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Apr 22 2016


Das der jüngste Regulierungsvorschlag der Bundesnetzagentur nicht auf allen Seiten für Partystimmung sorgen wird, das war klar. Aber das der Protest so groß wird, hätte man nicht ahnen können. Nachdem die Bundesnetzagentur grünes Licht für Vectoring gegeben hat, gehen nun die Wirtschaftsverbände auf die Barrikaden. Sie hoffen, dass die EU-Kommission die Entscheidung nochmal kippen wird.

Ausgangssituation

Anfang April 2016 hat die Bundesnetzagentur mit einem überarbeiteten Regulierungsvorschlag grünes Licht für die Vectoring-Technologie gegeben. Doch dieser Vorschlag wird nicht von allen Seiten akzeptiert. Insgesamt 25 deutsche Wirschaftsverbände fordern nun die EU-Kommission dazu auf, die Vectoring-Pläne zu kippen. Damit kommt das letzte Wort in Sachen Vectoring aus Brüssel.

Brief an Oettinger

In einem Brief formulieren die Verbände gemeinsam ihre Bedenken. Die Hauptkritik erfolgt dabei an der zeitlichen Verzögerung des Glasfaserausbaus durch den Ausbau mithilfe von Vectoring. Zu den Verbänden zählen neben den direkten Telekom-Konkurrenten auch der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Städtetag. Dabei gehe es weniger um die Regulierung, sondern vielmehr darum, dass die aktuelle Entscheidungslage eine Weichenstellung für die nächsten zehn Jahre ist. Hier besteht weiterhin die Gefahr einer erneuten Monopolstellung der Bonner.

Vectoring reicht langfristig nicht aus

Das gesteckte Breitbandziel von 50 Mbit/s ist aktuell noch nicht erreicht. Dabei muss gesagt werden, dass dieses Ziel im internationalen Vergleich sowie im Hinblick auf die stark voranschreitende Digitalisierung relativ niedrig gesetzt ist. Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und mehr werden zukünftig notwendig sein und da stellt sich die Frage, ob Vectoring wirklich zukunftsfähig ist oder ob es den Glasfaserausbau nicht einfach nur vertagt.

Bundesnetzagentur bleibt dabei

Präsident Homann hatte die Entscheidung der Behörde erst am Montag (18.04.2016) untermauert. Dabei ist er sich sicher, dass die Entscheidung einen wertvollen Beitrag zum Erreichen der Breitbandziele leisten wird. Der flächendeckende Einsatz von Vectoring würde kurzfristig dazu beitragen, die gesteckten Ziele zu erreichen, allerdings drängt sich immer wieder die Frage auf, wie es danach weitergeht.

Quelle: Telecom-Handel


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