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Jun 30 2018

 von: A_Rein

In einem Interview erzählt Telekom-Chef Dirk Wössner, dass für ihn und einem Großteil der deutschen Bevölkerung ein 50-Mbit-Anschluss via VDSL ausreiche. Dass auch diese Geschwindigkeit noch nicht flächendeckend verfügbar ist, lastet die Führungskraft zum Teil den Wettbewerbern an. Die hitzigen Debatten hätten zu einer Verzögerung des Ausbaus geführt.

Sind 50 Mbit/s für den Bundesbürger genug?

In einem Interview mit dem Nachrichtenportal WELT äußerte sich Dirk Wössner zur Breitband-Situation in Deutschland. Er selbst würde zu Hause einen Internetanschluss der Telekom mit einer Maximalgeschwindigkeit von 50 Mbit/s im Download nutzen. Sarkastisch entgegnete der Redakteur, dass ihm dies leid täte. Wössner sieht aber keinen Grund dafür, bemitleidet zu werden, er und seine Familie seien zufrieden mit der Bandbreite. Auch das Streamen von hochauflösenden Filmen auf mehreren Endgeräten und paralleles Surfen sei kein Problem. Qualitative Filme bräuchten laut Wössner etwa rund fünf Megabit pro Sekunde. „Da bleibt genug für ein zweites oder drittes Gerät und fürs Surfen im Netz. Und wenn in der Familie jemand ist, der gerne online spielt, freut er sich über die niedrigen Antwortzeiten im Netz.“, beteuert der Vorstandsvorsitzende. Zudem gebe es in Deutschland 40 Prozent Single-Haushalte und nur in jedem vierten Haushalt mehr als zwei Personen.

Konkurrenz sei am schleppenden VDSL-Ausbau schuld

Im Interview wurde auch auf das bisherige Breitbandziel eingegangen, das mindestens 50 Mbit/s für alle Haushalte in Deutschland bis Ende 2018 vorsah. Die WELT erkundigte sich bei Wössner, ob das noch zu schaffen wäre. „Wir kommen ihm verdammt nahe. Hätten die Wettbewerber nicht geklagt, hätte es eine Punktlandung gegeben.“, schiebt die Führungskraft den schwarzen Peter zu den Wettbewerbern. Die regulatorischen Debatten, Anträge und Entscheidungen hätten viel Zeit gekostet. Deshalb habe sich der Ausbau um ein halbes Jahr verzögert. In puncto vollständige Gigabit-Vernetzung bis 2025 ist der Telekom-Deutschland-Chef skeptisch. Laut ihm wären eher 20 bis 30 Prozent der Haushalte bis zu diesem Zeitpunkt realistisch.


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