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Dez 23 2014


Die Deutsche Telekom hat mit der neuen Vectoring-Technik offensichtlich noch mehr Pläne, als zunächst angenommen. Angeblich plane man in einigen Jahren eine weitere Optimierung einzuführen, so dass die VDSL-Datennetze bis zu 250 MBit schaffen. Erstmals viel der Begriff des „Supervectoring“.

 

Die Deutsche Telekom kommt durch die Kabelprovider immer mehr in die Bedrängnis. Während die mittlerweile 100 MBit schon relativ weitflächig anbieten können und teils schon mit 200 MBit aufwarten (Unitymedia), haben die Bonner erst vor einigen Wochen angefangen das sogenannte Vectoring auszurollen. Die Technik verhilft vereinfacht gesagt VDSL-Anschlüssen zu mehr Datenrate. Statt 50 MBit, sind Vectoring-Anschlüsse bis 100 MBit schnell und bieten einen rasanten Upload von 40 MBit. Wie Vorstandschef Niek van Damme gegenüber der FAZ bestätigte, plane man die Technik künftig weiter zu verbessern.

 

Mit „Supervectoring“ seien über dieselben Leitungen Geschwindigkeit von bis zu 250 MBit möglich. Genauere Details zum Verfahren gibt es hingegen noch nicht. Angeblich sei die Umstellung auch vergleichsweise simpel. Bereich mit Vectoring ausgerüstete Verteilerkästen müssten dann nur mit neuen Platinen ausgerüstet werden. Somit wäre die Umstellung schnell und kostengünstig möglich. Allerdings geht auch der Vectoring-Ausbau offensichtlich nur schleppend voran. In den Großstädten dürfte es vor 2016 kaum voran gehen. Eine Voraussetzung ist nämlich, dass der Kunde über einen All-IP-Anschluss angebunden wird. Bis Herbst waren gerade mal 20 Ortsnetze angebunden.

 

Neben Vectoring und Supervectoring steht zudem noch das sogenannte G.fast im Raum. Hierrüber sollen auch herkömmliche DSL-Anschlüsse auf dreistellige Datenraten aufgemotzt werden können.

 

Doch wie die Techniken auch heißen mögen – sie verzögern lediglich das eigentliche Kernproblem was die Telekom vor sich herschiebt. Für mehr Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit müsste man eigentlich deutliche mehr ins Glasfasernetz investieren. Genauer gesagt in FTTH, wo die Glasfaserleitungen bis zum Kunden führen. Zwar gibt es erste Erfolge, doch geht der Ausbau ziemlich langsam von statten. Seit 2010 wurden gerade mal 15-20 neue Städte (teilweise!) mit FTTH erschlossen.

 



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Autor: Sebastian Schöne

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