Ratgeber: Wechsel zu VDSL

So machen Wechsler alles richtig!


Ratgeber zum Anbieterwechsel

Wenn Sie von DSL zum schnelleren VDSL wechseln wollen, sollten Sie die nachfolgenden Punkte beachten, um wertvolle Zeit und Geld zu sparen. Dasselbe gilt für alle die planen ihren derzeitigen VDSL-Anbieter zu wechseln. Immerhin gibt es immer mehr Provider auf dem Markt, die die superschnellen Flatrates  bieten. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Das können z.B. Preisvorteile sein, leistungsfähigere Hardware, mehr Geschwindigkeit oder besserer Service. Folgend stellen wir Ihnen die einzelnen Wechselszenarios detailliert vor.

Vor Allen steht jedoch das Sie prüfen, ob VDSL an Ihrem Wunschort (z. B. Wohnort) vom präferierten Anbieter verfügbar ist. Nutzen Sie dazu am besten diesen Verfügbarkeitscheck bei der Telekom, zudem finden Sie hier eine Übersicht zum Check für alle Anbieter. Darüber hinaus muss auf die Mindestvertragslaufzeit und die rechtzeitige Kündigung bzw. Wechselbeauftragung geachtet werden. Weiter unten finden Sie ein kleines Tutorial, wie Sie unter Umständen die Mindestvertragslaufzeit vorzeitig beenden und den Anbieter schneller wechseln können.

TOP 5 Gründe, für einen Wechsel sind:

  • Unzufriedenheit mit dem bisherigen Anbieter
  • Umzug in neue Wohnung / Haus
  • günstigere Tarife / tolle Sonderangebote
  • Anbieter hält Leistungsversprechen nicht ein
  • günstige, neue Hardware abstauben
  • mangelnde Verfügbarkeit anderer Zugänge

Wechsel von ... zu ... :

1. intern von DSL auf VDSL (Upgrade) beim aktuellen Anbieter wechseln
Ein Upgrade ist zumeist ohne Probleme oder Kündigungen möglich. Auch fallen keine Strafzahlungen oder ähnliches an. Sie sollten jedoch beachten, dass mit Vertragsabschluss die Mindestvertragslaufzeit erneut beginnt. Kontaktieren Sie Ihren Provider und äußern den Wunsch zum Wechsel auf einen höheren Tarif.

2. Wechsel vom DSL-Anbieter XY zu einem anderen VDSL-Anbieter
Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Mindestvertragslaufzeit bereits nahezu abgelaufen und eine Kündigung (meist 3 Monate vor Ende) rechtzeitig an den DSL-Anbieter erfolgt ist.  Es empfiehlt sich, ca. 1 - 2 Wochen vor Ablauf der Kündigungsfrist des alten Vertrages den neuen beim bevorzugten VDSL-Anbieter abzuschließen, um Wartezeiten zu vermeiden. Möchten Sie Ihre Telefonnummer mitnehmen (portieren), ist dies problemlos möglich. Wichtig: Alle Formalitäten, auch die Kündigung beim Vor-Provider, übernimmt der neue Anbieter.



3. Wechsel vom VDSL-Anbieter X zu VDSL-Anbieter Y
Auch hier muss auf die Mindestvertragslaufzeit geachtet werden. Dann ist ein Wechsel möglich. Wiederum hier sollte ca. 1 - 2 Wochen vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit bereits der neue Vertrag unterschrieben werden.


Vertragslaufzeit beachten – so klappt der Wechsel

Die folgende Grafik zeigt übersichtlich, wie Sie den spätesten Zeitpunkt für einen Anbieterwechsel ermitteln können. In diesem Fall am Beispiel einer 3-monatigen Kündigungsfrist, da diese in der Branche überwiegt. Zunächst sollten Sie die Vertragsunterlagen oder eine aktuelle Rechnung zum bestehenden DSL- bzw. VDSL-Anschluss heraussuchen. Mobilfunk- und Internetanbieter sind übrigens seit Ende 2017 verpflichtet, ihre Kunden auf den Rechnungen über die Kündigungsfristen und Termine zu informieren. Grundlage ist die Telekommunikations-Transparenzverordnung, ein langes Suchen entfällt somit.

So ermitteln Sie den spätesten Kündigungstermin


Nicht selber kündigen!

Ein häufiger Fehler, der beim Wechsel gemacht wird, ist selber zu kündigen. Viele Anbieter weisen sogar explizit darauf hin, dass die Formalitäten dazu selbst abgewickelt werden. Daher auch der oben eingerechnete Zeitpuffer von 1-2 Wochen. Der folgende Screenshot zeigt exemplarisch den Hinweis auf der O2-Seite.



Wie dann? Ganz einfach! Bestellen Sie (unter Beachtung der Fristen), einfach beim neuen Anbieter Ihrer Wahl. Während des Bestellvorgangs fragt der neue Provider etliche Daten ab. Zum Beispiel den alten Anbieter und ob ein Wechsel gewünscht ist. Dann wickelt der neue Internetanbieter alle wichtigen Schritte für Sie ab. Wie etwa die Rufnummerportierung und die Kommunikation mit allen involvierten Unternehmen. Es kann ja durchaus sein, dass man zwar bei Anbieter X ist, die Leitung aber von der Telekom angemietet wurde.


Tutorial - Mindestvertragslaufzeit und vorherige Kündigung

Die Mindestvertragslaufzeit ist die Zeit, welche Sie vertraglich an Ihren Anbieter bindet und die verbindlich für beide Seiten ist. Auch bei einem Wohnungsumzug ist es nicht ohne weiteres möglich den Anbieter zu wechseln, wenn dieser an Ihrem neuen Wohnort dieselbe Leistung (Geschwindigkeit) erbringen kann. Und selbst wenn der Anbieter dort gar nicht mehr verfügbar ist, so besteht nach Auffassung des BGH (Az. III ZR 57/10) kein Sonderkündigungsrecht. Dann bleibt nur die Hoffnung, dass der alte Anbieter Sie dennoch aus dem Vertrag entlässt. Es gibt ein paar vage aber nicht verbindliche Möglichkeiten, die Restlaufzeit etwas abzukürzen:

  • Kulanz – fragen Sie Ihren Anbieter, ob eine vorzeitige (einige Wochen) Entlassung aus dem Vertrag möglich wäre

  • Falls nicht, bietet sich die Vereinbarung eines Geldbetrages an (rauskaufen). Dieser sollte noch unter dem Wert der restlichen monatlichen Beträge liegen und mit dem Provider vereinbar werden. Der Provider hat natürlich das Recht dies zu verweigern.

  • Falls der Wechsel dringend (z.B. Umzug) und keine Lösung gefunden wird, bleibt noch die Option parallel für den alten und neuen Vertrag zu zahlen. Das ist ärgerlich, man muss aber zumindest nicht auf Internet verzichten.

Hilfen zum Wechsel:

» VDSL Tarife vergleichen
» VDSL Verfügbarkeit prüfen


Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Recherchen erstellt, verstehen sich aber ohne Gewähr auf Richtigkeit!
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