Streit um das VDSL-Monopol und die Entwicklung des VDSL-Netzes in Deutschland

VDSL: Krieg der Giganten Teil 1


Das Jahr 2006 markierte praktisch das „Geburtsjahr“ von VDSL in Deutschland. Doch schon bevor die Telekom im Oktober erstmals Tarife mit VDSL anbot, tobte hinter den Kulissen ein Machtkampf zwischen den Kontrahenten, wie Arcor, Alice, Telekom, Bundesnetzagentur und EU-Kommission. Gleichsam erlebte der Telekommunikationsmarkt sich in den Jahren 2006-2009 mehrere Übernahmen – etliche Anbieter verschwanden von der Bildfläche. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Meilensteine für jenen Zeitraum zusammengefasst.


Chronik der Entwicklungen und des Netzstreites von 2006 bis 2009


Januar 2006

Einige Wettbewerber bieten nach langen vorhergegangenen Auseinandersetzungen an, sich an den Investitionskosten zu beteiligen, um im Gegenzug VDSL-Angebote vertreiben zu können. Wahrscheinlich als Reseller. Dies ist heute noch Gang und Gebe. 1und1 z.B. verfügt über kein eigenes Netz und vertreibt als Basis die DSL-Anschlüsse der Telekom. Satte 0,5 Milliarden bot die United Internet AG (Mutterkonzern von 1und1). Immerhin 200 Millionen gingen als Gebot von Freenet ein. Der "Rosa Riese" bleibt hart.


Februar 2006

Einige Wettbewerber kündigen an, ein eigenes Netz aufzubauen, z.B. Hansenet (Alice), um unabhängig zu bleiben. Die Bundesregierung, die hinter der Telekom steht, bekommt einen Schlag vor den Bug seitens der EU-Kommission. Ein Monopol auf VDSL verletzt EU-Recht.


März 2006

"Ist der Markt neu oder nicht? Das ist hier die Frage" philosophiert man nun. Die Bundesnetzagentur verlangt eine Konkretisierung der Pläne der Telekom mit dem VDSL-Netz. Denn die Bundesregierung sieht keine Regulierung neuer Märkte vor. Gleichzeitig wird der Ton seitens Brüssel schärfer. Jetzt droht man konkret mit einem Vetragsverletzungsverfahren gegen Deutschland.


April 2006

Die Telekom signalisiert erste Tests für Mai 2006 und der Fertigstellung des Netzes für 10 Großstädte Deutschlands. Die Konkurrenten der Telekom sind entsetzt. Bundeswirtschaftsminister Glos stellt einen Gesetzentwurf vor, nach dem Investitionen zu neuen Märkten schützenswert und daher frei von Regulierung sind. Mit anderen Worten: Die Telekom hat Handlungsfreiheit.


Mai 2006

EU-Kommissarin Viviane Reding droht mit dem Rechtsweg gegen diesen wettbewerbsfeindlichen Weg der Bundesregierung. Die Telekom verkündet trotzig Investitionsstopp für den Fall einer Regulierung.


Juni 2006

Hansenet berichtet von erfolgreichen Gesprächen mit mehreren Anbietern zur Einigung mit der Telekom.


Juli 2006

Gespräche zwischen Bundeswirtschaftsminister Glos und der EU-Kommissarin bleiben weiter erfolglos. Die Telekom kündigt an, mit nur halber möglicher Bandbreite an den Start zu gehen. Also 25 MBit/s statt 50 MBit/s. Dies hat sich übrigens aus heutiger Sicht bestätigt.


August 2006

Im August fällt der Startschuss. Kunden können nun in den wenigen Städten mit VDSL-Verfügbarkeit bestellen. Die Eröffnung wird zur peinlichen Blamage. Nicht mal 50 Kunden am ersten Tag und nur wenige hundert in den Folgetagen. Allerdings suchte man ja auch vergebens nach Werbung oder ähnlichem. Fast heimlich könnte man sagen, behandelt die Telekom ihr neues Produkt. Die entsprechende Internetseite muss man erst mal finden. Auf der T-Com-Homepage bis Monate nach dem Start ebenfalls Fehlanzeige. Die Bundesnetzagentur fordert unterdes zu weiteren Gesprächen mit den Mitbewerbern auf. Erstmals belangt auch die EU-Kommission die Bundesnetzagentur, zu lasch mit dem Fall umzugehen.


September 2006

Die Bundesnetzagentur verpflichtet die Telekom, Wettbewerbern entbündelte Breitbandzugänge (auch VDSL) anzubieten. Nun droht auch Hansenet mit Investitionsstopp und Arcor kündigt eine Beschwerde an die Bundesnetzagentur an.


Oktober 2006

Mitte Oktober geht das VDSL-Tripleplayangebot der Telekom nach der Schlappe im August erneut an den Start. "T-Home" heißt das Angebot der Telekom, dass Telefon, High-Speed-Internet und IPTV vereint. Wieder mit mäßigem Erfolg. Teils sicher auch wegen der gepfefferten Preise. (siehe VDSL-Tarife). Bis 100 € / Monat muss der geneigte Kunde hinblättern. Arcor indes reicht, wie angekündigt, Beschwerde bei der Bundesnetzagentur ein. Der Streit zwischen Bundesregierung und EU-Kommission flammt mal wieder auf. Letztere droht erneut mit einem Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof.

November 2006

Die Bundesregierung bleibt hart. Wettbewerber drohen nochmals, Investitionen in Deutschland einzufrieren. Ob dies das richtige Signal für Innovationen und Investitionen in Deutschland ist? Zudem verabschiedet sich im November der bisherige Telekomchef und macht Platz für Rene Obermann.


Dezember 2006

Der Bundesrat stimmt dem "Gesetz zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Vorschriften" (Telekommunikationsgesetz = TKG), das schon im November 2006 vom Bundestag verabschiedet wurde, zu. Dieses Gesetz stellt neue Märkte von der Regulierung frei. Somit soll auch die Telekom beim VDSL-Ausbau nicht reguliert werden. Nur Hamburg und Niedersachsen beziehen als einzige Bundesländer Stellung gegen das "Telekom-Gesetz." Das Gesetz wird von der Kommission wieder stark kritisiert. Brüssel will nun die lang angedrohte Vertragsverletzungsklage starten, sobald es in Kraft tritt.


Januar 2007

Die Telekom möchte ihr TriplePlay-Angebot nun wohl doch auch über DSL anbieten und nicht nur über VDSL. Dies geht aus einem Bericht des Brekoverbandes hervor.


Februar 2007

Am 23. Februar erscheint das TKG im Bundesgesetzblatt. Damit tritt es offiziell in Kraft. Nur 3 Tage später leitet die EU-Kommission wie erwartet ein beschleunigtes Vertragsverletzungsverfahren ein. Der Fall soll so schnell wie möglich vor den europäischen Gerichtshof. EU-Kommissarin Viviane Reding dazu :"Ich bedauere, dass Deutschland sich über die Bedenken der Kommission gegen das neue Telekommunikationsgesetz hinweggesetzt hat, trotz mehrfacher eindeutiger Warnung seitens der Kommission. Die Gewährung von Regulierungsferien für etablierte Betreiber ist ein Versuch, in einem wirtschaftlich zentralen Sektor den Wettbewerb auszuhebeln. Solche Regulierungsferien verstoßen gegen die seit 2002 für alle EU-Mitgliedstaaten geltenden Telekom-Regeln." Der damalige Wirtschaftsminister Michael Glos sieht das ganz anders: "Das Gesetz schafft einen ausgewogenen Ausgleich zwischen der notwendigen Stärkung des Wettbewerbs und den Anliegen der investitionswilligen Unternehmen. Der Vorwurf, es würden einzelnen Unternehmen pauschale Regulierungsferien gewährt, ist unzutreffend." Die Bundesregierung hat 15 Tage Zeit zu reagieren.
Quelle: Bundesanzeiger

März 2007

Die EU-Kommission stimmt einer von der Bundesregierung geforderte Fristverlängerung zu, um auf das Mahnschreiben zu antworten. Eu-Kommissarin Reding kritisiert derweil die Bundesnetzagentur. Die hatte 2006 die Telekom dazu verpflichtet ihren Konkurrenten auch Zugang zum VDSL-Netz zu gewähren. Den haben die Wettbewerber aber immer noch kaum. Gegen Ende des Monats antwortet die Regierung dann zwar fristgerecht, hält aber an der Änderung des Telekommunikationsgesetzes trotzdem fest.

April 2007

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht den Entwurf einer Regulierungsverfügung die den Ausbau der Glasfaseranschlussnetze für Wettbewerber der Deutschen Telekom ermöglichen soll. Demnach sollen die Telekomkonkurrenten Zugang zu den Verbindungen zwischen dem Hauptverteiler (HVt) und der Teilnehmeranschlusseinheit (TAE) in der Leitung erhalten.

Mai 2007

Die EU-Kommission sendet eine mit Gründen versehene Stellungnahme an Deutschland. Dadurch wird die letzte Phase im Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Es wird erneut gedroht, dass der Fall bereits im Juni vorm europäischen Gerichtshof landet, falls die Bundesregierung das umstrittene Telekommunikationsgesetz nicht kippt. Doch die Fronten bleiben weiterhin verhärtet.

Juni 2007

Ein ereignisreicher Monat im VDSL-Streit. Anfang des Monats schickt die Bundesnetzagentur die bereits im April entworfene Regulierungsverfügung über den entbündelten Zugang zum Teilnehmeranschluss für die DT-Wettbewerber zur Prüfung nach Brüssel. Dort hat man keine Einwände dagegen, fordert jedoch noch mehr Regulierungen um einen Wettbewerb beim VDSL-Netz zu ermöglichen. Einen Tag später klagt die EU-Kommission Deutschland wegen des Telekommunikationsgesetzes, wie angedroht, offiziell vorm europäischen Gerichtshof an. Schließlich gibt die Bundesnetzagentur bekannt, dass die Telekom ihren Wettbewerbern den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), der so genannten "letzten Meile", gestatten muss. Den Konkurrenten wird es dadurch ermöglicht eine eigene VDSL-Infrastruktur aufzubauen.

August 2007

Die Telekom bietet jetzt auch für Kunden, bei denen nur ein ADSL2+ Anschluss vorhanden ist, Triple-play an. Auch scheint der "rosa Riese" nun gewillt, seinen Wettbewerbern nun doch Zugang zum VDSL-Netz zu gewähren. Möchte man damit vielleicht die EU-Kommission besänftigen?

November 2007

Arcor kündigt an, ein eigenes VDSL-Netz auszubauen. Kurze Zeit darauf gibt auch Versatel bekannt im VDSL-Ausbau mit der Telekom konkurrieren zu wollen.

Januar 2008

Die Telekom stellt einen Eilantrag gegen die von der Bundesnetzagentur erlassene Verfügung vom Juni 2007 beim Verwaltungsgericht Köln. Doch dieses lehnt den Antrag ab. Die DT muss demnach zwar keine Informationen über Zugangsmöglichkeiten zu ihren nicht beschalteten Glasfasern preisgeben, aber sie muss weiterhin ihren Wettbewerbern den Zugang zur "letzten Meile" gewähren, auch den Zugang zu den Leerrohren.

März 2008

Der größte Konkurrent der Telekom Arcor bestätigt auf der Cebit, dass man ein eigenes VDSL-Netz ausbauen möchte. Dafür soll zunächst in 2 kleinen Gemeinden in Thüringen und Sachsen-Anhalt eine schnelle Internetverbindung ermöglicht werden. Dadurch möchte man Erfahrung beim Aufbau von modernen VDSL-Netzen sammeln. Außerdem warnte Arcor, dass man die Bundesnetzagentur einschaltet, falls es bis zum Sommer keine Verhandlungsergebnisse mit der Telekom gibt.

Mai 2008

Schon lange hat Vodafone Anteile an Arcor. Jetzt übernimmt Vodafone Arcor komplett.

August 2008

Die Telekom hat bisher etwa 250.000 Kunden für ihr Entertain-Paket gewinnen können. Dieses besteht aus einem schnellem VDSL-Internet-Zugang und einem IPTV-Angebot.

September 2008

Die EU-Kommission stellt einen Regulierungsentwurf für künftige Hochgeschwindigkeitsnetze (NGN= Next Generation Networks) vor. Danach soll eine zentrale Agentur die nationalen Regulierungsbehörden koordinieren.

Oktober 2008

VDSL wird mittlerweile in 50 Städten in Deutschland angeboten. Aber bisher nur allein von der Telekom. Doch für das nächste Jahr sind keine weiteren Städte geplant. Zumindest nicht im Alleingang.

November 2008

Nun baut auch Vodafone/Arcor eine eigene VDSL-Infrastruktur. Wie Anfang des Jahres angekündigt, wird zunächst in einem kleinen Ort in Thüringen: Ballstädt ein VDSL-Netz errichtet. Das ist ein Pilotprojekt und dient zum Testen und Sammeln von Erfahrung mit der VDSL-Technologie.

Dezember 2008

Jetzt arbeiten die Telekom und Vodafone/Arcor doch wieder zusammen. Die DT baut im Stadtgebiet von Würzburg VDSL aus und Vodafone beteiligt sich daran. Auch in einem ähnlichen Pilotprojekt in Heilbronn soll der Ausbau eines VDSL-Netzes beginnen. Der "Rosa Riese" möchte wohl seinen vorher größten Konkurrenten auf seine Seite ziehen. Ist das ein erstes Anzeichen für weitere Zusammenarbeit?

Januar 2009

Die Deutsche Telekom kooperiert mit EWE. In acht niedersächsischen Städten soll die Glasfaserinfrastruktur ausgebaut werden. Durch den gemeinsamen Ausbau sollen mehr Haushalte VDSL-Verbindungen erhalten.

Februar 2009

Verhandlungsauftakt vorm Europäischen Gerichtshof. Der Streit um das Telekommunikationsgesetz zwischen der Deutschen Bundesregierung und der EU-Kommission soll endlich geklärt werden. Im selben Monat werden 2 neue Ziele Bestandteil in der Breitbandstrategie der Bundesregierung. Zum einen sollen bis Ende 2010 überall in Deutschland, flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar gemacht werden. Zum anderen soll, bis 2014 VDSL mit mindestens 50 Mbit/s in 75% der deutschen Haushalte angeboten werden können. Außerdem tritt Bundeswirtschaftsminister Glos zurück. Sein Nachfolger wird Karl-Theodor zu Guttenberg.

März 2009

Die Telekom scheint ihre bisherige Strategie nun ändern zu wollen und kündigt an, ohne regulatorische Maßnahmen freiwillig ihr VDSL-Netz zu öffnen. Dabei wird eine weitere Zusammenarbeit mit den Wettbewerbern angeboten. In Augsburg wollen Telekom und M-Net eine Glasfaserinfrastruktur ausbauen. Auch mit 1&1 laufen schon erste Verhandlungen. EU-Kommissarin Viviane Reding stichelt in Richtung Bundesregierung bezüglich des Breitbandausbaus. Deutschland liegt laut einer Studie bei der Zahl der genutzten Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge nur auf Rang 9. Von der größten EU-Volkswirtschaft würde Sie mehr erwarten, so Reding.

April 2009

Beim Europäischen Gerichtshof sieht es schlecht für Deutschland aus. Generalanwalt Miguel Poiares Maduro schlägt dem EuGH vor, festzustellen, dass die Bundesregierung gegen das Europarecht verstoßen hat. Die endgültige Entscheidung muss zwar erst noch fallen, aber normalerweise folgt der Gerichtshof meistens dem Schlussantrag des Generalanwaltes.

Juni 2009

Anfang des Jahres schien sich der Streit um VDSL endlich etwas zu lockern. Die DT gab ihr VDSL-Netz für Wettbewerber frei. Doch scheinbar kommt es nur zwischen den beiden größten DSL-Konzernen Telekom und Vodafone/Arcor zur reibungslosen Zusammenarbeit beim VDSL-Netzausbau. Die anderen Wettbewerber bleiben vorerst auf der Strecke. Auch eine Entscheidung beim Verfahren über das Telekommunikationsgesetz vorm europäischen Gerichtshof steht noch aus. Bleibt abzuwarten wie sich das ganze weiterentwickelt. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Juli 2009

Die Deutsche Telekom und Vodafone besiegeln die gemeinsame Vermarktung von VDSL. Vodafone erhält als erstes Unternehmen Zugriff auf das VDSL-Netz und kann eigene VDSL-Resale-Angebote bieten. Die Gespräche mit anderen DSL-Anbietern, wie 1und1 und O2 laufen ebenfalls weiter. Ab September könnte es die ersten VDSL-Angebote von Drittanbietern geben...

Auch mit 1&1 wird ein Vertrag unterschrieben. Ab September könnte es die ersten VDSL-Angebote von Drittanbietern geben. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber beim Ausbau der Breitband-Infrastruktur herrscht immer noch Streit. Die Telekom fordert mehr Engagement der Wettbewerber. Diese wiederum beschuldigen die DT, dass sie ihnen beim Breitband-Ausbau im Weg steht.

August 2009

Anfang des Monats kündigt die Telekom an, Entgelte für die Benutzung der VDSL-Infrastruktur verlangen zu wollen. Doch die Wettbewerberverbände sind davon gar nicht begeistert. Laut VATM und BREKO verlieren dadurch die bisherigen Verhandlungsbemühungen, bei denen man Rahmenbedingungen festlegen wollte, die für alle Beteiligten attraktiv sind, und den Breitbandausbau vorantreiben, ihren Wert. Die DT bietet den Verbänden noch im selben Monat an, Gespräche über den Ausbau des Breitbandnetzes zu führen. Doch auch diese scheitern kläglich. Nun soll die Bundesnetzagentur eine Entscheidung treffen die aus der Misere führt.

September 2009

1und1 startet als erster VDSL-Anbieter neben T-Home die Vermarktung eigener VDSL-Tarife. Damit ist der 01.09.2009 ein symbolisches Datum für den Fall des VDSL-Monopols in Deutschland. Vodafone wird wahrscheinlich als nächstes folgen. Alice hat auch bereits Interesse am VDSL-Vertrieb angekündigt.


Eine Einigung zwischen der Telekom und ihren Wettbewerbern beim Festlegen der Entgelte für die VDSL-Vorleistung gibt es aber weiterhin nicht. Speziell bei der Mitnutzung von Verteilerkästen und den Zugang zu Leerrohren sind beide Parteien so verstritten, dass nun die Bundesnetzagentur eine Entscheidung treffen muss. Es bleibt spannend!


Währenddessen gelingt Nokia Siemens Networks ein neuer Meilenstein in der Telekommunikations-Industrie. Über ein Bonding-Verfahren kann die VDSL-Reichweite erhöht werden. Das könnte der Telekom Millionen neue Kunden bescheren.


November 2009

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Fast genau 1 Monat nach dem Start des ersten Dritt-VDSL-Anbieters in Deutschland, gesellt sich nun auch Alice in die Riege der VDSL-Anbieter. Eigentlich hatten wir Vodafone als Nachfolger erwartet...

Dezember 2009:

Eine Entscheidung beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) bezüglich des Telekommunikationsgesetzes (TKG) ist gefallen. Die Bundesregierung verliert das Verfahren. So sieht es der EuGH als erwiesen an, dass die Telekom einen einseitigen Vorteil gegenüber seinen Wettbewerbern erhalte. Außerdem sei es nicht die Aufgabe der Regierung über Regulierungsmaßnahmen zu entscheiden. Das sei der Bundesnetzagentur vorbehalten. Wie Deutschland auf das Urteil reagieren wird, bleibt abzuwarten. Sollte sich am Gesetz allerdings nichts ändern, droht ein erneutes Vertragsverletzungsverfahren und damit Buß- oder Zwangsgelder in Millionenhöhe.


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