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Jan 19 2017


Bei den Wettbewerbern im Breitband-Segment hat die Deutsche Telekom derzeit wenig Sympathien, vor allem aufgrund des exklusiven Zugangs zu den Hauptverteilern im Nahbereich. Auch der strikte Fokus auf VDSL, Vectoring und FTTC wird von einigen Unternehmen kritisch beobachtet. Um sich wieder besser mit der Konkurrenz zu stellen, soll die Telekom nun zahlreiche Kooperationen planen.

Deutsche Telekom: Wird aus dem Einzelgänger ein Rudeltier?

Im November 2016 kam der Bonner Netzbetreiber mit einer überraschenden Personalentscheidung um die Ecke. Der ehemalige Chef von 1&1-Versatel, Johannes Pruchnow, soll als Vorstandsbeauftragter für Breitbandkooperationen arbeiten. Es soll also Kooperationen mit den Wettbewerbern geben, ein Umschwung, den wohl die wenigsten erwartet hätten. Pruchnow teilte dem Handelsblatt mit, dass es einem Paradigmenwechsel gleiche, dass die Telekom nun zu einer Zusammenarbeit bereit sei. Ein weiterer Kopf für diese Entscheidung könnte Claudia Nemat sein, die neue Technologie- und Innovations-Chefin der Telekom, die frischen Wind in den Konzern bringen dürfte.

 

Vectoring Ausbau

Keine Richtlinien bei den Kooperationen

Mit der Telekom zusammenarbeiten kann jeder Netzbetreiber, Vorgaben gibt es keine. Bei den Kooperationen soll es verschiedene Modelle geben, beispielsweise dass die Telekom Netze anderer Anbieter für eigene Produkte bucht. Doch auch Vorleistungsprodukte und klassische Joint Ventures sind vorstellbar. Ein erstes Unternehmen für eine Zusammenarbeit soll die Telekom laut teltarif schon auserkoren haben, nämlich Innorgy, ein Tochterunternehmen der RWE. Dieser Anbieter versorgt bereits mehrere zehntausend Haushalte mit VDSL und Glasfaser. Es sei geplant, dort zusätzliche Produkte und Tarife der Telekom unterzubringen.

Höttges ist positiv gestimmt

Die Vorwürfe, die sowohl von Seiten der Telekom, als auch von der Breitband-Konkurrenz in der jüngsten Vergangenheit aufkamen, haben die Fronten verhärtet. Pruchnow nennt dies „atmosphärischen Spannungen“. Telekom-Chef Timotheus Höttges ist zuversichtlich, dass mit dem Vorstand für die neuen Kooperationen ein Umschwung kommt. Der Posten sei ein Zeichen dafür, dass man „das zuletzt schwierige Verhältnis verbessern“ möchte. Dabei hat sich Höttges unter anderem für Pruchnow entschieden, da dieser nicht vorbelastet ist. „Wir setzen bewusst auf jemanden ohne Telekom-Vergangenheit, der dennoch unsere Branche und ihre zum Teil schwierigen Rahmenbedingungen sehr gut kennt.“ Wir sind gespannt, wie die Kooperationspläne der Telekom von den sich benachteiligt fühlenden Wettberbern angenommen werden.

Weiterführendes

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