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Mai 01 2015


Die Bundesnetzagentur hat einen neuen Vorschlag veröffentlicht, welcher sich auf die Regulierung des Bitstromzugangs der Deutschen Telekom bezieht. Durch geprüfte Musterverträge möchte man auch zukünftig dafür sorgen, dass die Wettbewerber faire Angebote erhalten. Das Bitstrom-Portfolio deckt Produkte zur Realisierung von ADSL, VDSL und künftig auch Glasfaser-Anschlüsse ab.

Telekom soll bei den Preisen transparenter werden

Die Bundesnetzagentur möchte gewährleisten, dass die Bedingungen des Bitstromzugang auch in Zukunft nicht diskriminierend werden. Bei der Zugangsverpflichtung via Layer 2 und Layer 3, muss die Telekom geprüfte Musterverträge, auch Standardangebote genannt, bereithalten. Eine Vorab-Genehmigung greift dann den Entgelten vor, die Wettberber für den Layer 2-Zugang an die Telekom zahlen müssen. Durch das immer häufiger eingesetzte Vectoring, wird der Bitstrom über Layer 2 bei der Bereitstellung von Breitbandzugängen die entbündelte Teilnehmeranschlussleitung ablösen. Zumindest in den nächsten Jahren soll das in erheblichem Maße der Fall sein, weshalb eine effektive Preiskontrolle erforderlich wäre. Auch für den Layer 2-Bitstrom seien innovative Preismodelle, beispielsweise basierend auf dem Kontingent, möglich.

Übrige Bitstrom-Produkte werden im Nachhinein geprüft

Die Telekom kann zwar die Preise für das restliche Angebot dieses Portfolios festlegen, soll allerdings vor Inkrafttreten der Bitstromentgelte diese der Bundesnetzagentur anzeigen. Falls missbräuchliche Entgelte vorliegen, wird eine nachträgliche Überprüfung stattfinden. Auch die Regulierung des Layer 3-Bitstroms wird bedacht. So soll die Telekom in mehreren Städten aus der Regulierung entlassen werden, sobald dort ein Layer 2-Produkt verfügbar sei.

Bitstrom künftig mit Ehernet-Technik

Ebenfalls interessant ist die Meldung, dass Layer 2 bald im Telekom-Netz via Ethernet transportiert wird. Dadurch müssen zwar die Wettbewerber mehr in eine eigene Infrastruktur investieren, sie wären aber unabhängiger von der Telekom. So können dann eigene Endkundenprodukte gestaltet werden. Bei Layer 3 wird dagegen das gängige Internet-Protokoll eingesetzt. Das bedeutet zwar weniger Kosten für die Infrastruktur aber auch weniger Individualisierungsmöglichkeiten beim eigenen Angebot.

 

Bis zum 29. Mai haben alle Interessenten die Möglichkeit, Stellungsnahme zum neuen Vorschlag der Bundesnetzagentur abzugeben. Die Endkunden könnten sicherlich durch eine erhöhte Transparenz bei der Telekom profitieren.



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