Durch den Einsatz der Glasfasertechnik und den Bedarf an höheren Datenübertragungsraten, wird eine neue Generation von aktiven Kabelverzweigern im Telekommunikationsnetz eingesetzt. Im sogenannten „Multifunktionsgehäuse“ sind verschiedene Komponenten untergebracht. Wie zum Beispiel der DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer), der für die Terminierung der Teilnehmeranschlussleitung benötigt wird und die ONU (Optical Network Unit). Sie ermöglicht die Signalumsetzung durch einen optisch, elektrischen Wandler. Unter anderem ist auch der optische Splitter im MFG verbaut. Er dient zur Aufteilung eingehender Signale auf mehrere Leitungen. Diese Komponenten sind an normierten Schienen angebracht, um den Ein- und Ausbau zu erleichtern und um sie gegebenenfalls zu erweitern.
Multifunktionsgehäuse | Bild: Swisscom.ch Presse
Ein Multifunktionsgehäuse besitzt zusätzlich eine eigene Energieversorgung, um die aktiven Komponenten mit Strom versorgen zu können. Um diese vor hohen Temperaturen zu schützen, ist entweder noch ein aktives oder ein passives Kühlsystem, dass die Temperatur regelt, eingebaut. Daher kann die unmittelbare Anrainerschaft eines Multifunktionsgehäuse durchaus eine unliebsame Geräuschentwicklung mit sich ziehen.
Der Schutz vor äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel Feuchtigkeit und Vandalismus, ist auch sehr wichtig und wird durch spezielle Materialien und Bauformen gewährleistet. Je nach Größe des Gehäuses können bis zu 1.200 Teilnehmer angeschlossen werden.