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15. 02. 2018

Unter der neuen Bundesregierung soll das Glasfaser- anstatt das Kupferkabel beim Breitbandausbau den Vorzug bekommen. Ein für die Digitalisierung verantwortlicher Politiker beteuert, dass man die Förderung von 50-Mbit-Leitungen aufgeben wolle. Primär soll es künftig einen staatlich geförderten Ausbau via FTTB und FTTH geben. Damit geht die Bundesregierung auf die Ratschläge vieler Breitbandverbände und Medien ein.

Glasfaser vor Kupfer

Bislang gab es seitens der zuständigen Politiker einen klaren Trend hin zum von der Deutschen Telekom großflächig eingesetzten VDSL, beziehungsweise VDSL Vectoring. Es wurden 50 MBit/s flächendeckend für alle Haushalte angestrebt. Verbände wie Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) und Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) war die Kupfer-Favorisierung ein Dorn im Auge. Die Regierung solle sich besser zu den Verfahren FTTB oder FTTH bekennen. Nun scheint es ein Umdenken zu geben, denn Helge Braun, CDU-Verhandlungsführer für Digitalthemen, sprach sich bei den Koalitionsgesprächen pro Glasfaser aus. So wolle man die Förderung von auf Kupfer oder Koaxial basierenden Ausbauprojekten überprüfen und durch FTTB– und FTTH-Zugänge ersetzen. „Wir geben nicht die Haushalte auf, aber die 50-Megabit-Kupferkabel. Wir wollen, dass diese Haushalte nun prioritär beim Glasfaserausbau berücksichtigt werden“, so Braun im Gespräch mit heise online. SPD-Politiker Jens Zimmerman fügt an, dass das Ziel Gigabitnetze eindeutig und eine Förderung möglich sei.

Fragezeichen hinter FTTC-Anteil

Bestehende FTTC-Vernetzungen sollen also auf FTTB oder FTTH hochgestuft werden und einen Glasfaseranschluss bestenfalls bis in die eigenen vier Wände bringen. Doch welchen Anteil hat die Förderung der Bundesregierung bislang beim FTTC? Gegenüber Golem.de meinte ein Ministeriumssprecher, dass rund 95 Prozent der Gelder des Bundesprogramms in den Glasfaserausbau fließen. Zunächst mutet diese Zahl hoch an, ohne eine Aufschlüsselung der verwendeten Verfahren bringt die Aussage allerdings nicht viel. Es ist gut vorstellbar, dass ein Großteil der geförderten Projekte auf eine Glasfaser-Verlegung bis zur Bordsteinkante, also Fibre to the Curb, setzen. Welche Arbeiten mit einem Anschluss bis zum Gebäude (Fibre to the Building) oder bis ins Zuhause (Fibre to the Home) vollzogen wurden, bleibt unklar.

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