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Apr 28 2016


Im Nordrhein-Westfälischen Bad Honnef setzt die Deutsche Telekom erstmals das Micro-Trenching beim Glasfaserausbau ein. Dies teilte der Bonner Netzbetreiber gestern, dem 27. April 2016, mit. Durch diese Methode lässt sich der Tiefbau an vielen Einsatzorten vermeiden und Glasfasertrassen werden schneller fertiggestellt. Die Telekom möchte durch das Verfahren ihren Breitbandausbau hierzulande beschleunigen.

Micro-Trenching für flexibleren Glasfaserausbau

Das nun erstmals von der Telekom eingesetzte Micro-Trenching bringt deutliche Vorteile beim Verlegen von auf Glasfaser basierten Kabeln. Die erste Stadt, die mit diesem Verfahren bedacht wird, ist Bad Honnef in Nordrhein-Westfalen. Schmale Gräben und Spalten zwischen zwei und sechs, sowie einer Tiefe zwischen zehn und 25 Zentimetern, werden beim Micro-Trenching in den Asphalt eingearbeitet. Das bringt den Vorteil, dass in vielen Gebieten der Tiefbau eingespart wird. Des Weiteren kann mit dieser Methode der Glasfaserausbau schneller fertiggestellt werden.

Lokale Arbeiten sollen bis zum Jahresende abgeschlossen werden

Bad Honnef zeigt sich wegweisend, denn als erste Stadt in Deutschland stimmte sie dem Micro-Trenching zu. Das kommt den über 25.000 Einwohnern zugute, die in Bälde effizienter mit schnellem Glasfaser beliefert werden. Es sollen 30 Kilometer an Leitungen verlegt werden, der Abschluss des Ausbaus ist bis zum Jahresende geplant. Etwa 9.000 Haushalte werden dann mit schnellem Vectoring versorgt. Ein zweistelliger Millionenbetrag soll von der Deutschen Telekom für den Ausbau investiert werden.

Bis zu 100 Mbit/s in Bad Honnef

Durch das von der Telekom favorisierte Vectoring sind derzeit bis zu 100 Mbit/s im Download und maximal 40 Mbit/s im Upload möglich. Wir sind gespannt, wann weitere Städte folgen werden, die mit Micro-Trenching im VDSL-Bereich ausgebaut werden. Die Methode braucht schließlich nur wenig Platz und ist schneller umsetzbar. Doch während Bad Honnef dem Ausbau der Telekom positiv gegenübersteht, fühlt sich so mancher Konkurrent durch die geplante deutschlandweite Breitband-Offensive auf den Schlips getreten. Viele Netzbetreiber befürchten, dass die Telekom wieder ein Monopol erlangen könnte. Diese Skepsis wurde vor allem durch die Entscheidung der Bundesnetzagentur ausgelöst.



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