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Mai 06 2016


Die VDSL-Pläne der Deutschen Telekom könnten ausgebremst werden, wie die Printausgabe des Wirtschaftsmagazins „Handelsblatt“ berichtet. Einige Europaabgeordnete beschwerten sich bei Günther Oettinger, der als zuständiger Kommissar bei der EU-Komission fungiert. Abermals lautet der Vorwurf in einem Brief an Oettinger, dass der Vectoring-Ausbau eine Re-Monopolisierung bedeuten würde.

Deutschlandweiter VDSL-Ausbau: Telekom-Pläne in Bedrängnis?

Das Handelsblatt berichtete heute, dass eine Gruppe von 13 Europaabgeordneten eine Beschwerde beim EU-Kommissar eingereicht hätten. Aufgrund einer Gefahr der „Re-Monopolisierung der Festnetzmärkte“ wird Oettinger darum gebeten, das Vectoring im laufenden Verfahren entsprechend zu behandeln. Es wurden schon seit geraumer Zeit immer wieder kritische Stimmen aus der Politik und der Telekommunikation laut, die den Vorteil beim VDSL-Ausbau zugunsten der Telekom mahnen. Der Bonner Netzbetreiber selbst sieht die Kritik als „Unsinn“ an, wie wir zuletzt berichteten.

Verzögert sich das Verfahren?

Im ganzen Land Breitbandinternet flächendeckend mit mindestens 50 Mbit/s – das ist das löbliche Ziel des großen Ausbaus. Um dieses Vorhaben aber planen und beginnen zu können, muss eine Einigung gefunden werden. Das Handelsblatt teilte jedoch mit, dass Günther Oettinger eine ausführliche Prüfung in Betracht zieht. Dadurch dürfte eine monatelange Verzögerung entstehen, bis das Verfahren schließlich voranschreitet. Für den Breitbandausbau in Deutschland bedeutet dies eine Gefahr für die Umsetzung der gesteckten Ziele.

Tim Höttges ist sauer

Der Telekom-Chef Tim Höttges teilte seinen Unmut über den Gegenwind mit. Sein Konzern wolle „machen, nicht diskutieren“, gab er kund. Des Weiteren gibt er an, dass die VDSL-Infrastruktur sogar bis zu 250 Mbit/s in Zukunft bieten könne. Wie schon sein Kollege Niek Jan van Damme ist Höttges der Meinung, dass es entscheidend sei, dass die Kunden schnelles Internet bekommen, eine Diskussion über die richtige Technik wäre von daher „sinnlos“. Seit Februar 2015 läuft bereits das Verfahren, in dem über den Regulierungsantrag der Deutschen Telekom geurteilt wird. Wir sind gespannt, ob der Gegenwind den die Telekom erhält, nicht am Ende zum Eigentor für den Breitbandausbau wird.



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