Noch ist der Westen von Erlangen, was die Breitbandversorgung angeht, ein weißer Fleck auf der Landkarte. Durch eine Kooperation des Telefon- und Internetanbieters M-Net, mit den Erlanger Stadtwerken, soll sich dies nun ändern. Welche Erwartungen können Einwohner jetzt hegen und was sind die konkreten Pläne? VDSL-Tarifvergleich.de hat es für Sie in Erfahrung gebracht.
Acht Stadtteile unterversorgt
Ziel der Kooperation ist es, bis Mitte 2010 Hochgeschwindigkeits-Internet in den 8 Erlanger Stadtteilen Dechsendorf, Kosbach, Steudach, Häusling, Neuses, Frauenaurach, Kriegenbrunn und Hüttendorf zu ermöglichen. Etwa 10% aller Haushalte der fränkischen Stadt, die sich in der Nähe von Nürnberg befindet, haben dort bisher noch nicht einmal einen DSL-Anschluss. Dr. Hans Konle, Vorsitzender der Geschäftsführung der M-net Telekommunikations GmbH zeigte sich zufrieden: “Wir sind stolz darauf, dass wir mit diesem Pilotprojekt hier in Erlangen jetzt auch in Franken ein neues Zeitalter der Breitbandversorgung einläuten können. Die gemeinsame Realisierung dieses zukunftsträchtigen Projekts mit unserem Gesellschafter, den Erlanger Stadtwerken, ist zudem ein weiterer bedeutender Meilenstein im Rahmen unserer inzwischen fast 15-jährigen erfolgreichen, innovativen Partnerschaft.”
500000 Euro Investition von M-Net
Die Bauarbeiten zum Ausbau eines VDSL-Netzes haben bereits begonnen. Insgesamt sollen ca. 15 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, und 35 Kabelverzweiger aufgestellt werden. M-Net wird, nach eigenen Aussagen, etwa eine halbe Millionen Euro in neue VDSL-Technik investieren. Die Einwohner in den betroffenen Stadtteilen werden dann mit 50 MBit/s im Internet surfen können. Die Stadt erhofft sich von dem Projekt eine einfachere Realisierung von Heim-Arbeitsplätzen und onlinebasierten Bildungsmaßnahmen. Auch Selbständigen und Kleinbetrieben soll durch den schnellen Internetzugang ein Wettbewerbsvorteil ermöglicht werden.
Weitere Projekte angestrebt
Für M-Net ist diese Kooperation erst der Start für weitere Bauprojekte im Großraum Nürnberg. “Der Bedarf an zukunftsfähigen Internetanschlüssen ist nicht nur in DSL-Notstandsgebieten wie der Region Erlangen-West riesig. Die heute im Einsatz befindlichen Standard-DSL-Anschlüsse treten an ihre Kapazitätsgrenzen. Mit unseren Internetzugängen der nächsten Generation bieten wir dem Verbraucher einen komfortablen Zugang in die digitale Welt, die nicht nur den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sondern auch den persönlichen Ansprüchen des Anwenders gerecht wird”, so Konle. Deshalb möchte M-Net auch anderen Anbietern den Zugang zum VDSL-Netz nicht verwehren.
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