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Apr 29 2014


Das VDSL-Netz der Telekom soll schneller werden. Bereits im letzten Jahr kündigte der Konzern für 2014 den Start des doppelt so schnellen Vectorings an. Ein Termin fehlte jedoch bislang.

Vectoring: Nur noch wenige Monate

Auf einer Pressekonferenz präsentierte der Konzern gestern die „Strategie TD18“, also die Pläne zum Netzausbau bis zum Jahr 2018. Gleichzeitig machte man erstmals relativ genaue Angaben, wann Kunden erstmals die neuen Vectoring-Anschlüsse bestellen können. Der Agenda nach, soll es im September 2014 endlich losgehen. Das „verbesserte“ Verfahren für die VDSL-Technik ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu 100 MBit/s. Allerdings kommen noch nicht alle Regionen in den Genuss dieser Geschwindigkeiten, vielmehr werde die Umstellung bundesweit Schritt für Schritt erfolgen. Vornehmlich zunächst in Regionen, wo der Ausbau erstmals erfolgt. Denn einerseits müssen in den Verteilerkästen Komponenten getauscht werden, andererseits benötigen Bestandskunden auch neue, zu Vectoring kompatible VDSL-Router.

 

Netzpläne zusammen gefasst auf der Cebit 2014

Bereits auf der Cebit 2014 gab der Konzern wieder einige Einblicke in die Pläne zum Netzausbau …

ISDN ist tot – es lebe „All IP“

Auch im Festnetz macht die Telekom nun ernst. Der Plan bis 2018 alle Telefon-Anschlüsse auf einen IP-basierten Standard zu konvertieren war bereits bekannt. Doch neben der analogen Telefonie soll nun auch ISDN der Moderne weichen. Mit der Voll-Digitalisierung besteht prinzipiell auch kaum noch eine Notwendigkeit, an einer mehrere Dekaden alten Technik festzuhalten. Zudem verspricht der Digitale Wandel etliche Vorteile für die Kunden. Künftig sollen Störungen beim Kunden automatisch erkannt werden, so dass dieser nicht mehr aktiv werden muss. „Das Netz wird Probleme, die es im Netz gibt, künftig selbst erkennen und sich auch selbst reparieren“, wie Telekomchef Niek van Damme betonte. Zudem hat der Exodus für ISDN recht pragmatische Gründe für das Unternehmen. Es gibt schlicht kaum noch Ersatzteile für defekte Technik. Die ehemaligen Hersteller (Siemens & System 12) können nicht mehr liefern.

Fast 9 Milliarden für den Netzausbau – vorerst …

Allein in den nächsten 2 Jahren will die Telekom 8,4 Milliarden Euro investieren. Und zwar in die Modernisierung der Mobil- und Festnetzstrukturen. Besonders der Glasfaserausbau (FTTx), mit Fokus auf VDSL, soll den Rückstand zu den Kabelnetzbetreibern schließen. Auch die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone mahnt zur Eile, denn über das neue Netz, kann Vodafone theoretisch auch Angebote weit über der 100 MBit Marke anbieten. Nur mit einem starken Glasfasernetz kann die Telekom in den kommenden Jahren dem Paroli bieten. Bis 2018, so der Plan, wolle man 80 Prozent der Haushalte in Deutschland mit 50-100 MBit versorgen können. Zum Vergleich: Aktuell beträgt die VDSL-Abdeckungsquote fast ein Drittel des Wertes.

Weiterführendes

» mehr zum VDSL-Ausbau in Deutschland erfahren



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Autor: Sebastian Schöne

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