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Jul 10 2009


Was die Telekom bereits in 50 deutschen Städten anbietet, dürfen jetzt bald auch ihre Konkurrenten Vodafone und 1&1. Bald schon sollen die flotten VDSL-Tarife (mit bis zu 50 Mbit/s) auch von anderen Anbietern angeboten werden können. Das Angebot für die Kunden würde sich damit schlagartig erhöhen.

Kein Alleingang mehr beim Ausbau der VDSL-Infrastruktur

Vor kurzem kündigte Die Telekom an, die Investitionen für den Ausbau einer VDSL-Infrastruktur zurückzuschrauben und dieses Jahr keine weiteren Städte mehr mit VDSL zu versorgen. Zumindest nicht im Alleingang. Aber in einem Testprojekt mit Vodafone wollte man Erfahrungen beim gemeinsamen Bau eines VDSL-Netzes in Heilbronn und Würzburg sammeln. Auch mit EWE und M-Net gab es Kooperationen beim VDSL-Ausbau. Im März kam dann die Ankündigung der Telekom, ihr VDSL-Netz ohne regulatorische Maßnahmen, freiwillig für Wettbewerber frei zu geben. Ab diesem Zeitpunkt begannen erste Verhandlungen mit den Konkurrenten über einen Wiederverkauf (Resale) von VDSL-Produkten.

Double-Play Vertragsangebot mit „Erfolgsfaktor“

Nun gab die Telekom bekannt, dass mit Vodafone bereits der Vertrag für ein Vorleistungsangebot für Doubleplay unterschrieben sei, und auch mit 1&1 eine Einigung erzielt wurde. Schon in wenigen Monaten sollen auch deren Kunden in den Genuss kommen, mit 50 Mbit/s im Internet zu surfen. Für den Einstiegspreis wurden 25,36 Euro bei einer Vertragslaufzeit von 48 Monaten und 26,28 Euro bei einem Jahr vereinbart. Der Vorleistungspreis solle aber sinken, je mehr Kunden der Wettbewerber und der Deutschen Telekom das VDSL Double Play Angebot beziehen. Der Weg für eine breitere Auswahl am VDSL-Markt, ist damit endlich geebnet.

Telekom zufrieden, Vodafone will mehr

Timotheus Höttges, Finanzvorstand der Deutschen Telekom äußerte sich positiv über die Vereinbarung: „Marktwirtschaftliche Lösungen sind ohne Eingriffe des Regulierers möglich, das beweist diese Einigung. Der attraktive Preis zeigt, dass wir auf unsere Wettbewerber deutlich zugegangen sind.“ Vodafone dagegen wertete den Abschluss des Vertrages nur als einen ersten Schritt der ihnen und ihren Kunden zwar kurzfristig den Zugang zum VDSL-Markt ermöglicht, aber auf lange Sicht nur das Monopol der Telekom stärkt. „Wettbewerb ist investitions- und innovationsfördernd. Monopolstrukturen, wie wir sie jetzt im VDSL-Bereich erleben, bremsen Fortschritt und Investitionen“, so Friedrich Joussen, Chef von Vodafone Deutschland. Deshalb möchte man auch in Zukunft eine eigene VDSL-Infrastruktur aufbauen, um nicht von der Telekom abhängig zu sein.

Weiterführendes

» VDSL Tarife vergleichen
» VDSL Verfügbarkeit prüfen
» Vodafone VDSL

Quelle: Vodafone.de Pressemitteilung; Telekom.de Pressemitteilung


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Autor: Sebastian Schöne

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