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Mai 26 2015


Knapp drei Jahre ist es her, dass die Deutsche Telekom in zwölf deutschen Städten den Startschuss für „echtes“ Glasfaserinternet gegeben hat. Doch seitdem hält sich der Konzern bedeckt, wieviele sogenannte FTTH-Anschlüsse nun tatsächlich zustande gekommen sind. Jetzt gibt es erstmals genauere Zahlen.

 

Telekom Breitband-Ausbau
Startschuss 2012

„Der Glasfaser gehört im Festnetz die Zukunft“, hieß es im August 2012 vom Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme. In zwölf Städten sollte die Glasfaser nicht wie bisher nur bis zum Kabelverzweiger am Haus reichen (FTTC), sondern direkt bis zum Endkunden (FTTH = Fibre To The Home).

Vorteil von FTTH

Während bei VDSL das Signal auf den letzten Metern über ein Kupferkabel geschickt wird, was die Downloadgeschwindigkeit auf etwa 50 Mbit/s begrenzt (mit Vectoring sind es etwa 100 Mbit/s), sind mit der FTTH-Technik 200 Mbit/s und mehr im Download, sowie 100 Mbit/s im Upload möglich. Dies erscheint beim stetig wachsenden Datenhunger der Kunden auch nötig, doch nach aktuellen Aussagen der Telekom sind FTTH-Anschlüsse nicht besonders nachgefragt. „Welcher Privathaushalt braucht schon 200 Mbit/s“, sagte van Damme kürzlich dem IT-Magazin Golem. Daher scheinen die MagentaZuhause Tarife mit Glasfaser noch kaum bestellt zu werden.

Hohe Kosten für Kunden und Betreiber

Monatliche Preise von über 60 Euro für einen FTTH-Tarif könnten eine Erklärung für die Zurückhaltung der Kunden sein. Die immensen Kosten des Unternehmens für den Glasfaser-Ausbau dürften bei der Einschätzung des Netzbetreibers aber ebenfalls eine Rolle spielen. Immerhin gibt es jetzt erstmals konkretere Zahlen: Wie die Telekom auf einer Pressekonferenz bekannt gab, hat der Konzern in Deutschland etwa 500.000 Haushalte via Fibre-to-the-home angeschlossen.

VDSL am weitesten verbreitet

Welcher Anteil an Kunden letztendlich diesen Glasfaseranschluss auch nutzt und dafür zahlt, wurde nicht verlautbart. Der Anteil soll Medienberichten zufolge weit darunter liegen. Den Großteil des Zuwachses bei Glasfaseranschlüssen – plus 463.000 waren es im ersten Quartal 2015 – dürften die VDSL-Leitungen ausmachen. Die Gesamtzahl der glasfaserbasierten Anschlüsse der Telekom stieg bis Ende März auf knapp 3 Millionen.

Weiterführendes

» VDSL Tarife vergleichen
» VDSL Verfügbarkeit prüfen
» VDSL Anbieter in der Übersicht

Quellen: Deutsche Telekom, Golem.de


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Autor: Sebastian Schöne

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