
Nicht immer ist es möglich oder ratsam den heimischen Internetzugang klassisch über eine Festnetztechnik wie VDSL, Kabel oder Glasfaser herzustellen. In einigen Fällen spricht mehr für eine funkbasierte Lösung per LTE oder 5G. Wir zeigen, wo die Vorteile und Nachteile liegen und was das kostet. Zudem geben wir Tipps für den reibungslosen Einstieg.
Beim Heim-Internetanschluss denken die meisten zuerst an das Festnetz bzw. (V)DSL oder Glasfaser. Tatsächlich hat sich schon vor über 10 Jahren eine praktikable Alternative über Mobilfunk aufgetan. Zunächst per LTE und mittlerweile auch per 5G. In Punkto Geschwindigkeit steht so ein 5G-Heimanschluss teilweise sogar Glasfaser in nichts nach. 500 oder sogar 1000 MBit/s sind technisch schon machbar.
5G statt (V)DSL ist immer dann ideal, wenn vor Ort die Ausbaubedingungen bislang keine Festnetz-basierten Tarife mit über 50 MBit erlauben. Sprich der Breitbandausbau noch hinterherhinkt. Der 5G-Anschluss im Haus hat aber noch mehr Vorteile. So braucht es keinen Techniker-Anschlusstermin wie sonst bei Festnetzzugängen. Bei vielen Anbietern kann zudem der Router einfach mitgenommen werden – etwa in den Urlaub oder zu einem Zweitwohnsitz. Mit einem normalen VDSL-Anschluss z.B. ist dies natürlich nicht möglich.
5G & LTE für daheim bieten aktuell vier Anbieter. Meist tragen die Angebote den Zusatz „Homespot“. Namentlich zu nennen sind hier die Deutsche Telekom (Speedbox), Vodafone (Gigacube), O2 (Home per Homespot) sowie congstar (Homespot). Alle bieten schnelles Internet mit 50 bis ca. 1000 MBit/s in der Spitze – je nach Tarif und Anbieter versteht sich. Unterschiede gibt es vor allem beim inkludierten Datenvolumen, welches von 100 GB monatlich bis zu unlimitiertem Surfgenuss reicht.
Kommen wir zunächst zum Tarifvergleich der einzelnen Angebote. Die folgende Übersicht zeigt alle Tarife für 5G oder LTE im Haus.
Nicht mit aufgeführt, aber dennoch interessant sind übrigens die Telekom Hybrid-Anschlüsse. Hier handelt es sich nämlich um eine Mischung aus (V)DSL und 5G (daher hybrid). Die Datenübertragung erfolgt netztechnisch also sowohl per Funk aus auch dem Festnetz.
Wir hatten ja schon erwähnt, dass es Tarife gibt, bei denen man nicht nur im Haus/Wohnung von schnellem WLAN profitiert, sondern den Internetzugang einfach mitnehmen kann. O2 scheidet hier leider aus. Möglich ist die sogenannte nomadische Nutzung (transportabel) beim Vodafone Gigacube, xongstars Homespot und der Telekom Speedbox. Einfach nur Strom anschließen (wo auch immer) und das Netz steht!
