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Dez 05 2013


Die Telekom revidiert abermals ihre Pläne, ab 2016 eine Drosselung aller kabelbasierten Breitbandanschlüsse (also DSL, VDSL, Glasfaser) einzuführen. Der Druck seitens der Medien und Verbraucherzentralen war zu groß. Doch ist das wirklich eine gute Nachricht für die Kunden? Wir haben so unsere Zweifel.

Klage der Verbraucherzentrale NRW
Telekom Hauptgebäude

Bereits im Oktober diesen Jahres, erwirkte die Verbraucherzentrale (VZ) Nordrhein-Westfalen, einen Sieg in der Casa „Drosselkom“. Die Verbraucherschützer klagten gegen die Verwendung des Begriffes „Flatrate“ bei der Bewerbung von Internet-Tarifen der Telekom, welche eine Drosselungsklausel beinhalten. Die Begründung: Kunden würden mit dem Begriff „Flatrate“ eine unbegrenzte und unreglementierte Nutzung verbinden. Die Deutsche Telekom sah jedoch seit Mitte des Jahres Klauseln in den Verträgen vor, die dem Konzern künftig die Reduzierung der Datenrate in bestimmten Fällen erlaube. Nämlich dann, wenn ein Kunde mit DSL-Vertrag mehr als 75 GB pro Monat verbrauche. Bei VDSL wurde diese Grenze übrigens auf 300 GB festgelegt. Das Kölner Landgericht gab der Klage damals statt. Nun reagiert die Telekom und kündigt erste Konsequenzen an.

Drossel adé, Preiserhöhung ahoi

Heute, dem 5. Dezember 2013, werden die Volumenklauseln aus sämtlichen Tarifen (außer Mobilfunk) verbannt. Das teilte die Deutsche Telekom in ihrem Blog mit. Bestandskunden würden schriftlich über die Neuerung informiert und müssen nichts unternehmen. Sämtliche Drosselungspläne sind somit offensichtlich Schnee von gestern. Doch ob dies wirklich ein Vorteil für die Verbraucher ist, muss sich noch zeigen. Eher zeichnet sich ein wahrer Pyrrhus-Sieg ab. Denn statt einer temporären Limitierung der Kunden, die kurzfristig zu viel Volumen verbraucht haben, dürften nun in Zukunft indirekt alle betroffen sein. Man plane nun die Überarbeitung des Tarifportfolios. Übersetzt heißt das: Es wird neue Tarife geben. Solche mit eindeutig begrenztem Highspeed-Volumen und zu niedrigeren Preisen und eben „echte“ Flatrates. Für diese müsse man aber künftig mehr bezahlen. So heißt es im Blog der Telekom: „Wer eine echte Flatrate will, bekommt mehr Leistung und wird dafür auch bereit sein, mehr zu bezahlen.“.

Mehr Transparenz auch bei der Datenrate

Seit Jahren schon beklagen Verbraucherzentralen und Kunden die oft unzulänglichen Angaben hinsichtlich der zu erwartenden Datenübertragungsraten. Vielmehr schützen sich die Provider mit dem Zusatz „bis xy MBit/s“. Technisch bedingt lässt sich allerdings im Vornherein nur sehr schwer die zu erwartende Datenrate schätzen. Ein wesentlicher Faktor ist die Entfernung zum nächsten Kabelverzweiger. Homogen ist die Übertagungsgeschwindigkeit zudem auch nicht. Künftig will man im Zuge eines Vertragsabschlusses zumindest eine Spanne „von … bis“ angeben, damit die zu erwartenden Datenraten vom Verbraucher besser eingeschätzt werden können.

Weiterführendes

» VDSL Tarife der Tekekom zeigen



Telekom: VDSL-Tarife nun doch wieder ohne Drosselung: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
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Autor: Sebastian Schöne

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