« Hardware-Übersicht

 

Pünktlich zur IFA 2018 stellt die Telekom ihren neuen Speedport Pro vor, den sie selber als “Flaggschiff Router“ bezeichnen. 2020 wurde das Modell nochmal mit neustem WIFI 6 WLAN-Modul neu aufgesetzt. Tatsächlich übertreffen seine Leistungsdaten alle bisherigen Geräte. Er ist dabei von Haus aus mit allen Zugangstechniken des Bonner-Anbieters kompatibel. Für die Zukunft ist er zusätzlich mit einem SFP-Port ausgerüstet, was eine Seltenheit ist. Beim Wifi stellt er alle anderen Geräte in den Schatten. Stattliche 9,6 Gbit/s sind das Maximum, was der Speedport Pro+ erreichen kann. Neben starken inneren Werten, wurde der Router vorab mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Unter anderem mit dem German Design Award. Alle Eckdaten hier im Überblick.

 

Speedport Pro | Bild: VDSL-Tarifvergleich.de

 

Eigenschaften und Features des VDSL-Routers Speedport Pro (+) von Sagecom

Hersteller und GerätebezeichnungSpeedport Pro (+) von Sagecom
unsterstützte BreitbandstandardsLTE, ADSL, ADSL+, VDSL2, VDSL-Vectoring, Super-Vectoring, Glasfaser
VDSL-Datenrate bis zu 250 MBit/s
direkter Support von Glasfaser-Internet (FTTH)ja (externes Modem erforderlich)
Kompatibel zu Annex Jja

Netzwerk-Eigenschaften (LAN & WLAN)

WLAN-Standards802.11 a, b, g, n, ax und ax (bis WIFI 6)
(Vogänger ohne "plus" nur WIFI 5)
Maximale Bruttodatenrate mit WLAN9.600 MBit/s
Unterstützte WLAN-Bänder2,4 und 5 GHz
WLAN-Gastzugang installierbarja
WLAN-VerschlüsselungsstandardsWPA, WPA2, WPA3, WPS (Vorgänger nur WPA2)
Gigabit LANja
Anzahl der LAN-Anschlüsse4 x 1 Gbit

Telefonie: Eigenschaften und Funktionen

Telefonanlage integriertja
Betrieb per Festnetz und Internet (VOIP)ja
DECT-Basisja, bis zu 5 Telefone
Anschluss für analoge Telefoneja (2 via TAE-Adapter)
Anschluss für ISDNja (Mehrgeräteanschluss)
HD-Telefonie möglichja

sonstiges

IPv6 Supportja
NAS-Fähigja
Leistungsaufnahme ca.n.v.
Stromsparmodus für WLAN (WLAN-Eco)n.v.
als Mediaserver einsetzbarja, DLNA, UPnP AV
geeignet für IPTVja
USB-Anschlüsse auf Rückseiteja (2x USB 3.0)
Abmessung und Gewicht 137 x 242 x 137 mm (BxTxH) bei 1800 Gramm

weiteres Informationsmaterial

Kurzanleitung zum Download (PDF)» Kurzanleitung als PDF laden
Handbuch zum Download (PDF)» Bedienungsanleitung hier runterladen als PDF
erhältlich bei» hier bei der Telekom

Dank Hybrid mit gebündelter Power ins Internet

Seit 2014 bietet die Telekom sogenannte Hybrid-Tarife an (Übersicht). Gemeint sind damit Anschlüsse, die ihre kabelgebundene Leitung zusätzlich via Mobilfunk (LTE) ergänzen, um die Gesamtgeschwindigkeit zu steigern. Dies kommt insbesondere ländlichen Regionen zugute, die ansonsten oft nur langsame zweistellige Downloadraten erreichen.

 

Die Technik ist aber nicht stehen geblieben. Neben Glasfaser wurde zum 01. August 2018 VDSL Super-Vectoring ausgerollt, welches Downloadraten von bis zu 250 MBit/s erlaubt. Zusammen mit dem Turbo via LTE, der bis zu 300 MBit/s liefert, könnte also die wichtige Marke von einem halben Gigabit (550 MBit/s) überschritten werden. Notwendig dafür wären aber neue MagentaZuhause-Hybrid-Tarife, welche zurzeit nicht in Aussicht sind. Die aktuellen Angebote liefern bis zu 200 MBit, je 100 MBit per Festnetz und Mobilfunk. Nur LTE ist mit dem Speedport Pro+ übrigens nicht nutzbar, es bedarf explizit einer Hybrid-SIM.

 

Update: Die Dt. Telekom bietet seit 2021 nur noch den „Speedport Pro Plus„. Der einzige Unterschied zum alten „Speedport Pro“ ohne „Plus“ ist, dass statt nur WIFI 5 nun WIFI 6 unterstützt wird. Das WLAN-Modul ist also etwas moderner und schneller. Dafür kostet der Router aber leider auch 9.95 € Mietgebühr pro Monat bzw. rund 400 € ohne Vertrag! Wer es etwas billiger mag, sollte einen blick auf die auch sehr gute Speedbox 4 Plus werfen.

Kommunikation nach außen hin

Der Speedport Pro+ hat zumindest die notwendigen Schnittstellen an Bord, um alle Magenta-Zuhause Angebote nutzen zu können. Kupfergebunden beherrscht er ADSL und VDSL inklusiv der Erweiterungen Vectoring sowie Super-Vectoring. Natürlich auch nach Annex J, wodurch bei DSL-Anschlüssen durch die digitale Telefonie ein größerer Upload zur Verfügung steht.

 

Zusätzlich ist der Speedport zum „MagentaZuhause Giga Angebot“ kompatibel, welches auf Glasfaser basiert. Ein eigenes Fibre-Modem ist jedoch nicht integriert, so dass er hinter einen ONT geschaltet werden muss.

 

Ins 4G-Netz findet er den Weg via LTE CAT6. Hier sind 300 Mbit/s im Download und 100 Mbit/s beim Upload möglich. Beim Pro+ wurde aber auch an die Zukunft gedacht, denn es steht ein SFP-Schacht zur Verfügung. Dieser Steckplatz ist für Netzwerkkarten gedacht, die heutzutage typischerweise als optische Medien ausgeführt sind. Damit möchte sich die Telekom offensichtlich den Weg offen halten, später auch mehr als 1 Gbit/s Außenanbindung via Glasfaser zur Verfügung zu stellen.

 

Das Heimnetz

Für die gewöhnliche RJ45-Verkabelung stehen dem Speedport 4 Gigabit-Ethernet-Anschlüsse zur Verfügung. Bei Verwendung von xDSL verbleiben jedoch nur noch drei, da einer für die WAN-Anbindung benötigt wird.

 

Das Wifi setzt sich an die Spitze des momentan erhältlichen. Mit QAM1024 und Beamformingtechnik, kommen die 8 Antennen im 5 GHz Band auf satte 8,6 Gbit/s. Die 4 MIMO-Antennen bei 2,4 GHz packen nochmals 1 Gbit/s drauf. Theoretisch erzielt der Router (brutto) damit ein Maximum von 9,6 Gbit/s. Wenn die Gegenstelle derlei Datenraten und Techniken unterstützt, dürften in der Praxis netto tatsächlich mehrere Gbit/s erreichbar sein. Zur einfachen Einrichtung des WLAN auf einem Smartphone, hat der Speedport oben an der Frontseite eine NFC-Antenne. Mit der “Tap to Connect“ genannten Funktion, sind die passenden Einstellungen ohne Aufwand per Nahbereichsfunk übertragbar.

 

Zum Telefonieren stehen mit dem im Lieferumfang enthaltenen Adapter zwei Anschlüsse für analoge Telefone zur Verfügung. Ein Mehrgeräteanschluss für ISDN-Komponenten ist ebenfalls vorhanden. Schnurlos werden maximal 5 Handteile via DECT angebunden.

 

Speedport Pro: Rückseite mit Anschlüssen | Bild: VDSL-Tarifvergleich.de

Vorab viele Vorschusslorbeeren geerntet

Bereits vor der offiziellen Vorstellung hat der Speedport viele Preise eingeheimst. Unter anderem den German Design Award, der das gelungene Design auszeichnet. Tatsächlich gehört der Speedport Pro+ zu den Geräten, die man nicht hinter einem Schrank verstecken muss. Leider muss man für die Anschaffung tief in die Tasche greifen. Mit einem Preis von 399,99 Euro liegt der Router auch preislich ganz weit vorne. Für die Meisten dürfte daher die monatliche Miete in Betracht kommen, welche mit 7,95 Euro je Monat zu Buche schlägt.

Wann verfügbar?

Der High-End-Router ist hier auf www.telekom.de zu den Magenta-Zuhause Tarifen bestellbar.

Weiterführendes

» mehr über Hybrid-Internet von der Telekom
» VDSL Alternativen
» mehr zu Glasfaser Internet

Bilder: VDSL-Tarifvergleich.de
Hier klicken zum bewerten
[Total: 0 Durchschnitt: 0]


Günstige VDSL-Tarife finden!

Schnelle VDSL-Flatrates für zuhause gibt es teilweise schon ab 30 Euro monatlich.



Hinterlasse einen Kommentar: Was meinen Sie zu dem Router?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hinweis:

Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung noch geprüft...



Sei der erste, der etwas zu dem Gerät schreibt!