Tagen der VDSL-Ära. Erhältlich ist dieses Urgestein verständlicher Weise ebenfalls nur noch über den Gebrauchtwarenmarkt. Auch in diesem Fall sollte wohl überlegt werden, ob dies wirklich noch eine lohnende, zeitgemäße Investition ist. Relativ oft verabschiedet sich beim 300HS übrigens das Netzteil (Kondensatordefekt) 


Option 4: Allnet ALL126AS2

Recht beliebt ist noch der ALL126AS2 von Allnet. Das Gerät besitzt zwar auch Routerfunktionen, die sich jedoch deaktivieren lassen. Telekomkunden finden hier eine Konfigurationsanleitung als PDF.


Übersicht möglicher Geräte

Gerät / Hersteller Typ Preis ca. ~ Zu kaufen bei ...
Vodafone VDSL-Modem (Speedlink 1113) VDSL-Modem
40 -100 €
Ebay, Kleinanzeigen
Allnet VDSL2 VDSL-Modem
180 €
Ebay, Amazon
Speedport 221 VDSL-Modem
> 200 €
Ebay, Amazon
Speedport 300HS VDSL-Modem
80 - 100 €
Ebay, Amazon


Was benötige ich noch?

Neben dem VDSL-Modem, benötigen Sie ggf. noch einen Splitter. Allerdings nur, wenn Sie noch einen echten analogen Telefonanschluss nebenher weiterführen. Alles Wichtige zu dem Thema erfahren Sie hier in unserem Splitter-Spezial.


Weiterführendes:

» VDSL Anbieter Übersicht
» VDSL Tarife im Vergleich
» Infos zur Speedport Hardware (Telekom)



Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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