Die Uploadrate (Geschwindigkeit, um Daten in das Netz zu senden) erweist sich In erster Linie bei DSL als Flaschenhals. Diese liegt im Idealfall, mit DSL 16000, bei nur etwa 1 MBit/s. Geht man davon aus, dass alle Mitbewohner im Internet sind, z.B. chatten, Videotelefonieren via Skype, surfen, normal telefonieren, online spielen, etc., so reicht die Bandbreite kaum noch. Daher kann dann ein störungsfreier Betrieb nicht immer gewährleistet werden. Es können unschöne Nebeneffekte auftreten, wie etwa ruckelig oder eingefrorene Bilder, lange Wartezeiten beim Laden von Internetseiten, Gesprächsabbrüche, stockender und schlechter Ton – um nur einige zu nennen. Und genau da setzt VDSL an. Mit einer Uploadrate zwischen 5 - 10 MBit und Downloadraten zwischen 25-50 MBit/s, gehören o.g. Probleme der Vergangenheit an.
Und was bringt die Zukunft? VDSL wird sich wahrscheinlich als der neue Internet-Zugangsstandard etablieren und das langsamere DSL mittelfristig ablösen. Denn die Vergangenheit zeigt, dass die Ansprüche an das Internet bzw. die deren Anwendungen stets steigen. War vor einigen Jahren DSL2000 noch vollkommen ausreichend, sind viele Applikationen heute damit kaum noch möglich. Ab 2012 erobern zudem noch performantere Anschlüsse den Markt. Statt, wie beim VDSL, nur teilweise auf Glasfaser zu setzen, wird der Endkunde direkt ans Kernnetz über Fiberoptische Leitungen angeschlossen. Damit sind vorerst gut 200 MBit/s realisierbar.
Für einen Studenten alleine, wäre VDSL sicher etwas kostspielig. Doch bei 35 - 50 € für einen guten VDSL-Anschluss und sagen wir 4 Personen in der WG, relativieren sich die Kosten schnell. Der Betrag pro Person liegt dann bei rund 9 - 12,50 Euro monatlich. Zudem sind in den VDSL-Doubleplay-Tarifen alle Gebühren für Telefonate ins deutsche Festnetz bereits enthalten. Nahezu jeder VDSL-Tarif enthält nämlich eine Telefonflatrate für das deutsche Festnetz. Extra kosten daher nur Gespräche in das Ausland oder zu Handys.