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19. 01. 2011

DNS:NET bringt VDSL ins Havelland

von:

Matthias Ditscherlein

Das Havelland in Brandenburg ist für vieles bekannt: Theodor Fontane ließ seine Effi Briest hier auf die Welt kommen, ausgedehnte Urstromtalungen ziehen sich durch die Landschaft. Für schnelles Internet hingegen ist das Havelland nicht bekannt. Für einige kleine Gemeinden soll sich das nun ändern. Ausführende Kraft dabei: Die Firma DNS:NET.

Brandenburger Gemeinde bekommt VDSL

Seeburg, ein Ortsteil der 8.500-Seelen-Gemeinde Dallgow-Döberitz im Brandenburgischen Havelland, soll zügig an das schnelle VDSL-Netz angebunden werden. Technisch wird dies vom Brandenburger Internetdienstleister DNS:NET realisiert. Die Einwohner und Gewerbetreibenden der Gemeinde werden gerade über die neue Entwicklung informiert. Neben Seeburg sollen auch Teile der Gemeinden Elstal (Ortsteil von Wustermark) und Falkensee in den Genuss einer VDSL-Anbindung kommen.

Technologie den Bedürfnissen angepasst

Um die Anbindung der Gemeinden so effektiv wie möglich zu gestalten, setzt DNS:NET auf einen Technologiemix aus Richtfunk und Glasfaser, so Geschäftsführer Alexander Lucke. „Im Fall Seeburg nutzen wir die neueste kabelbasierende VDSL2-Technologie.“ Um die Kosten überschaubar zu halten, sollen bestehende Leitungen zu den Haushalten weiterhin Verwendung finden, für den Zuwachs an Verbindungsgeschwindigkeit sorgt eine Glasfaseranbindung der Gemeinde. In Elstal kommt hingegen Richtfunk zum Einsatz: „So haben wir 2010 eine Richtfunkstrecke nach Berlin errichtet“, zeigt sich Lucke stolz auf die neuen Errungenschaften. Noch schneller wird es für Gebäude der Deutschen Kreditbank. Diese werden mit FTTB, als Fibre-to-the-Building angebunden. Die Glasfaserleitungen werden hier vom Verteiler direkt bis zum Gebäude des Endkunden gelegt, lediglich die vorhandenen Hausleitungen werden weiterhin genutzt. Der Rest der Gemeinde Elstal soll per VDSL2 erschlossen werden. VDSL2 ist im Prinzip nichts anderes, als das „ganz normale“ VDSL, was von Anbieter wie Telekom, Alice und Vodafone angeboten wird.

Zukunftsorientiert

Diese VDSL2-Anschlüsse sollen laut DNS:NET Downloadraten von bis zu 25 MBit/s ermöglichen. Die maximale Uploadrate soll sich auf 3 MBit/s belaufen. Luft nach oben gibt es allerdings. Wie das Berliner Unternehmen erläutert, ist die Downloadrate theoretisch noch auf bis zu 50 MBit/s steigerbar. Somit sei „das Prinzip zukunfts- und investitionssicher“, heißt es in einer Mitteilung. Um Zukunftssicherheit geht es auch Seeburgs Bürgermeister Jürgen Hemberger, welcher sich erfreut über die gesteigerte Attraktivität seines Ortes durch den VDSL-Anschluss zeigt: „Wir können mit Unterstützung der DNS:NET in Seeburg alle 1200 Einwohner mit schnellen und zeitgemäßen Anschlüssen versorgen.“

Seit Jahren im Kampf gegen „weiße Flecken“

DNS:NET arbeitet bereits seit vier Jahren am Ausbau eigener Infrastrukturen, um auch kleinen Gemeinden in Brandenburg schnelle Internetverbindungen zu ermöglichen. Das Unternehmen hat so seine Marktlücke gefunden. Darüber hinaus scheint die Investition in Dallgow-Döberitz mehr als logisch. Aus einer Studie des Brandenburgischen Landesamts für Bauen und Verkehr geht erstaunliches hervor: Die Gemeinde im Dunstkreis der Metropole Berlin kann bis 2030 mit einem Bevölkerungszuwachs von 42,7 Prozent rechnen.

Quelle: DNS:NET,Brandenburgisches Landesamts für Bauen und Verkehr
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