Ohne Drossel - Freie Fahrt auf der Datenautobahn

Alternativen: Diese VDSL-Anbieter drosseln nicht


Also vor ein paar Jahren (Mitte 2013) die Deutsche Telekom ankündigte, alle Flatrate-Tarife künftig beschränken zu wollen (Drosselung), waren viele Verbraucher extrem verunsichert. Die drängendsten Fragen, welche unsere Leser bis heute beschäftigen, sind zum Beispiel: „Betrifft mich das?“ oder „Reicht mein Volumen dann noch?“. Auf all diese Fragen finden Sie hier in unserem Drossel-Spezial eine Antwort. Doch gibt es nicht auch elegantere Wege, als sich in Verzicht zu üben? Etwa durch einen Anbieterwechsel? Und wenn ja, wohin?

Hintergrund zum "Drosselgate"

Drossel oder Flat?
Nachdem die Deutsche Telekom ursprünglich 2016 die Drosselung im Festnetz für DSL und VDSL einführen wollte, revidierte der Konzern Ende 2013 diese Pläne schließlich doch wieder. Bis heute (2018) hält der Status quo glücklicher Weise an. Auslöser war eine Klage der Kölner Verbraucherzentrale. Infolge nahm die Telekom sämtliche Drosselungsklauseln zurück. Wirksam auch für Bestandskunden. Doch ganz vom Tisch ist die Angelegenheit damit wahrscheinlich nicht. Denn am  ursprünglichen Grund ändert sich nichts. Die Auslastung der Breitbandnetze nimmt weiter zu und der Konzern verlautbarte unmissverständlich, dass Wege gefunden werden  müssen diesem Trend zu begegnen. Nach derzeitigem Stand sieht es so aus, als ob die Telekom vorerst keine neuen Pläne hegt eine Drossel bei DSL oder VDSL einzuführen. Dennoch gibt es bereits einige Anbieter, welche Volumenbeschränkungsklauseln eingeführt haben, wie z.B. O2.


Diese Highspeed-Anbieter drosseln aktuell nicht

Surfflatrates mit über 50 MBit pro Sekunde, bieten mehrere Breitbandunternehmen auf Basis der VDSL-Technik oder eben die Kabelanbieter. Ohne Drosselung hat man aktuell die Wahl zwischen der Telekom, Vodafone, 1und1, M-net (regional) und netcologne (regional). Aber Achtung: 1und1 nimmt eine gewisse Sonderstellung ein. Das Unternehmen bietet einen Aktionstarif „1und1 Basic“. Dieser leistet zwar nur 16 MBit - vollständigkeitshalber sei aber erwähnt, dass es in diesem Tarif auch eine Begrenzung in Höhe von 100 GB pro Monat gibt. Alle anderen Pakete sind hingegen nicht betroffen.

O2 führte ebenfalls Drossel ein

Erst stand O2 mit auf der Liste drosselfreier Anbieter. Leider hat O2 (2014) nun doch eine Beschränkung eingeführt. Allerdings dürfte diese nur sehr wenig Kunden betreffen, da die Drosselungsgrenzen sehr hoch angelegt sind (100 bis 500 GB) und drei Monate in Folge überschritten werden müssen, bis erstmals für ein Monat überhaupt auf 2 MBit gedrosselt wird. Mehr dazu hier.


Kabelanbieter - die günstige Alternative zu VDSL (fast) ohne Drosselung

Bei den Kabelprovidern ist „Unitymedia Kabel BW" für Hessen, NRW und Baden Württemberg zu nennen. Vodafone Kabel Deutschland denkt die anderen Bundesländer ab. Letzterer hatte Jahrelang ebenfalls einen Passus in den AGB, wonach ab einem Gesamtdatenvolumen von 60 GB pro Tag eine Drosselung für diesen Tag in Kraft tritt. Dieser wurde aber mittlerweile gestrichen.


Fazit

Momentan scheint das Thema Drosselung im Festnetz (DSL/VDSL sowie Kabel) kaum noch relevant. Die wenigen Ausnahmen lassen sich vermeiden oder durch einen Wechsel umgehen. Fraglich ist allerdings nach wie vor, ob das für alle Zukunft so bleiben wird...

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