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07. 06. 2013

Wenn Mitarbeiter über den seit Oktober 2012 amtierenden Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum sprechen, dann wird auch die Digitalisierung von Vodafone beschrieben. Das Unternehmen sei im Onlinebereich von anderen Telekommunikationsunternehmen abgehängt worden. Diesen Rückstand gelte es jetzt aufzuholen. Die Initiative ONE beschreibt dabei einen interdisziplinären Kraftakt, der bis 2015 andauern wird.

ONE wird bei Vodafone folgendermaßen übersetzt: O[hr am Kunden], N[etz, Produkte, Service], E[rlebnis, Qualität]. Von einem überarbeiteten Online-Auftritt, über einen 360° Service, bis zum besten Preis-/Leistungsverhältnis, wurden ambitionierte Ziele ausgegeben. Schlagkräftige Tarife für (V)DSL dürfen bei dem Dreisatz mit LTE und IPTV nicht fehlen. Im letzten Geschäftsjahr wurden hier kombiniert 1,1 Milliarden Euro Umsatz bei 3,2 Millionen Kunden erwirtschaftet. Der nächste Meilenstein für DSL soll noch diesen Oktober gesetzt werden, wenn 39 Millionen Haushalte zu 95 Prozent mit Vodafone-DSL erreichbar sind.

Günstigeres VDSL, kräftiger Nachlass bei den DSL-Paketpreisen

Ein Drittel dieser Verbraucher werden dann einen Anschluss mit bis zu 50 MBit/s wählen können. Die Existenz dieser Übertragungsgeschwindigkeit alleine reicht jedoch nicht. Schließlich haben es sich die Konsumenten schon bei diversen Anbietern gemütlich gemacht. Bis Ende des Jahres werden daher einige Preisnachlässe Überzeugungsarbeit leisten. Die Tarife Vodafone DSL Classic, DSL + IPTV, DSL + Mobile Flat und DSL Maxi sind bei 24 Monaten Laufzeit bereits sechs Monate lang ohne Basisgebühr zu haben. Hochgerechnet beträgt die effektive Ersparnis bei DSL Classic und DSL + Mobile Flat jeweils satte 179,70 Euro, bei DSL Maxi 209,70 Euro und bei DSL + IPTV 239,70 Euro. Insgesamt werden je Monat also 25 Prozent der Gebühren erlassen. Der Preis für das Upgrade auf VDSL 50 fällt von 15 Euro auf fünf Euro. Vodafone plant die Reichweite des Breitbandangebots erhöhen, gleichzeitig aber auch die Geschwindigkeit und den Mehrwert für die Kunden (verbessertes Preis-/Leistungsverhältnis).

Und was ist eigentlich mit der Drossel?

Natürlich werden nicht wenige Verbraucher immer noch durch die forsche Ankündigung der Telekom verunsichert sein, die sich ab 2016 die Einführung von Volumenobergrenzen vorbehält. Wie steht Vodafone Deutschland zu dieser Vorgehensweise? Im vertraulichen Gespräch hat VDSL-Tarifvergleich.de von Vodafone-Mitarbeitern erfahren, dass auch sie von den Drossel-Plänen völlig überrascht wurden. Die entsprechende Ankündigung der Telekom wurde als Schuss ins eigene Knie wahrgenommen. Der Bonner Konzern habe wohl auf ein automatisches Aufspringen weiter Teile der Branche gehofft und sich im Zuge einer Gewinnmaximierung verkalkuliert. Konkrete Pläne im eigenen Unternehmen lägen nicht vor. Selbstkritisch wurde allerdings auch eingeräumt, dass bislang ebenso wenig eine deutliche Distanzierung von der Idee zur Volumenbegrenzung erfolgt sei. Eine Entwarnung sieht anders aus.

Quelle: Vodafone Deutschland

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