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Sep 30 2013


Nicht nur die Deutsche Telekom will künftig Breitbandzugänge im Nutzungsumfang beschränken, auch congstar plant nun offensichtlich selbiges. Und das trotz Beteuerungen vor wenigen Monaten, dies sei nicht geplant.

absehbare Entscheidung

Im Prinzip überrascht es kaum, was jüngst ein Sprecher von congstar gegenüber dem Focus äußerte. Demnach plane man nun doch die „Einführung einer Datenobergrenze für Festnetzkunden.“ Mit anderen Worten, auch Kunden der Telekomtochter „congstar“ droht in Zukunft das gleiche Schicksal, wie denen beim Mutterkonzern selbst. Die Telekom äußerte erstmals im April diesen Jahres Pläne zur Breitbanddrosselung und lößte damit eine heftige Debatte aus. Nicht nur um Sinn oder Unsinn einer solchen Maßnahme, selbst die Netzneutralität sahen viele damit abermals auf dem Prüfstand. Denn delikater Weise sollte das IPTV-Angebot der Telekom (Entertain) nicht mit eingebunden, also präferiert werden.

 

Die Pläne der Deutschen Telekom sahen zunächst vor, dass Festnetzkunden bis zu einem bestimmten Kontinget die technisch volle Datenrate erhalten. Wer mehr Datenverkehr produziert, muss bis Monatsende mit Scheckentempo weiter surfen. DSL-Kunden träfe es dann besonders hart, denn hier sehen die bisherigen Pläne lediglich 75 GB (Gigabyte) vor. VDSL-Nutzer sind mit ca. 200 GB noch gut bedient. Mehr zu diesem Thema, haben wir für Sie hier im Detail zusammengestellt.

Noch keine konkreten Zahlen

Ob, wann und in welchem Umfang bei congstar gedrosselt wird, steht bisher leider noch nicht fest. Ein offizielles Statement fehlt dazu. Wir gehen aber davon aus, dass diese praktisch deckungsgleich mit dem Mutterkonzern verlaufen wird. Sprich Einführung ab 2016 und Reduzierung der Übertragungsrate auf 2 MBit/s falls mehr verbraucht wird. Immerhin: Zunächst war geplant die Datenrate auf mickrige 384 Kbit zu drosseln. Glücklicher Weise revidierte der Konzern dies nach anhaltendem und heftigem Protest im Juni 2013.

Welche Anbieter haben keine Drossel (geplant)

Ob noch weitere Provider dem Beispiel folgen, steht noch in den Sternen. Bisher dementieren alle derartige Pläne. Einzig Vodafone wäre Gerüchten zufolge noch ein Kandidat. Allerdings in einem Rahmen, den kaum ein Verbraucher treffen sollte. Hintergrund ist die Fusion mit Kabel Deutschland. Letztere hat schon eine ganze Weile eine Drosselungsklausel aktiv, die aber erst ab 10 GB/Tag greift. Aus Kulanz schreite man sogar aktuell erst bei über 60 GB/Tag ein. Hier mehr Details zu den Highspeed-Anbietern ohne Drossel.



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Autor: Sebastian Schöne

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