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Sep 04 2018


Pünktlich zur IFA 2018 stellt die Telekom ihren neuen Speedport Pro vor, den sie selber als “Flaggschiff Router“ bezeichnen. Tatsächlich übertreffen seine Leistungsdaten alle bisherigen Geräte. Er ist dabei von Haus aus mit allen Zugangstechniken des Bonner-Anbieters kompatibel. Für die Zukunft ist er zusätzlich mit einem SFP-Port ausgerüstet, was eine Seltenheit ist. Beim Wifi stellt er alle anderen Geräte in den Schatten. Stattliche 9,6 Gbit/s sind das Maximum, was der Speedport Pro erreichen kann. Neben starken inneren Werten, wurde der Router vorab mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Unter anderem mit dem German Design Award.

 

 

Eigenschaften und Features des VDSL-Router Speedport Pro von Sagecom
Hersteller und GerätebezeichnungSpeedport Pro von Sagecom
unsterstützte BreitbandstandardsADSL, ADSL+, VDSL2, VDSL-Vectoring, Super-Vectoring, Glasfaser
VDSL-Datenrate bis zu 250 MBit/s
direkter Support von Glasfaser-Internet (FTTH)ja (externes Modem erforderlich)
Kompatibel zu Annex Jja
Netzwerk-Eigenschaften (LAN & WLAN)
WLAN-Standards802.11 a, b, g, n und ac
Maximale Bruttodatenrate mit WLAN9.600 MBit/s
Unterstützte WLAN-Bänder2,4 und 5 GHz
WLAN-Gastzugang installierbarja
WLAN-VerschlüsselungsstandardsWPA, WPA2, WPS
Gigabit LANja
Anzahl der LAN-Anschlüsse4 x 1 Gbit
Telefonie: Eigenschaften und Funktionen
Telefonanlage integriertja
Betrieb per Festnetz und Internet (VOIP)ja
DECT-Basisja, bis zu 5 Telefone
Anschluss für analoge Telefoneja (2 via TAE-Adapter)
Anschluss für ISDNja (Mehrgeräteanschluss)
HD-Telefonie möglichja
sonstiges
IPv6 Supportja
NAS-Fähigja
Leistungsaufnahme ca.n.v.
Stromsparmodus für WLAN (WLAN-Eco)n.v.
als Mediaserver einsetzbarja, DLNA, UPnP AV
geeignet für IPTVja
USB-Anschlüsse auf Rückseiteja (2x USB 3.0)
Abmessung und Gewicht137 x 242 x 137 (BxTxH) bei 1800 Gramm
weiteres Informationsmaterial
Datenblatt zum Download (PDF)» n.v.
Handbuch zum Download (PDF)» n.v.
erhältlich bei» ab Dezember 2018 bei der Telekom

Dank Hybrid mit bis zu 1.300 Mbit/s ins Internet

Seit 2014 bietet die Telekom Hybrid-Tarife an. Gemeint sind damit Anschlüsse, die ihre kabelgebundene Leitung zusätzlich via Mobilfunk ergänzen, um die Gesamtgeschwindigkeit zu steigern. Dies kommt insbesondere ländlichen Regionen zu gute, die ansonsten nur langsame zweistellige Downloadraten erreichen.

 

Die Technik ist aber nicht stehen geblieben. Neben Glasfaser wurde zum 01. August VDSL Super-Vectoring ausgerollt, welches Downloadraten von bis zu 250 Mbit/s erlaubt. Zusammen mit dem Turbo via LTE, der bis zu 300 Mbit/s liefert, sind damit gebündelt mit Glasfaser 1,3 Gbit/s zu erreichen. Im Verbund mit Super-Vectoring wird die wichtige Marke von einem halben Gigabit mit 550 Mbit/s überschritten.

Kommunikation nach außen hin

Der Speedport Pro hat die notwendigen Schnittstellen an Bord, um alle Magenta-Angebote nutzen zu können. Kupfergebunden beherrscht er ADSL und VDSL inklusiv der Erweiterungen Vectoring sowie Super-Vectoring. Dies natürlich auch nach Annex J, wodurch bei ADSL-Anschlüssen durch die digitale Telefonie ein größerer Upload zur Verfügung steht.

 

Zusätzlich ist der Speedport zu dem MagentaZuhause Giga Angebot kompatibel, welches auf Glasfaser basiert. Ein eigenes Fibre-Modem ist jedoch nicht vorhanden, so dass er hinter einen ONT geschaltet werden muss. In das 4G-Netz findet er den Weg via LTE CAT6. Hier stehen 300 Mbit/s im Download und 100 Mbit/s im Upload zur Verfügung. Bei dem Speedport wurde aber auch an die Zukunft gedacht, denn es steht ein SFP-Schacht zur Verfügung. Dieser Steckplatz ist für Netzwerkkarten gedacht, die heutzutage typischerweise als optische Medien ausgeführt sind. Hier möchte sich die Telekom offensichtlich den Weg offen halten, später auch mehr als 1 Gbit/s Außenanbindung via Glasfaser zur Verfügung zu stellen.

 

Das Heimnetz

Für die gewöhnliche RJ45 Verkabelung stehen dem Speedport 4 Gigabit-Ethernet-Anschlüsse zur Verfügung. Bei Verwendung von xDSL verbleiben jedoch nur noch drei, da einer für die WAN-Anbindung benötigt wird.

 

Das Wifi setzt sich an die Spitze des momentan erhältlichen. Mit QAM1024 und Beamformingtechnik, kommen die 8 Antennen im 5 GHz Band auf satte 8,6 Gbit/s. Die 4 MIMO-Antennen bei 2,4 GHz packen nochmals 1 Gbit/s drauf. Theoretisch erzielt der Router (brutto) damit ein Maximum von 9,6 Gbit/s. Wenn die Gegenstelle derlei Datenraten und Techniken unterstützt, dürften in der Praxis netto tatsächlich mehrere Gbit/s erreichbar sein. Zur einfachen Einrichtung des WLAN auf einem Smartphone, hat der Speedport oben an der Frontseite eine NFC-Antenne. Mit der “Tap to Connect“ genannten Funktion, sind die passenden Einstellungen ohne Aufwand per Nahbereichsfunk übertragbar.

 

Zur Telefonie stehen mit dem im Lieferumfang enthaltenen Adapter zwei Anschlüsse für analoge Telefone zur Verfügung. Ein Mehrgeräteanschluss für ISDN-Komponenten ist ebenfalls vorhanden. Schnurlos werden fünf Handteile via DECT angebunden. Die Sprachqualität ist dank HD-Voice und CAT IQ 2.0 glasklar.

 

Vorab viele Vorschusslorbeeren geerntet

Bereits vor der offiziellen Vorstellung hat der Speedport viele Preise eingeheimst. Unter anderem den German Design Award, der das gelungene Design auszeichnet. Tatsächlich gehört der Speedport Pro zu den Geräten, die man nicht hinter einem Schrank verstecken muss. Leider muss man für die Anschaffung tief in die Tasche greifen. Mit einem Preis von 399,99 Euro liegt der Router auch preislich ganz weit vorne. Für die meisten dürfte daher die monatliche Miete in Betracht kommen, die mit 9,95 Euro / Monat zu Buche schlägt.

Weiterführendes

» mehr über Hybrid-Internet von der Telekom
» VDSL Alternativen
» mehr zu Glasfaser Internet


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