Glasfaserkabel aufgeschnitten
Glasfaserkabel bestehen entweder aus Kieselglas, bzw. Quarzglas oder aus organischem Glas (Kunststoff). Der Kern des Kabels dient zur Übertragung der Signale. Dieser ist mit Glas einer niedrigen Brechungszahl Ummantelt. Dadurch kann das Licht reflektiert und im Kern geführt werden (Totalreflektion). Zusätzlich gibt es eine Lackierung aus Kunststoff (Schutzbeschichtung) die vor äußeren Einflüssen schützt. Die Signalübertragung erfolgt durch einen optischen Sender, zum Beispiel LEDs oder Laserdioden. Als optische Empfänger werden PIN-Dioden oder Avalanche-Dioden benutzt.
Grundlegend wird zwischen zwei Arten von Glasfasern unterschieden. Zum einen Multimodefaser und zum Anderen Singlemodefaser. Multimodefasern gibt es als Stufenfasern und als Gradientenfasern. Die Stufenfasern haben eine Reichweite von ca. 1 km ohne Signalnachverstärkung, bei der Gradientenfaser sind es sogar 10 km. Beide Faserarten funktionieren nach dem Prinzip der Totalreflexion. Nur bei der Singlemodefaser breitet sich das Licht gradlinig aus. Damit sind Reichweiten von 125 km möglich, weshalb diese Faserart auch für Unterseekabel verwendet wird. Allerdings sind Singlemodefasern leider sehr teuer in ihrer Herstellung.
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