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Mrz 01 2021

 von: Redaktion vdsl-tarifvergleich.de

Viele Hauseigentümern und Hausverwaltungen legen seit Jahrzehnten die monatlichen Kosten für den Kabelanschluss auf die Nebenkosten der Mieter um. Bei vielen Verbrauchern stößt dies auf wenig Gegenliebe, da man in seiner Wahlfreiheit eingeschränkt ist. Der Streaming-TV-Anbieter Zattoo hat nun untersucht was die Kunden wirklich wollen.

Zattoo: Wie beliebt sind Kabelanschlüsse?

Seit den 1980er-Jahren gilt in Deutschland das „Nebenkostenprivileg“. Dieses entstand im Zuge des bundesweiten Ausbaus des Netzes für das Kabelfernsehen. Das Nebenkostenprivileg ermöglicht es Hauseigentümern und Hausverwaltungen seitdem, die monatlichen Kosten für den Kabelanschluss auf die Nebenkosten der Mieter umzulegen.

Haben Kabelanschlüsse ausgedient?

Die „Umlagefähigkeit der Kosten eines Kabelanschlusses im Rahmen der Betriebskostenverordnung (§ 2 Nr. 15 BetrKV)“ ist bereits seit langem ein Streitpunkt zwischen Kabelnetzbetreibern und Verbraucherschützern. Das Bundeskabinett hat am 16.12.2020 den vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgelegten Entwurf eines Telekommunikations-Modernisierungsgesetzes verabschiedet. Damit einhergehend kommt auch die mögliche Abschaffung des Nebenkostenprivilegs.

 

Eine Umfrage von Zattoo zeigt, dass Millionen von Haushalten ihren Kabelanschluss kündigen würden, wenn sie könnten. Die Abschaffung des Nebenkostenprivilegs könnte den Wettbewerb zwischen TV-Anbietern erweitern und Kunden mehr Auswahlmöglichkeit bieten.

Zattoo untersucht: Was möchten die Kunden?

In einer online-repräsentativen Studie vom Marktforschungsunternehmen Kantar befragte der TV-Anbieter Zattoo deutsche Internetnutzer zwischen 16 und 69 Jahren.

 

Jörg Meyer, Chief Officer Content and Consumer bei Zattoo, erklärt dazu: „In der Diskussion um das Nebenkostenprivileg argumentieren Politik, Verbände und Unternehmen zwar mit dem, was aus Ihrer Sicht für die Mieter am besten ist, umfangreiche Befragungen und Studien zu der Sicht der Mieter waren uns bisher jedoch nicht bekannt. Deshalb wollten wir bei Zattoo herausfinden, was die Mieter selbst von einer möglichen Streichung der Umlagefähigkeit halten. Die vorliegende Studie liefert uns hierzu klare Erkenntnisse: Millionen von direkt betroffenen Haushalten würden den bestehenden Kabelanschluss kündigen, wenn sie könnten.”

 

Laut den Ergebnissen der Umfrage, bezahlt fast jeder Dritte seinen Kabelanschluss über die im Mietvertrag festgelegten Nebenkosten. Deutschlandweit sind es etwa 12,4 Millionen Mieter, die entsprechend für den Kabelanschluss via Nebenkosten bezahlen. Allerdings möchte jeder dritte Betroffene seinen Kabelanschluss kündigen, wenn die Möglichkeit bestünde – das sind deutschlandweit ca. vier Millionen Kunden.

 

Über die Hälfte der Kunden würden sich statt für einen Kabelanschluss, für einen alternativen TV-Dienst entscheiden: 21 Prozent würden auf Satellitenfernsehen umsteigen und weitere 13 Prozent auf DVB-T(2).

Weiterführendes

» Länder fordern Nachbesserungen bei TKG-Novelle
» ANGA plädiert für Erhaltung der Umlagefähigkeit von Breitbandnetzen
» Kabel-Internet Tarife im Vergleich

Quelle: Zattoo

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